Mühlhof

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Der Mühlhof war ein Bauernhaus in Laufamholz in Hammer an der Pegnitz.

Historische Aufnahme des Mühlhofs.
Als Verbindung nach Hammer und Laufamholz wurde eine Fähre eingesetzt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Im Gegensatz zu Rehhof, dem neuen Baugebiet zwischen Mögeldorf und Laufamholz mit einer eigenen S-Bahnstation, ist der frühere Mühlhof nicht mehr bekannt und nicht in Erinnerung. Beide waren Bauernhöfe und wurden im Krieg zerstört.

An der Pegnitz, dem Industriegut Hammer gegenüber, lag der Mühlhof umgeben von Wiesen, Feldern und Wäldern, die sich von dem Gut Oberbürg im Westen bis zur Autobahn bei Malmsbach im Osten erstreckten.

Mühlhof war der Wirtschaftshof des Schlosses Oberbürg. Der letzte Besitzer, der Mühlhof bewirtschaftete, war Baron von Leuckart, dem auch das Schloss gehörte. Der einzige Zugang nach Laufamholz war die Holzbrücke bei dem weiter entfernt liegenden Schloss.

Um schneller nach Hammer und Laufamholz zu kommen, setzte man oberhalb des Hammerwerkes Holzkähne ein, eine Fähre im Osten von Nürnberg. Im Jahre 1938, als Laufamholz nach Nürnberg eingemeindet wurde, bekam der Mühlhof einen neuen Namen: Am Goldschlag.

Trotz Abgeschiedenheit blieb in den Kriegswirren auch Mühlhof wie Hammer, Ober- und Unterbürg nicht verschont. 1943 sind die meisten Gebäude bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Der ganze Besitz ging an die EWAG, jetzt N-Ergie über. Von ihr wurden die Ruinen durch Notdächer wieder halbwegs bewohnbar gemacht. Auch wurde eine große Feldscheune errichtet, so dass der landwirtschaftliche Betrieb fortgesetzt werden konnte. Im Vordergrund stand aber nur noch die Heuernte, denn der Hof lag direkt im Wasserschutzgebiet. Heute ist von dem Anwesen nicht mehr viel zu sehen; das Gelände ist mit einem hohen Zaun umgeben, zum größten Teil mit Bäumen bepflanzt und für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. (Arbeitskreis für Kultur und Geschichte im Vorstadtverein Nürnberg-Laufamholz, Anni Seebauer)

Gleichnamiger Stadtteil

Im Süden von Nürnberg gibt es den Stadtteil Mühlhof, der 1922 nach Nürnberg eingemeindet wurde.

Literatur

  • Ansgar Wittek: Der Nürnberger Vorort Laufamholz. Herrensitz, Bauerndorf, Stadtteil mit dem mittelalterlichen Fabrikort Hammer. Hrsg.: Vorstadtverein Nürnberg-Laufamholz e.V. - Nürnberg-Laufamholz: Vorstadtverein, 1984, 240 S.
  • Uschi Aßfalg: Laufamholz gehört seit 70 Jahren zum Stadtgebiet. Ein Vorort mit Dorfcharakter. In: Nürnberger Zeitung Nr. 200 vom 27. August 2008, S. 11 - NZ

Siehe auch

Weblinks

Karte

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