Neues Gymnasium (Nürnberg)

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Das Neue Gymnasium ist ein staatliches Humanistisches und Neusprachliches Gymnasium in Nürnberg.

Neues Gymnasium Nürnberg
© Hagen Gerullis/NZ

Inhaltsverzeichnis

Überblick Neues Gymnasium

Adresse: Weddigenstraße 21

Baujahre: 1958 und 1959

Architekt: Friedrich Seegy

Bekannte Lehrer

Bekannte Schüler

  • Fritz Josephthal (1890-1954), Rechtsanwalt [1]
  • Artur Michael Landgraf (1895-1958), Prof. Dr. theol., Weihbischof, Schriftsteller [2]

Literatur

  • Richard Klein (Hrsg.): 100 Jahre Neues Gymnasium Nürnberg. Festschrift 1889-1989. Hrsg. im Auftrag der Freunde des Neuen Gymnasiums e.V. - Donauwörth: Ludwig Auer, 1989, 544 S., ISBN 3-403-01923-3
  • André Fischer: Aulas zum Wohlfühlen. In: Nürnberger Zeitung vom ...

Siehe auch

Weblinks

  • Neues Gymnasium Nürnberg - im Netz
  • Neues Gymnasium Nürnberg - Wikipedia
  • Weiße Absolvia Nürnberg, die Verbindung am NGN - im Netz

Artikel in der NZ

Die NZ veröffentlichte im Rahmen der Serie "Architektur in Nürnberg" folgenden Artikel zu den beiden Schulen.

  • Originaltext! Dieser Text stammt aus der Nürnberger Zeitung, ist urheberrechtlich geschützt und deshalb nicht editierbar. Das Anlegen weiterer Abschnitte ist aber durchaus erwünscht!

Aulas zum Wohlfühlen

von André Fischer

Mit dem Sigena-Gymnasium in der Gibitzenhofstraße und dem Neuen Gymnasium in der Weddigenstraße verfügt Nürnberg über zwei Schulgebäude aus den 50er Jahren, deren Architektur noch heute überzeugt. Die Entwürfe für beide Schulen stammen im Übrigen von einem Architekten. Friedrich Seegy gelang es, zwei höchst unterschiedliche Schulen zu planen.
Sigena- und Neues Gymnasium haben die schönsten Aulas aller Nürnberger Schulen. Kein schulischer Nachfolgebau konnte die architektonische Wohlfühlqualität der beiden Hallen übertreffen. Beide Schulen haben aber ein Problem: Weil Feuertreppen nachgerüstet werden müssen, könnte die architektonische Gestalt leiden.
Für den mehrteiligen Schulkomplex des Sigena-Gymnasiums hat wohl die Volksschule am Hardhof im Norden Münchens (Architekten Adolf und Helga Schnürle) Pate gestanden. Hier wie dort gruppieren sich über insgesamt drei Geschosse hufeisenförmig die Klassen- und Lehrerräume um eine große, an einen Marktplatz erinnernde Halle. Erschlossen werden die Räume über Galerien mit dünnen, eisernen Stabgeländern, zu denen eine doppelläufige, frei gespannte Treppenanlage hinaufführt. Die Marktplatzsituation im Sigena-Gymnasium wird unterstrichen durch die mosaikartig, sehr lebendig verlegten Bodenplatten aus Naturstein, und die riesige, gebäudehohe Verglasung nach Westen. Auf der Innenseite liegt ein Pflanzbeet vor dem Fenster, aus dem sich typische, in den 50-er Jahren verwendete Pflanzen, wie Gummibaum, Birkenfeige und Sukkulenten emporranken.
An das Hauptgebäude sind nach Süden und Südosten niedrigere Gebäudeflügel mit weiteren Klassenräumen sowie im Osten Mehrfachturnhalle und Gymnastikraum angebaut. Über einen Verbindungsgang im Norden erreicht man die Hausmeisterwohnung, die, zweigeschossig, mit flach geneigtem Satteldach, auch am Ufer eines der oberitalienischen Seen stehen könnte.
An besonderen Details sind noch zu erwähnen: Das leicht schräg vorkragende Fensterelement des Musiksaals im 2. Obergeschoss, die V-förmigen Stützen vor dem ebenso gestalteten Geländer am Eingang zum südlich an das Hauptgebäude angeschlossenen Seitenflügel, die typischen, auskragenden, konisch zulaufenden Flachdächer, sowie die bis ins Feinste durchgearbeiteten Ausstattungsdetails, wie Lampen, Geländer, Bodenbeläge und Wandverkleidungen. In den Vorjahren wurde die Fensteranlage des südlichen Seitenflügels erneuert.
Dabei wurde sowohl den energetischen Belangen als auch der filigranen Optik der Fensteranlage Rechnung getragen. Sehr problematisch am Sigena-Gymnasium sind die Belange des Brandschutzes. Die Räume, die sich hufeisenartig um die Halle gruppieren, haben keinen zweiten baulichen Rettungsweg. So müssen beiderseits der Fassaden neue Treppentürme errichtet werden, die sich jedoch, abgerückt von der Fassade, aus filigranen Stahlprofilen und dann komplett begrünt, einfügen sollen, aber durchaus als neue Zutat erkennbar sind.