Max Merkel

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Max Merkel
Max Merkel (* 7. Dezember 1918 in Wien; † 28. November 2006 in Putzbrunn bei München) war ein bekannter Fußballtrainer. Vor seiner Tätigkeit als Trainer war er Fußballspieler bei Rapid Wien.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Nach Tätigkeiten als niederländischer Nationaltrainer und Trainer von Borussia Dortmund nahm er seine Tätigkeit bei 1860 München auf. Er schaffte es, dass zur Gründung der Bundesliga 1860 München den Vorzug vor Bayern München erhielt und wurde 1966 mit 1860 München Deutscher Meister. 1967 fiel er bei 1860 in Ungnade und wurde entlassen.

Zu diesem Zeitpunkt stand der 1. FC Nürnberg in der Bundesliga am Ende der Tabelle. Merkel wurde neuer Club-Trainer, rettete den Klassenerhalt und machte den Club zur besten Mannschaft in der Rückrunde der Saison 1966/67.

1968 wurde der 1. FC Nürnberg unter Merkel Deutscher Meister.

Nach Ende der Saison veranlasste Merkel eine gewaltige Verjüngung der Club-Mannschaft, deren Durchschnittsalter im Meisterjahr 1968 das höchste in der Bundesliga war. Dies führte sogar dazu, dass der höchst erfolgreiche Mittelstürmer Franz Brungs an Hertha BSC Berlin abgegeben wurde. Dies sollte sich im folgenden Jahr bitter rächen: der Club stand bald wieder am Ende der Tabelle. Merkel wurde im Frühjahr 1969 entlassen; sein Nachfolger Kuno Klötzer konnte nicht verhindern, dass der Club als amtierender Meister erstmals abstieg.

Merkel war bekannt durch sein manchmal allzu loses Mundwerk und seine unglaublich hohen Anforderungen an die ihm unterstellten Mannschaften. Dies kann ein Grund dafür sein, dass Merkels Erfolge eher kurzfristiger Natur waren und seine Mannschaften oft nicht an einen einmaligen Erfolg anknüpfen konnten.

Nach Beendigung seiner Trainerlaufbahn war Merkel bis ins hohe Alter noch regelmäßiger Kolumnist der Bild-Zeitung.

Literatur

  • Merkel, Max: Mit Zuckerbrot und Peitsche, Moderne Verlags GmbH, 1968, ASIN: B0000BSMS2
  • ders.: Das Runde ist der Ball, Herbig Verlag, 1989, ISBN-13: 978-3776615661
  • ders.: Läster-Lexikon des Fußballs, Ullstein, 1994, ISBN-13: 978-3548232102
  • ders.: Einwürfe. Fußballsprüche vom Spielfeldrand, Sportverlag, 1993, ISBN-13: 978-3328005841
  • ders.: Geheuert, gefeiert, gefeuert. Die bemerke(l)nswerten Erlebnisse eines Fußballtrainers, Goldmann-Verlag, 1984, ISBN-13: 978-3442039487

Siehe auch

Hans Meyer

Weblinks