Pegnitz

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Die Pegnitz ist der östliche Quellfluss der Regnitz in Franken. Die Pegnitz ist der größte Fluss im Landkreis Nürnberger Land. In der Nürnberger Mundart heißt die Pegnitz „Bengerdz“.

Kanufahrer auf der Pegnitz zwischen Lungsdorf und Vorra. © Erik Stecher/NZ

Inhaltsverzeichnis

Zur Wortgeschichte

Nach Herbert Maas reicht die Entstehung des Namens „Pegnitz“ bis ins erste Jahrtausend vor Christi Geburt zurück, im Jahre 889 Pagniza, 912 Paginza und 1015 Pagancia. Pegnitz heiße einfach „fließendes Wasser“.[1]

Orte an der Pegnitz

Die Pegnitz kommt von Nordosten, erreicht nördlich von Neuhaus das Kreisgebiet und fließt dann in südlicher Richtung. Westlich von Pommelsbrunn wendet sie sich nach Westen, durchfließt dann unter anderem die Städte Hersbruck und Lauf an der Pegnitz und verlässt das Kreisgebiet im Westen an der Stadtgrenze zu Nürnberg wieder.

Hochwasser

Die Nürnberger Innenstadt war zuletzt 1909 von Hochwasser betroffen.

Mehr unter Hochwasserschutz in Nürnberg.

Literatur

  • Friedrich Mayer: Malerische Wanderung durch das Pegnitzthal von der Quelle bis zur Mündung. Mit gestochenem Titel, gestochener Karte und 24 Stahlstichen von Alexander Marx. Nürnberg: Tümmel, 1844, 240 S.
  • Friedrich Mayer: Malerische Wanderung durch das Pegnitzthal von der Quelle bis zur Mündung. Mit 24 Stahlstichen nach das Natur gezeichnet u. gestochen von Alexander Marx. Nachdruck der Ausgabe Nürnberg, 1844, Zirndorf: Leipold, 1988, 240 S.
  • Herbert Liedel; Helmut Dollhopf: Die Pegnitz. Augenblicke eines Flusses. Mit Beiträgen von: Kurt Endres .... - Würzburg: Stürtz, 1982, 120 S.
  • Florian Kaiser: Bilanz nach fünf Jahren «Stadt am Fluss». An und in der Pegnitz lebt es sich bestens. In: Nürnberger Zeitung Nr. 219 vom 18. September 2008, S. 10 - NZ
  • Herbert und Hannelore Liedel: Die Pegnitz im Lauf der Zeit. Nürnberg: H. und H. Liedel, 2009, 168 S., ISBN 978-3-00-028315-4
  • Thomas Kohl: Mehr als nur bewegtes Wasser. Schwaig: Fotograf Herbert Liedel stellt seinen neuen Bildband über die Pegnitz vor. In: Pegnitz-Zeitung vom 13. März 2010

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Herbert Maas: Wou die Hasen Hoosn und die Hosen Huusn haaßn. Ein Nürnberger Wörterbuch. 7., ergänzte Auflage. Nürnberg: Verlag Nürnberger Presse, 2001, 309 S., ISBN 3-931683-07-9


  • Stadtlexikon Nürnberg Der folgende Abschnitt stammt aus dem von Michael Diefenbacher und Rudolf Endres herausgegebenen Stadtlexikon des Stadtarchivs Nürnberg, ist urheberrechtlich geschützt und deshalb nicht bearbeitbar. Weitere Abschnitte zu diesem Thema sind aber durchaus erwünscht.

Nürnberg liegt am Unterlauf der Pegnitz (der Name ist keltischen Ursprungs), die nordöstlich von Nürnberg auf der Frankenalb entspringt und nach etwa der Hälfte ihres 117km langen Laufs in nordsüdlicher Richtung rechtwinklig nach Westen abbiegt. Die Pegnitz bildet die Mittelachse der Nürnberger Altstadt, die dadurch in den nördlichen Teil der Sebalder und in den südlichen Teil der Lorenzer Stadtseite gegliedert wird. Dass die Pegnitz von einem Grundwasserstrom begleitet wird, ist aus dem Wasserstand des Tiefen Brunnens auf der Burg ersichtlich, der mit dem Pegnitzwasserspiegel korrespondiert. Nachdem die Pegnitz das gereinigte Abwasser der Nürnberger Kläranlagen aufgenommen hat, vereinigt sie sich auf Fürther Stadtgebiet mit der Rednitz, und beide fließen als Regnitz nach Norden dem Main zu. In früheren Zeiten wurde die Wasserkraft der Pegnitz durch eine Vielzahl von Wasserrädern zu verschiedenen Fabrikationszwecken genutzt (Mühlen). Die Pegnitzwehre zwischen Wöhrd und Kleinweidenmühle halten durch automatische Regulierung den Wasserstand auf konstanter Höhe, um die Stabilität der Holzpfahlgründungen der benachbarten Häuser zu gewährleisten. Gegenwärtig wird der Einbau einer Turbinenanlage am Auslaufwehr des Wöhrder Sees vorbereitet, um umweltfreundlich Energie zu gewinnen. Bis in die 1960er Jahre gab es noch den gewerblichen Fischfang, dessen Stelle heute die Sportfischerei einnimmt. Heute ist die Pegnitz frei von gewerblichen Nutzungen, trägt jedoch wesentlich zum Stadtbild und zu Erholungszwecken bei. 1950-62 wurden Schutzmaßnahmen gegen Hochwasser im Altstadtbereich der Pegnitz durchgeführt. Mittels eines Hochwasserstollens kann die Pegnitz 430 cbm/Sekunde - das etwa 40fache des langjährigen Durchschnittsabflusses - abführen. Hinzu kam der Wöhrder See als Hochwasserschutzraum und als landschaftsgestalterischer Beitrag zum Stadtbild. Im Stadtgebiet überspannen zahlreiche Brücken und Stege aus verschiedenen Bauepochen die Pegnitz. Die Gewässergüte der Pegnitz strebt dank der Gewässerschutzbemühungen aller Anliegergemeinden und vor allem der Stadt Nürnberg der Gewässergütestufe „mäßig belastet“ zu, die einer natürlichen Wasserqualität nahe kommt. 1998 wurde mit gewässergestaltenden Maßnahmen an der Pegnitz im Westen Nürnbergs begonnen.
Autor: Thomas Fichte


Quellen:
Stadt Nürnberg, Tiefbauamt, Registratur.

Literatur Liedel, H./Dollhopf, H., Die Pegnitz, Nürnberg 1986. Räder.