Marienkapelle (Würzburg)

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Die Würzburger Marienkapelle ist eine spätgotische Hallenkirche mit Werken von Tilman Riemenschneider.

Inhaltsverzeichnis

Zur Geschichte und Ausstattung

Der Bau der Hallenkirche begann 1377 und wurde mit dem Turmbau gegen 1480 vollendet. Reiche plastische Bauzier findet man besonders in den Bogenfeldern der Portale. Besonders erwähnenswert sind die Figuren Adam und Eva, die von Bildhauer Tilman Riemenschneider gefertigt wurden. Die Originale sind heute im Mainfränkischen Museum zu besichtigen, sie sind von Kopien im Jahr 1975 abgelöst worden. Nach dem Bombenangriff und Brand im Jahr 1945, bei dem der gesamte Dachstuhl und die hölzerne Inneneinrichtung verbrannten, wurde die Marienkapelle komplett neu ausgestattet. Auf den Altären befinden sich vier Tafelgemälde von 1514.

Bedeutend ist hier die Silbermadonna über dem Altar des nördlichen Seitenschiffes, geschaffen 1680 von Johann Kilian. In den Seitenschiffen finden sich zahlreiche Grabmäler fränkischer Ritter und Würzburger Bürger, darunter auch das Grabmal des Konrad von Schaumberg († 1499) von Riemenschneider. Beim Marktportal weist eine bronzene Gedenkplatte auf die Grabstätte des großen Barockarchitekten Balthasar Neumann (1687 – 1753) hin.

Literatur

  • Helene-Maria Sauren, Hg. Schnell: Die Marienkapelle in Würzburg. München: Schnell & Steiner, 1939, 14 S. (Kleine deutsche Kirchenführer; Nr. S 345/46)
  • Wolfgang Schneider: Marienkapelle Würzburg. 2., völlig neubearb. Auflage. Regensburg: Schnell und Steiner, 1994, 27 S., (Kleine Kunstführer; Nr. 345)

Anschrift

Marienplatz 7
97070 Würzburg


Siehe auch

Weblinks