Museum Georg Schäfer Schweinfurt

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Georg-Schäfer-Museum Schweinfurt

Das Museum Georg Schäfer in Schweinfurt beherbergt die Privatsammlung des Industriellen Georg Schäfer zur deutschen Malerei des 19. Jahrhunderts, mit Schwerpunkten vom späten Rokoko über den Klassizismus und die Romantik bis zum Impressionismus.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Bereits von seinem 1925 verstorbenen Vater hatte Georg Schäfer einige Gemälde altdeutscher Malerei geerbt. Einen Großteil seines seit mit Wälzlagern erworbenen Vermögens investierte er seit den 1950-er Jahren in die Sammlung. 1988 einigten sich die Stadt Schweinfurt und die Familie Schäfer auf die Errichtung eines Museums. Doch mussten die Pläne auf Eis gelegt werden, als FAG Kugelfischer 1993 in eine existenzgefährdende Krise geriet und die Sammlung an Banken verpfändet wurde.

Der ursprüngliche Bestand der Sammlung Schäfer ist nicht völlig identisch mit den Gemälden der heutigen „Sammlung-Dr.-Georg-Schäfer-Stiftung“, die seit dem Jahr 2000 in Schweinfurt ausgestellt sind. Von den nicht in die Stiftung überführten Teilen wurden 42 altdeutsche Gemälde der Dürerzeit 2003 vom Freistaat Bayern für die Kunstsammlungen auf der Veste Coburg erworben. Weitere Gemälde aus Randbereichen der Sammlung wurden in den Jahren 2000 und 2005 bei Christie’s in Düsseldorf und Neumeister in München versteigert. Der Erlös dieser für den Sammlungsbestand als weniger wichtig eingestuften Gemälde lag bei über 12 Millionen Euro. 2005 erfolgte durch die Familie Schäfer eine bemerkenswerte Zustiftung an Gemälden, die in jüngerer Zeit auf dem Kunstmarkt erworben worden waren. Kurator der Sammlung ist der Kieler Kunsthistoriker Jens Christian Jensen. Museumsleiterin ist seit 2000 Dr. Sigrid Bertuleit.

Architektur

Das Gebäude ist eines der Hauptwerke des Berliner Architekten Volker Staab, der dafür mit dem BDA-Preis Bayern 2001 und dem Architekturpreis Beton 2001 ausgezeichnet wurde und zählt zu den wichtigen Museumsneubauten der Gegenwart. Staab konzipierte eine „Schatztruhe“, die so Oliver Herwig, „durch gewaltige Einschnitte, Ecken und Kanten, Rampen und Stufen“ gekennzeichnet ist. „Neben den großartigen Gemälden trägt die Architektur die Atmosphäre des Hauses“.

Sammlung

Die Sammlung Schäfer umfasst eine umfangreiche Spitzweg-Kollektion mit 160 Gemälden und 110 Zeichnungen, darüber hinaus unter anderem Werke von Caspar David Friedrich, Ferdinand Georg Waldmüller, Carl Rottmann, Domenico Quaglio, Albrecht Adam, Wilhelm von Kobell, Fritz von Uhde, Wilhelm Leibl, Adolph Menzel, Franz von Lenbach, Hans Thoma bis hin zu Lovis Corinth, Max Liebermann, Max Slevogt und Max Beckmann.

Neben wechselnden Ausstellungen liegt der Schwerpunkt der ständigen Bestandspräsentation vor allem auf der im deutschsprachigen Raum entstandenen Malerei des 19. Jahrhunderts, vom späten Rokoko über den Klassizismus und die Romantik bis zum deutschen Impressionismus.

Öffnungszeiten

  • Von Dienstag bis Sonntag: 10 - 17 Uhr, Donnerstag: 10 - 21 Uhr, Montags geschlossen
  • Faschingsdienstag, Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag und Silvester geschlossen
  • Museumsbuchhandlung und Café während der Museumszeiten geöffnet

Eintrittspreise

  • Erwachsene: 7 €, ermäßigt 6,- € (Schwerbehinderte und Gruppen ab 10 Personen)
  • Freier Eintritt für Kinder bis 6 Jahre
  • Kinder von 6 bis 14 Jahren: 2 €
  • Familienkarte: 12 €
  • Schüler im Klassenverband: 1 €
  • Studenten: 2,50 €

Führungen

  • Buchungen sind 10 Tage im Voraus unter folgender Telefonnummer möglich: 09721 514830
  • 60 Minuten: 55 € (zzgl. Museumseintritt)
  • 90 Minuten: 80 € (zzgl. Museumseintritt)
  • Führungen für Schulklassen: 31 € (zzgl. Museumseintritt)

Karte

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Siehe auch

Weblinks