Margret Boveri

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Margret Antonie Boveri

Margret Antonie Boveri (* 24. August 1900 in Würzburg; † 6. Juli 1975 in Berlin) war eine deutsche Journalistin.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Geboren als Tochter des an der Universität Würzburg tätigen Zoologen Prof. Dr. Theodor Boveri und dessen Ehefrau, ebenfalls eine Biologin, Marcella, geb. O´Grady am 14. August 1900 in Würzburg.

Margret Boveri in Würzburg studierte Anglistik, Geschichte und Germanistik und promovierte in Berlin zum Dr. phil.; begann ausgedehnte Reisen in die Mittelmeerländer und den Vorderen Orient. Mitte der 1930er-Jahre gelangte sie zum Berliner Tageblatt und wude dort Schriftleiterin für Außenpolitik. Danach war sie auch bei der Zeitschrift „Atlantis“ tätig.

Als Auslandskorrespondentin berichtete sie für die „Frankfurter Zeitung“ aus Stockholm, New York und Lissabon. Nach 1943 lebte sie als freie Schriftstellerin und Autorin teils in Höfen, teils in Berlin, wo sie sich für die Wiedervereinigung einsetzte. Ihr Anwesen, das „Schloss Seehaus“ in der Gemeinde Höfen, eher bekannt unter den Bezeichnungen Höfner Schlössla oder Boveri-Schlösschen, veräußerte sie im Jahr 1968.

Margret Boveri verstarb am 6. Juli 1975. Ihre letzte Ruhestätte erhielt sie in Bamberg in der Familiengruft der Familie Boveri. Die Besonderheit an der Gruft ist, dass die Tafeln der Verstorbenen an der die Gruft begrenzenden Mauer als Stammbaum eingelassen sind.

Ehrungen

  • 20.7.1941 erhielt sie die Kriegsverdienstmedaille
  • Bundesverdienstkreuz
  • Deutschen Kritikerpreis 1968 für ihre Veröffentlichung "Tage des Überlebens"
  • „Margret Boveri-Preis für wissenschaftliche Publizistik“ der konservativen „Margret-Boveri-Stiftung für Demokratieforschung“ in Würzburg
  • Gedenktafel an ihrem Wohnhaus in der Opitzstraße 8 zu Berlin-Steglitz.

Werke

  • 1936 Das Weltgeschehen am Mittelmeer
  • 1939 Vom Minarett zum Bohrturm. Eine politische Biographie Vorderasiens
  • 1939 Ein Auto, Wüsten, blaue Perlen. Bericht über eine Reise durch Vorderasien
  • 1946 Amerika-Fibel für erwachsene Deutsche
  • 1953 16 Fenster und 8 Türen
  • 1956-1960 Der Verrat im XX. Jahrhundert. Wird als ihr Hauptwerk bezeichnet.
  • 1965 Wir lügen alle. Eine Hauptstadtzeitung unter Hitler
  • 1968 Tage des Überlebens.
  • 1969 Erinnerte Mutmaßungen, in: Neue Deutsche Hefte 16, 205–208
  • 1974 Die Deutschen und der Status Quo
  • 1977 Verzweigungen. Eine Autobiographie, herausgegeben von Uwe Johnson

Adresse

Siehe auch

Weblinks

  • Boveri-Schlösschen zu Höfen: [1]