Max Grundig

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Max Grundig

Max Grundig (* 7. Mai 1908 in Nürnberg; † 8. Dezember 1989 in Baden-Baden) war Unternehmer und der Gründer des gleichnamigen Elektronik-Konzerns Grundig AG in Fürth.

Inhaltsverzeichnis

Zum Leben und Wirken

  • Stadtlexikon Nürnberg Der folgende Abschnitt stammt aus dem von Michael Diefenbacher und Rudolf Endres herausgegebenen Stadtlexikon des Stadtarchivs Nürnberg, ist urheberrechtlich geschützt und deshalb nicht bearbeitbar. Weitere Abschnitte zu diesem Thema sind aber durchaus erwünscht.

Werdegang

Aus einfachen Verhältnissen stammend, begann Grundig nach dem Besuch der Volksschule in der Preißlerstraße 1922 eine kaufmännische Lehre bei der Firma Amag-Hilpert (August & Jean Hilpert GmbH & Co.). 1927 übernahm er die Leitung der neuen Filiale seiner Firma in Fürth, wo er nebenher Radiozubehör vertrieb. Drei Jahre später kündigte Grundig und eröffnete in der Sternstraße 4 in Fürth ein Radiofachgeschäft (Grundig AG). Die finanzielle Fundierung übernahm sein Freund Karl Wurzer, der 1934 wieder aus dem Geschäft ausstieg. Im selben Jahr zog Grundig selbst nach Fürth. In eine Marktlücke stieß Grundig mit der Reparatur und Produktion von Transformatoren, die ein neues Standbein seines Unternehmens wurden. Aufgrund von Wehrmachtsaufträgen sowie eines vorübergehenden Militäreinsatzes in Frankreich konnte Grundig den Betrieb, der nach Vach ausgelagert wurde, während des Zweiten Weltkriegs aufrechterhalten. Nach dem Krieg kehrte Grundig in die angestammte Branche zurück. Weltruhm erlangte er mit dem Radiobaukasten 'Heinzelmann' 1946/47, mit dem er ein langwieriges Genehmigungsverfahren der Besatzungsmächte für die Radioproduktion umging. Bereits 1950 galt Grundig Unternehmen als die größte Spezialfabrik für Rundfunkgeräte Europas, 1955 als größter Tonbandhersteller der Welt und 1965 als größter deutscher Fernsehhersteller. Soziale Verantwortung bewies Grundig mit der Gründung der 'Grundig-Wohnungsbau GmbH' zum Bau von Werkswohnungen 1952, einer Ruhegeldkasse 1953 oder der Kindertagesstätte 'Maria Grundig Haus' 1966. Darüber hinaus rief er 1958 die Grundig-Bank und 1977 die Grundig-Akademie für Wirtschaft und Technik ins Leben.

Auszeichnungen

Unter den zahlreichen Auszeichnungen ragen das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland und die Goldene Bürgermedaille der Stadt Fürth 1958, die Ernennung zum Konsul der Republik Mexiko 1959, die Verleihung des Ehrenbürgerrechts der Stadt Fürth 1963, des Bayerischen Verdienstordens 1965 und der Ehrendoktorwürde der WiSo heraus. Grundig verbrachte seinen Lebensabend in Baden-Baden.

(Quelle: Stadtlexikon Nürnberg, Autor: Martina Bauernfeind)

Zum Gedenken

  • Max-Grundig-Gedächtnispreis

Literatur

  • Grundig und sein Werk - ein Leistungsbericht. Fürth: Grundig AG, 1960, 84 S. [Max Grundig, Werke, Niederlassungen, Rechenzentrum, Programm der Grundig-Gruppe, Messen]
  • Hans Mauersberg: Wirtschaft und Gesellschaft Fürths in neuerer und neuester Zeit. Eine städtegeschichtliche Studie. Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht, 1974, 268 S., ISBN 3-525-36157-2; hier: S. 237-248
  • Walter Schatz: Der Hürdenlauf der Farbfernsehgeräte. In: Nürnberg Heute, Nr. 20, 1975, S. 34-41
  • Egon Fein: Sieben Tage im Leben des Max Grundig. München: Europrint Krailing/München, 1983, 352 S. - Tonbandmuseum
  • Christl Bronnenmeyer: Max Grundig. Berlin: Ullstein, 1999, 156 S., ISBN 3-548-35877-2 (Ullstein; Nr. 35877: Made in Germany)
    • Rezension von Daniela Stadler: Christl Bronnenmeyer: Max Grundig. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg (MVGN) Band 88, 2001, S. 295 – 297 - MVGN

Siehe auch

Weblinks