Melanchthon-Gymnasium

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Melanchthon-Gymnasium Nürnberg
Schulform Humanistisches Gymnasium
Gründung 1526
Ort Nürnberg
Bundesland Bayern
Träger Freistaat Bayern
Schüler 830
Lehrer 67
Anschrift Sulzbacher Straße 32
90489 Nürnberg
Telefon 0911 231-5540
Telefax 0911 231-5558
E-Mail sekretariat@melanchthon-gymnasium.de
Webseite http://www.melanchthon-gymnasium.de/
Schulleiter OStD Otto Beyerlein
Wappen
Melanchthon-Gymnasium (Altbau)

Das Melanchthon-Gymnasium ist ein staatliches Gymnasium in Nürnberg.

Inhaltsverzeichnis

Überblick

Das Melanchthon-Gymnasium wurde 1526 in Nürnberg gegründet. Es ist eine der ältesten Schulen in Deutschland und eines von vier bayerischen Gymnasien, das ausschließlich die Sprachreihenfolge Latein - Englisch - Altgriechisch anbietet und bis heute keinen Französisch-Zweig hat. Die Schule hat eine langjährige evangelische Tradition - schließlich war Philipp Melanchthon ein Weggefährte des Reformators Martin Luther.

Die Schule befand sich lange Zeit am Egidienplatz, zog jedoch 1910 in das jetzige Gebäude an der Sulzbacher Straße 32 um. Das Gebäude wurde in den 1970er-Jahren durch einen Neubau erweitert. Vorher mussten Klassen in benachbarte Pfarrsäle oder den benachbarten Rotkreuz-Bau ausweichen.

Das Melanchthon-Gymnasium hat derzeit etwa 830 Schüler; zu Zeiten der geburtenstarken Jahrgänge waren es bis zu 1.300 Schüler.

Im Gegensatz zu manch anderem humanistischen Gymnasium beschreiben ehemalige Schüler das Klima am Melanchthon-Gymnasium als durchaus liberal.

Schulleiter

  • 1808-1813: Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770–1831)
  • 1817-1821: Adam Götz
  • 1821-1843: Dr. Karl Ludwig Roth (1790–1868), Theologe, Rektor, Einführung einer 'Privat-Elementarschule' als Vorschule zur Auslese der zukünftigen Gymnasiasten, seit 1837 obligatorischer Turnunterricht, 1843 Ehrenbürger
  • 1956-1962: Alfred Heubeck (1914-1987)
  • 1962-1970: Dr. Karl Lanig (1915-1974)
  • 1970-1988: Hans Köhler (1924-2013), Vater des Finanz- und Personalreferenten der Stadt Nürnberg, Wolfgang Köhler
  • 1988-2004: Hartmut Fritz (1941-2009)
  • Seit 2004: Otto Beyerlein

Bekannte Schüler

  • Anthus, Gustav Philipp Blumröder (1802–1853), Arzt, Psychiater, Politiker und Romancier
  • Rudolf Benario (1908-1933), Schüler von 1918 bis 1923, promovierter Volkswirt, ermordet im KZ Dachau
  • Wilhelm Raimund Beyer (1902-1990), Rechtsphilosoph, Hegel-Forscher und Gründer der „Internationalen Hegel-Gesellschaft“
  • Friedrich Bock (1886-1964), Direktor der Stadtbibliothek Nürnberg von 1921 bis 1951, Autor von „Zur Volkskunde der Reichsstadt Nürnberg“ (1959)
  • Gerhard Hirschmann (1918-1999), Historiker, 1970 bis 1983 Direktor des Stadtarchivs Nürnberg
  • Jonas Lanig (* 1950), Gymnasiallehrer, Nürnberger GEW-Vorsitzender und Politiker (SPD)[1]
  • Hans Meiser (1881–1956), Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern
  • Eckart Severing (* 26. März 1957), ao. Professor im Institut für Pädagogik der Universität Erlangen-Nürnberg
  • Wilhelm Schwemmer (1901-1983), Kunsthistoriker und Leiter der Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg
  • Karl Otto Freiherr Stromer von Reichenbach (1831–1891), 1867 Erster Bürgermeister der Stadt Nürnberg
  • Georg Witschel (* 10. Mai 1954), Diplomat, deutscher Botschafter in Indonesien, zuvor Kanada[2]

Literatur

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Jonas Lanig: Biographisches
  2. Deutsche Botschaft, Jakarta (Indonesien): Botschafter Dr. Georg Witschel
    * Wikipedia: Georg Witschel