Ottfried Graf von Finckenstein

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Ottfried Graf von Finckenstein, (* 18. April 1901 in Schönberg bei Marienwerder/Westpreußen; † 23. November 1987 in Ottawa/Kanada) war freier Schriftsteller und Übersetzer.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Der Nachkomme aus preußischem Uradel nahm er ab 1917 als Kriegsfreiwilliger am 1. Weltkrieg teil. Nach dem Krieg nahm er das Studium der Volkswirtschaftslehre auf und schloss dieses mit Promotion an der Universität Jena ab. Danach war er bis 1931 in Bankgeschäften, so in Berlin, der Schweiz, in Holland und den USA, tätig. 1931 zog er auf ein Fischereigehöft in Buchfelde/Westpreußen und war seit dieser Zeit als freier Schriftsteller tätig. Im Jahr 1942 bei dem Großdeutschen Dichtertreffen konferierten die dort anwesenden Angehörigen des Bamberger Dichterkreises darüber, ob Otto Bruens und Ottfried Graf von Finckenstein mit in den diesen Zirkel berufen werden sollen. Durch die Selbstauflösung des Bamberger Dichterkreises hat sich die Fragestellung dann von selbst erledigt.

Am 2. Weltkrieg nahm er als Offizier teil.

Nach dem Krieg ließ er sich in Geschendorf/Schleswig-Holstein nieder. Dort war er dann von 1950 bis 1954 Leiter des Landeskulturverbandes Schleswig-Holstein, anschließend Journalist in Bonn und Valparaíso/Chile.

Er war Professor für Deutsch an der Universität Ottawa in Kanada

Ehrungen

  • 1938 Volkspreis für deutsche Dichtung (Raabe-Preis Braunschweig)
  • 1942 Herder-Preis der Universität Königsberg

Werke (Auswahl)

  • 1936 Fünfkirchen
  • 1937 Der Kranichschrei
  • 1949 Liebende (Novelle)
  • 1950 Schwanengesang, Roman einer versunkenen Heimat
  • 1959 C. Moraze, Das Gesicht des 19. Jahrhunderts. Die Entstehung der modernen Welt (Übersetzung)


Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  • Deutsches Literatur-Lexikon, begründet von Wilhelm Kosch, bei Francke Verlag Bern und München, 1978, Band 5, Spalte 15
  • Deutsches Literatur-Lexikon "Das 20. Jahrhundert", begründet von Wilhelm Kosch, bei K.G. Saur Verlag Zürich und München, 2005, Band 8, Spalte 568