Neuer Ebracher Hof (Bamberg)

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Der barocke Ebracher Hof in der UNESCO-Welterbe-Stadt Bamberg

Unterer Kaulberg 4 zu Bamberg ist ein Gebäude des Klosters Ebrach, dessen Geschichte bis zum Jahr 1213 zurück reicht und als der "Neue Ebracher Hof" bekannt ist.

Inhaltsverzeichnis

Chronik

Im Jahr 1213 erscheint in Archivalien die Bezeichnung "Hof der Herren von Eberahe" dem Chor der Oberen Pfarre gegenüber. Dieser Besitz erscheint in den archivischen Beständen des Klosters Ebrach erst 1340 und nennt diesen Besitz "Curia". Im Laufe des 16. und 17. Jahrhunderts konnte das Kloster Ebrach daran angrenzende Anwesen erwerben. So auch das Haus der Eseler, welches ab 1680 einen Neubau wich und als der "Alte Ebracher Hof" bekannt ist.
Nachdem die Zurückhaltung der dem Orden aufgetragenen ist wich begannen die Zisterziensermönche von Ebrach für dieses Anwesen, in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts einen repräsentativen Neubau zu planen.
Der 1760 genehmigte Neubau, der durch Maurermeister Martin Mayer bereits 1761 im Rohbau fertig war, wurde durch die seit 1756 geplante Verbreiterung des Kaulbergs wieder abgebrochen. Die daraufhin zurückgesetzte Grundstücksgrenze und dabei verlorene Grundstücksfläche wurde durch Ankauf daran angrenzender Häuser wieder ausgeglichen.
Die Planierung des Baugrundes, die erworbenen Anwesen waren bereits abgebrochen, begann im März 1763.
Wohl im Jahr 1765 wurde mit dem Neubau begonnen. Ob der 1761 vorgelegte Riss von Johann Jakob Michael Küchel ausgeführt wurde, oder ob nach einer Planung des Stadtmaurermeisters Martin Mayer verfahren wurde ist aufgrund eines Gemäldes das ihn mit der Vorderfront des Anwesens zeigt anzunehmen. Die Fertigstellung der begleitenden Flügelbauten hat sich bis 1773 hingezogen.
Die skulpturale Ausschmückung wurde durch den Bildhauer Ferdinand Dietz 1766 gefertigt
Mit Übergang der fränkischen Staaten an das Kurfürstentum Bayern gelangte auch dieser Bau in bayerischen Staatsbesitz.

Nutzung nach 1802

  • 1803-1862 Rentamt
  • 1862-1939 Sitz des Bezirksamtes Bamberg II
  • 1939-1967 Sitz des Landratsamtes
  • 1961 Kauf des Gebäudes durch das Landratsamt Bamberg
  • 1967 Kauf des Gebäudes durch den bayerischen Staat
  • 1967-2000 (?) Sitz der Justizkasse
  • 2000 - Verwaltung und Appartements des Internationalen Künstlerhauses "Villa Concordia"

Zum Aufbau dieser Seite herangezogene Quellen

Einzelnachweise

  • Die Kunstdenkmäler von Oberfranken, Stadt Bamberg, Band 4, Seite 478-492

Weblinks