Obertrubach

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Obertrubach
Ortstyp Gemeinde
Land Deutschland
Bundesland Bayern
Regierungsbezirk Oberfranken
Landkreis Forchheim
Höhe 434 m ü. NN
Fläche 21,1 km²
Einwohner 2.182 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte 103 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen FO
Gemeindekennzahl 09 4 74 156
Anschrift Teichstr. 5

91286 Obertrubach

Telefon 09245 988-0
Telefax 09245 988-20
E-Mail obertrubach@trubachtal.com
Webseite http://www.trubachtal.com
Bürgermeister Willi Müller

Obertrubach ist eine Gemeinde im Landkreis Forchheim im Regierungsbezirk Oberfranken.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Wie der Name sagt, liegt Obertrubach im Trubachtal.

Rundblick von der Staatstraße auf Obertrubach
©: Daniela Harbeck-Barthel/NN

Religionen

Obertrubach ist überwiegend katholisch.

Geschichte

  • 1007 wird Truhobaha erstmals in der Schenkungsurkunde König Heinrich II. erwähnt. Heinrich II. (1002-1024) schenkt seine Stiftung dem Bistum Bamberg den Königshof Forchheim samt seinen 36 Besitzungen, darunter Obertrubach (?).
  • Nach neueren Erkenntnissen bezieht sich die Schenkungsurkunde nicht auf Obertrubach sondern auf Untertrubach. Obertrubach soll nach diesen Forschungsergebnissen eine spätere ritterschaftliche Gründung, somit um 1300, sein.
  • 1055 entzog Kaiser Heinrich III. (1036-1056) dem Bistum Bamberg diese Schenkung
  • 1062 gibt der Reichsverweser Anno, Bischof von Köln, als Vormund des unmündigen Königs Heinrich IV. diese Besitzung wieder an das Bistum Bamberg zurück.
  • 1069 schenkt, nun volljährig, Heinrich IV. (1056-1106) den Domkanonikern einen Wildbann, die Teile der heute bekannten Fraischgrenze mit einschließt.
  • 1109 schenkt Bischof Otto I. (1102-1139) zur Dotierung des wiederbegründeten Stifts St. Jakob diesen u.a. die Ortschaft Trubach. In dieser Schenkungsurkunde findet sich keine Nennung der Kirche.
  • 1143 bestätigt Papst Coelsetin (1143-1144) dem Stift St. Jakob zu Bamberg seine Besitzungen und das Patronatsrecht zu Truobaha (= Obertrubach?). Erstmalige Erwähnung der Kirche
  • 1227 kommt es zu einem Zwist zwischen St. Jakob und dem Pfarrer zu Bühl, welcher das Präsentationsrecht auf die Kirche zu Obertrubach beansprucht. Der Streit geht zugunsten der Stifts St. Jakob aus.
  • 1290 verlieh der Bischof von Würzburg - Manegold von Neuenburg (1287-1303), welcher vorher Bischof von Bamberg war - den Altzehnt in Obertrubach an die Herrn von Egloffstein.
  • 1303 erstmalige Erwähnung einer Burg in Obertrubach in Besitz der Herrn von Egloffstein.
  • 1502 verkauft Jobst von Egloffstein die Burg Leienfels mit dem sieben zu diesem Amt gehörenden Anwesen in Obertrubach an das Hochstift Bamberg. Durch diesen Verkauf, und den Zurückgang des Einflusses des Stifts St. Jakob konnte das Hochstift Bamberg mit den Herrn Egloffstein das Patronatsrecht gemeinsam ausüben.
  • 1524 wurden Kirche und Burg im Bauernkrieg zerstört. Anstelle der Burg trat ein Edelmannshof; die Kirche blieb bis 1543 zerstört
  • 1537 erstmalige vertragsgemäße Grenzziehung zwischen dem Hochstift Bamberg und der Freien Reichsstadt Nürnberg. Südlich des Baches wurde Obertrubach nürnbergischer Besitz und pfarrte in die evang.-luth. Gemeinde Hiltpoldstein, der nördliche Teil des Ortes verblieb beim Hochstift Bamberg.
  • 1543 wurde unter Genehmigung des Georg VIII von Egloffstein zu Obertrubach und des Amtmannes Ernst von Wichsenstein eine Sammlung zum Bau einer Kirche in Obertrubach durchgeführt.
  • um 1600 wurde der nördliche Teil, der hochstiftische Besitz, rekatholisiert.
  • 1607 wurden mit Vertrag die 1537 festgelegte Grenze vermarkt und mit Grenzsteinen gesichert.
  • 1611 Bau eines Schulhauses
  • 1618 nach der beendeten Rekatholisierung nahm der Bischof des Fürstbistums Bamberg alleinig das Patronatsrecht wahr.
  • 1648 oder danach wurde mit dem Neubau, unter Beibehalt des spätgotischen Turmes, der Kirche, welche im 30jährigen Krieg zerstört wurde, begonnen und 1658 - unter Pfarrer Johann Wolfgang Winkler vollendet.
  • 1694-1724 Barockisierung der Kirche
  • 1759 erfolgte der letzte aktenkundig gewordene Zwischenfall zwischen Bamberger und Nürnberger Bevölkerung.
  • 1803 gelangte der Bamberger Gebietsteil an Bayern
  • 1806 gelangte auch der Nürnberger Gebietsteil von Obertrubach an Bayern
  • 1888 Renovierung der Kirche
  • 1933 entdeckte im Umkreis von Obertrubach Dr. C. Gumpert aus Ansbach eine bis dahin unbekannte Jurakultur aus der Steinzeit.
  • 1937 trat Robert Grieb sein Amt als Pfarrer an
  • 1949 Planung des Marienheimes
  • 1954 Abbruch der barocken Kirche unter Beibehaltung des spätgotischen Turmes
  • 1956 am 25. Mai wurde die neue Kirche mit moderner Ausgestaltung eingeweiht.
  • 1962 erwarb das Ketteler-Familien-Erholungswerk zum Bau des Feriendorfes "St. Joseph" Grundstücke in Erbbaurecht, in mehreren Bauabschnitten war dieses Projekt 1978 vollendet
  • 1971 Obertrubach erhält durch die Gebietsreform erstmals ein eigenes Wappen
  • 1975 wurde Obertrubach zum staatlich anerkannten Erholungsort ernannt.


Politik

Bürgermeister

  • Willi Müller

Orte der Gemeinde Obertrubach


Kultur und Sehenswürdigkeiten

Sehenswertes

Architektonisches

Obertrubach
Bärnfels
Geschwand
Untertrubach
Wolfsberg

Parks und Erholungsanlagen

  • Frankenweg
  • Klettergebiet oberes Trubachtal
  • Signalstein bei Geschwand

Vereine

Freiwillige Feuerwehren

  • Freiw. Feuerwehr Bärnfels
  • Freiw. Feuerwehr Geschwand
  • Freiw. Feuerwehr Obertrubach
  • Freiw. Feuerwehr Wolfsberg

Heimatvereine

  • Fränkische-Schweiz-Verein Bärnfels
  • Fränkische-Schweiz-Verein Geschwand
  • Fränkische-Schweiz-Verein Wolfsberg
  • Fränkische-Schweiz-Verein Obertrubach

Kultur

  • Obst- u. Gartenbauverein Geschwand
  • Soldaten- u. Kriegerverein Obertrubach
  • Soldaten- u. Kriegerverein Wolfsberg
  • Theatergruppe Geschwand

Musik und Gesang

  • Jagdhornbläser Obertrubach u. Umgebung
  • Jugendblaskapelle St. Laurentius
  • Kirchenchor St. Felicitas Untertrubach
  • MGV "Gemütlichkeit" Geschwand
  • MGV "Liederkranz" Obertrubach

Soziales

  • KAB Obertrubach
  • VdK Obertrubach

Sport

  • Winter-Sport-Club Brettl-Rutscher e.V.
  • Motorradfreunde Trubachtal
  • Spielvereinigung Obertrubach
  • TSC Bärnfels
  • TSV Geschwand
  • Sportverein Wolfsberg
  • Schützengilde Trubachtal

Stammtische

Sonstige Vereine

  • Vogel- u. Geflügelzuchtverein

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Obertrubach ist über die Bundesstraße 2 und über Bundesautobahn 9 erreichbar.

Persönlichkeiten

Bürgermeister

  • xxxx - 2002 Hans Albert

Ehrenbürger

  • 2002 wird Pfarrer Werner Wolf aus Anlass seines 18jährigen Amtes als Pfarrer Ehrenbürger

Bekannte Persönlichkeiten

  • Johann Riegel, Pfarrer 1545-1552
  • Johann Holler, Pfarrer 1563-1564
  • Johann Rosenschön, Pfarrer 1596-1606
  • Robert Grieb, Pfarrer 1937-xxxx

Sonstiges

Friedhof

  • Wolfgang Güllich (* 24. Oktober 1960 in Ludwigshafen; † 31. August 1992 in Ingolstadt), ein Sportkletterer und eine Ausnahmeerscheinung im Klettersport liegt auf dem Friedhof der Pfarrkirche St. Laurentius begraben. Sein naturbelassener Grabstein wird von Sportkletterern aus aller Welt besucht und mit Seilstücken und anderer Kletterausrüstung geschmückt.

Literatur

  • Elke Roeder: Streit um «Sex in Obertrubach«. Erbin des Autors Ralf Huwendiek verklagte Ensemble «Feinton«. In: Nordbayerische Nachrichten für Pegnitz und Auerbach vom 20. August 2009 - NN Pegnitz/Auerbach
  • Norbert Haas: Obertrubach, eine heimatkundliche Studie - im Andenken an meine Vorfahren aus Obertrubach. 96007 Bamberg, Postfach 1646, Norbert Haas. Teil 1. Ort: Obertrubach, 1988, 16 S.
  • Josef Pfanner: Historisches Ortsnamenbuch von Bayern. Oberfranken Band 2: Landkreis Pegnitz. Kallmünz: Laßleben, 1965, 27 u. 76 S., ISBN 3-7696-9864-9

Siehe auch

Weblinks

Karte

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