Matthäus Kirchner

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Matthäus Kirchner (* 3. März 1826 in Bamberg; † 5. Januar 1912 in Scheßlitz) war ein Geistlicher, Afrika-Missionar, Politiker.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Nach Besuch des Gymnasiums von 1840 bis 1844 bildete er sich in philosophischen und theologischen Kursen weiter und wurde am 7. April 1849 zum Priester geweiht. Ab dem 15. Oktober 1849 ist er als Hofmeister bei dem bayrischen Gesandten von Spazur in Rom nachzuweisen.

Er reiste 1854 nach Zentralafrika widmete sich der Missionsarbeit und wurde dort am 1. Juni 1854 Nachfolger von Dr. Knoblecher und damit Provikar mit bischöflichen Rechten mit Sitz in Khartum. Neben dem Missionieren verfasste Kirchner die älteste Grammatik einer westnilotischen Sprache.

Gesundheitshalber kehrte er 1861 nach Bamberg zurück und wurde Beneficiat bei St. Martin am 31. Dezember 1861, zum 24. Januar 1863 wurde er Religionslehrer am Gymnasium und Regens am Aufseßianum berufen. Zum 1. Januar 1873 wurde er zum Pfarrer von Scheßlitz bestellt. Als Mitglied der Zentrumspartei gehörte er aus dem Wahlkreis Kronach dem Deutschen Reichstag von 1874 bis 1877 an. Seit 1908 war er Senior der Erzdiözese Bamberg. Kirchner lebte bis zu seinem Tode 1912 in Scheßlitz, wo er auch Ehrenbürger war.

Titel und Auszeichnungen

  • Monsignore
  • päpstlicher Geheimkämmerer
  • Erzbischöflicher gesitlicher Rat
  • Ritter des k.k. Franz-Joseph-Ordens
  • Ehrenbürger der Stadt Scheßlitz

Literatur

Friedrich Wachter, Generalpersonalschmeatismus der Erzdiözese Bamberg, Nr. 5212, Bamberg 1908

Siehe auch

Weblinks