Paul Lautensack

Aus Franken-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Paul Lautensack (* 1478 in Bamberg; † 15. August 1558 in Nürnberg) war ein Organist und Maler.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Paul Lautensack war in Bamberg an der Oberen Pfarre als Organist und Kirchenpfleger tätig sowie seit 1525 als Gassenhauptmann und Ratsherr.

1503 erwarb er das Anwesen Unterer Kaulberg 1 in Bamberg. Seit 1506 war er als Maler für Fürstbischof Georg III. Schenk von Limburg tätig und schuf für die Wallfahrtskirche zu Grimmenthal in Thüringen eine Reihe von Heiligendarstellungen.

Er übersiedelte aufgrund seiner christlich-reformerischen Ideen nach Nürnberg und erwarb dort das Bürgerrecht. Aufgrund seiner theologischen Spekulationen erschien er auch dem Rat der Stadt Nürnberg als Schwärmer und Sektierer und wurde 1542 aus der Stadt gewiesen. 1545 kehrte er zurück und lebte zurückgezogen bis zu seinem Tode.

Paul Lautensack war wahrscheinlich dreimal verheiratet, nämlich mit Barbara Graf, Magdalena Ringmacher und Anna Gerstner. Nachkommen waren Hans Sebald Lautensack und Heinrich Lautensack.

Ein von seinem Sohn Hans Sebald Lautensack 1552 gestochenes Bildnis zeigt ihn als 73-jährigen Mann.

Hinterlassenes

In Nürnberg erscheint ein bildpüchlein, möglicherweise das 1619 neu aufgelegte Druckwerk Offenbarung Jesu Christi.

Seine handschriftlichen theologischen Schriften befinden sich in den Bibliotheken von Bamberg, Berlin und London, zehn Bilder, die zu einem Altarwerk gehörten, im Bayerischen Nationalmuseum München. Weitere Werke befinden sich im Germanischen Nationalmuseum.

Ehrungen

Literatur

  • Paul Lautensack, Maler und Musiker (Biographie) - HdbG [darin anklicken: „weitere Informationen“]
  • Thieme-Becker: Künstlerlexikon, Band 22, Seite 463
  • Hans Paschke:Unter unserer Lieben Frauen Pfarre zu Bamberg. Bamberg: Kulturamt, 1967, 80 S. (Studien zur Bamberger Geschichte und Topographie; Heft 34) hier: Seite 56 ff.
  • Norbert Haas: Namensregister zu dem 56-bändigen Werk: „Studien zur Bamberger Geschichte und Topographie“ von Hans Paschke
  • Alexa von Aufseß: Die Altarwerkstatt des Paul Lautensack unter besonderer Berücksichtigung ihrer Verbindung zur Werkstatt des Pulkauer Altars. Baden-Baden; Strasbourg [Straßburg]: Heitz, 1963, 98 S. (Studien zur deutschen Kunstgeschichte; Band 336)
  • Hans-Ulrich Hofmann: Luther und die Johannes-Apokalypse, dargestellt im Rahmen der Auslegungsgeschichte des letzten Buches der Bibel und im Zusammenhang der theologischen Entwicklung des Reformators. Zugleich: Universität Erlangen-Nürnberg, Dissertation 1977. Tübingen: Mohr, 1982, XIV, 745 S., ISBN 3-16-144584-8 (Beiträge zur Geschichte der biblischen Exegese; 24) [Darin „Auseinandersetzung mit Paul Lautensack“, auf Seite 551, Fußnote 1: Zur Biographie Paul Lautensacks vgl. Thieme–Becker, Künstlerlexikon 22, S. 463 f., Br 6, S. 436 f.; Zeltner, Lautensack; Leitschuh Studien, S. 57-62; Zoff, Hans Sebald Lautensack, S. 1-5; Schmitt, Hans Lautensack, S. 3f und 45-51 (Dokumente); Abbildung Nr. 1 (Portrait dazu S. 8 und 62); Metzner, Lautensack]
  • Friedrich Blume (Hrsg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Allgemeine Enzyklopädie der Musik. Unter Mitarbeit zahlreicher Musikforscher des In- und Auslandes. Kassel; Basel; London; New York, NY; Prag: Bärenreiter Band 16, 1979, S. 1094-1096
  • Franz Krautwurst: Neues zur Genealogie der Nürnberger Organistenfamilie Lautensack. In: Musik in Bayern 25 (1982), S. 57-69

Siehe auch

Weblinks

  • Paul Lautensack - Wikipedia
  • Paul Lautensack, Brustbild des 51jährigen Malers - HdbG