Max Morlock

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Max Morlock
©: Roland Fengler/NZ

Max Morlock (* 11. Mai 1925 in Nürnberg, † 10. September 1994 in Nürnberg) war Nürnbergs wohl bekanntester Fußballspieler.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Keinem Kicker des 1. FC Nürnberg wird auch heute noch solche kultische Verehrung zuteil wie Max Morlock. Nicht einmal ein Jahr nach dem Tod des legendären Torjägers wurde der Platz vor dem Frankenstadion nach ihm benannt. Zudem tauften Fans die Nürnberger Spielstätte 2006 symbolisch in „Max-Morlock-Stadion“ um – aus Protest gegen die Umbenennung des Frankenstadions in easyCredit-Stadion.

Der Straßenfußballer vom Zabo begann seine Laufbahn einst bei Eintracht Nürnberg. Nach einem Jugendspiel, das die Eintracht gegen den Club mit 4:2 gewann, sicherte sich der große Lokalrivale die Dienste des talentierten Angreifers. Bereits mit 16 Jahren feierte der „Maxl“ unter Trainer Hans Schmidt am 30. November 1941 gegen Wacker München sein Debüt in der ersten Mannschaft.

Bis 1964 absolvierte er rund 900 Partien für den Club und erzielte dabei rund 700 Tore – eine Rekordmarke für die Ewigkeit. 1948 und 1961 feierte Morlock mit dem Club die Deutsche Meisterschaft. Trotz lukrativer Angebote anderer Vereine, auch aus dem Ausland, blieb der einsatzfreudige, kopfballstarke und schussgewaltige Stürmer den Franken stets treu. In der Gründungssaison der Bundesliga 1963/64 erzielte er mit 38 Jahren noch einmal acht Tore in 21 Spielen.

Unvergessen bleibt Morlock aber auch durch seine Auftritte in der deutschen Nationalmannschaft, mit der er 1954 in der Schweiz sensationell Weltmeister wurde. Am „Wunder von Bern“ war das Nürnberger Idol maßgeblich beteiligt, erzielte es doch im denkwürdigen Finale gegen Ungarn (3:2) in der zehnten Minute den wichtigen Anschlusstreffer zum 1:2. Wegen des Zweiten Weltkriegs brachte es Deutschlands „Fußballer des Jahres 1961“ lediglich auf 26 Länderspiele (21 Tore) – das erste am 22. November 1950 in Stuttgart gegen die Schweiz, das letzte im Dezember 1958 gegen Ägypten.

Nach seiner aktiven Karriere baute sich Morlock in Nürnberg mit einer Lotto- und Toto-Annahmestelle in der Pillenreuther Straße ein zweites berufliches Standbein auf. Am 10. September 1994 erlag der Familienvater und Träger des Bayerischen Verdienstordens einem Krebsleiden.

Ehrungen

  • 1961 „Fußballer des Jahres“
  • 1978 Bayerischer Verdienstorden
  • 1994 Max-Morlock-Platz (vor dem Nürnberger Frankenstadion)
  • Auch in Heimstetten und Neufahrn/Obb. sind Straßen nach Max Morlock benannt.

Veröffentlichungen

  • Maxl Morlock erzählt. Von der Schülerelf zur Weltmeisterschaft. 2. Auflage. München: Verlag der Süddeutschen Zeitung, 1955, 208 S.; 3. Auflage, 1957

Literatur

  • Walter Setzepfand: Max Morlock - 13, meine Glückszahl. München: Copress-Verlag, 1961, 111 S.
  • Christoph Bausenwein, Harald Kaiser, Bernd Siegler: 1. FC Nürnberg. Die Legende vom Club. Göttingen: Verlag Die Werkstatt, 1996, 383 S., ISBN 3-89533-163-5, hier: S. 152-156, 351
  • Harald Büttner/dpa: Vor 54 Jahren war die Türkei nur ein Spielball. Als Morlock dreimal traf .... In: Nürnberger Zeitung vom 25. Juni 2008 - NZ
  • Deutscher Fußball-Kulturpreis 2008. Jedem Sieger eine Trophäe: MAX Morlock, der Namenspatron. In: Deutsche Akademie für Fußball-Kultur - Fußball-Kultur

Siehe auch

Weblinks