Michael Horlacher

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Michael Horlacher (* 18. Januar 1888 in Pottenstein; † 12. Oktober 1957 in Bad Tölz) war ein fränkischer Politiker.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Werk

Der als Sohn eines Bauunternehmer in Pottenstein geborene Michael Horlacher studierte an der Universität München, dieses Studium schloss er 1913 mit der Promotion über die Bodenpreisbewegungen in Bayern ab. Wurde danach Mitarbeiter am Bayerischen Statistischen Landesamt und wechselte 1916 zum Statistischen Reichsamt in Berlin über. In den Jahren 1917/1918 war er volkswirtschaftlicher Schriftleiter der "München-Augsburger Abendzeitung". Des Weiteren war er Geschäftsführer der handelspolitischen Vereinigung landwirtschaftlicher Körperschaften Bayerns einschließlich Müllerei und Mälzerei. Er wurde Mitglied der Bayerischen Volkspartei; als solcher Abgeordneter im bayerischen Landtag von 1920 bis 1924 und wurde 1924 als Abgeordneter in den Reichstag gewählt. Dem Reichstag gehörte er bis 1933 an. Nach der NS-Machtergreifung erhielt er Berufsverbot und wurde in der Aktion gegen die BVP in „Schutzhaft“ genommen. 1944 kam er in das KZ Dachau, in dem er bis zur Beendigung des Krieges verblieb. 1945 war er Mitbegründer der CSU. Als stellvertretender Vorsitzender war er von 1948 bis 1952 in dieser Partei wie auch beim Bayerischen Bauernverband tätig. Staatskommissar für das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen im bayerischen Landwirtschaftsministerium in den Jahren 1945 bis 1950. Als Präsident der Verfassungsgebenden Landesversammlung wurde er 1946 tätig. Präsident des Bayerischen Landtages in den Jahren 1946 bis 1950. Er gehörte dem Deutschen Bundestag in den Jahren 1949 bis 1957 an. Weiterhin hatte er zahlreiche Verwaltungsrats- und Aufsichtsratsmandate inne.

Literatur

  • Deutsche Biographische Enzyklopädie 5. Band, Seite 137, 2. Ausgabe 2006 by. K.G. Saur München

Siehe auch

Weblinks