Röttingen

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Röttingen
Ortstyp Gemeinde
Landkreis Würzburg
Regierungsbezirk Unterfranken
Bundesland Bayern
Höhe 243 m über NN
Fläche 27 km²
Einwohner 1.700
Gemeindeschlüssel 09679182
KFZ-Kennzeichen
Anschrift der Verwaltung Marktplatz 1
97285 Röttingen
Telefon 09338 9728-0
Website http://www.roettingen.de
Bürgermeister Martin Umscheid
Wappen Röttingen.png
Weinfest am Marktplatz
Rathaus
Schneidmühle
Stadtkirche St. Kilian
Weinmuseum

Röttingen ist der südlichste Ort im unterfränkischen Landkreis Würzburg mit Sitz in einer Verwaltungsgemeinschaft. Für das historische Tauberstädtchen lassen sich zahlreiche Namen finden. Dies verwundert nicht, denn in dem fränkischen Kleinod, das am westlichen Rand von Bayern nur einen Katzensprung entfernt von Baden-Württemberg liegt, gibt es einiges zu entdecken. Neben zahlreichen Fachwerkhäusern und einem barocken Rathaus verbirgt sich hinter der Stadtmauer mit ihren sieben gut erhaltenen Wehrtürmen einiges Sehenswertes und Erlebnisreiches.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Nachbargemeinden

Einwohnerentwicklung

  • 1800 zählte der Ort 1169 Seelen in 217 Häusern.
  • 1970: 1.988 Einwohner
  • 2000: 1.789 Einwohner
  • 2008: 1.781 Einwohner

Geschichte

Die Judenverfolgung, die unter den Namen Armleder-Pogrom bekannt wurde, nahm im 14. Jahrhundert ihren Ausgang in Röttingen. Diese Judenverfolgung wurde angeführt von Ritter Arnold von Uissigheim, den man „König Armleder“ nannte.

Politik

Bürgermeister

  • Martin Umscheid

Orte in der Gemeinde

Die Stadt Röttingen besteht aus den Ortsteilen Röttingen, Aufstetten und Strüth.

Die Verwaltungsgemeinschaft Röttingen besteht zusätzlich aus den Gemeinden Bieberehren, Riedenheim und Tauberrettersheim.

Städtepartnerschaften

In der ersten Europastadt Deutschlands - seit 1953 - griffen damals junge Leute den Gedanken auf, an einem gemeinsamen Europa mitzuhelfen und prägten somit diesen Namen für Röttingen. Sinn und Zweck einer Europastadt ist es, Partner in Europa zu finden und so ein gemeinsames Europa zu initiieren. Partnerstadt zu Röttingen ist Bad Mitterndorf in Österreich. Mit der Norwegischen Stadt Lom pflegt Röttingen seit Jahren einen guten Kontakt, ist jedoch noch nicht offizieller Partner.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Ein kultureller Höhepunkt im Tauberstädtchen sind die seit 1984 alljährlich stattfindenden Festspiele, die über die Landesgrenzen bekannt, jedoch besonders in der Region Würzburg und Tauberfranken beliebt sind. Das Freilichttheater im Hof der Burg Brattenstein (jährlich von Juni bis Mitte August) bietet ein breites Repertoire an - von Operetten, Musicals, Schauspielen, Lesungen, Konzerten bis hin zur Comedy - und ist stets mit erstklassigen Schauspielern und Sängern besetzt. Bereits Stars wie Konstantin Wecker, Rainhard Fendrich, Klaus Maria Brandauer, Wolfgang Ambros, Willy Astor, Senta Berger und Gudrun Landgrebe waren auf der Röttinger Bühne zu bewundern. Etwas Außergewöhnliches im Vergleich zu anderen Theatern ist der Zuschauerraum inmitten der romantischen Burgkulisse, denn die Besucher sitzen an Tischen verteilt und können ein Gläschen Wein mit kleinen Köstlichkeiten, wie einer Festspielstange, auch während den Abendvorstellungen und nicht, wie sonst üblich, nur in der Pause, genießen. In der Spielzeit 2013 feiert das Freilichttheater seine 30. Spielsaison. Das bisher unter dem Namen „Festspiele Röttingen an der Romantischen Straße“ bekannte Theater trägt ab der Jubiläumssaison den Namen „Frankenfestspiele Röttingen“, um seine überregionale Bedeutung in den Fokus zu stellen. Auch für das junge Publikum wird abwechslungsreiches Programm geboten. Die Kinderfreilichttheaterstücke (wunder.BAR) werden vorwiegend am Anfang der Spielsaison aufgeführt. Klassiker wie „Der Räuber Hotzenplotz“, aber auch moderne Stücke wie „Die ???Kids“ lassen Kinder in spannende Welten eintauchen.

In der Weinstadt Röttingen wird der eine oder andere Weinliebhaber ins Schwärmen kommen, denn er kann hier sowohl Kulinarisches, Wissenswertes als auch Kulturelles zu seinem Lieblingsgetränk erfahren. Eine geschmackliche Versuchung ist der Tauberschwarz, der besonders leicht und fruchtig schmeckt und nur in der Tauberregion angebaut wird. Diesen vollmundigen Wein bauen Röttinger Winzer neben Müller-Thurgau, Silvaner und Schwarzriesling an der muschelkalkigen Hanglage - dem Röttinger Feuerstein - an. Hier wurde auch um 1980 eine Besonderheit in der Region angelegt - der Museumsweinberg. An diesem kann die Entwicklung des Weinanbaus bis in die 50er Jahre des 19. Jahrhunderts von der Kopf- über die Kopfschenkel- zur Stammerziehung auf einer Fläche von 1800 qm und 3 Parzellen in Natura erfahren werden. Übrigens brachte um 1920 ein aus Rheinland-Pfalz stammender, waagemütiger Winzer die Stammerziehung nach Röttingen, die sich im Zuge seines Anbauerfolges in ganz Franken verbreitete. Im Museumsweinberg sind die typischen Merkmale eines traditionellen Weinberges zu finden - ein Weinbergshäuschen, eine Trockenmauer sowie einen Bildstock des Schutzheiligen der Winzer St. Urban. Weder mit Herbiziden noch Insektiziden, sondern nur mit natürlichem Dünger werden die wurzelechten Reben in diesem Weinberg behandelt. Aus den dort gereiften Trauben wird ein spezieller Cuvée (Mischwein) gekeltert, der sich aus den Rebsorten Tauberschwarz, Riesling, Silvaner und Traminer zusammensetzt und im Röttinger Weinmuseum als Probe verköstigt wird.


Unternehmungen

Direkt neben dem Weinmuseum liegt ein liebevoll angelegtes Kräutergärtchen – der Paracelsus-Garten. Dieser wird gerne als Ruheoase genutzt und liegt auf dem Kneipp-Vital-Weg. Eine der weiteren Kneipp-Stationen ist die Wassertretanlage am Tauberufer. Nicht weit davon entfernt gelangt man zur Naherholungszone am Mühlbachgrund, die an Sonnentagen ganz besonders zu Spiel und Entspannung einlädt. Auf der gegenüberliegenden Tauberseite verbringen Reisende liebend gerne einige Tage auf dem idyllischen Wohnmobilstellplatz. Auf dem eibe-Erlebnisspielplatz, dem Senioren-aktiv-Parcours, der Nordic-Walking-Strecke oder auch dem Trimm-dich-Pfad ist Vitalität groß geschrieben. Für Wanderer empfiehlt sich eine Wanderung vom Röttinger Stadtkern über den Museumsweinberg bis hin zur Tauberrettersheimer Königin mit einer anschließenden Brotzeit samt Weinprobe inmitten der Weinberge oder in einem der vielen Winzerhöfe. Wer besonders gut zu Fuß ist oder mit dem Fahrrad radelt, kann eine der vielen Rad- und Wanderwege nutzen, beispielsweise die Taubertäler Einsichten, den Panoramawanderweg und den vom ADFC klassifizierten 5-Sterne-Radweg „Der Klassiker“. Als Stadt der Sonnenuhren bleibt die Uhr in Röttingen nie stehen. Hier findet man stets Interessantes, wie den Weg der Sonnenuhren, der sich in und um den Stadtkern bewegt. In ganz Röttingen verteilt auf einer Länge von ca. 2 km, können 25 einzigartige Sonnenuhren bestaunt und erkundet werden. Jede einzelne dieser Sonnenuhren misst auf eine andere Weise die Zeit und stellt für sich ein Kunstwerk da. Kurt Fuchslocher, der Erbauer der Sonnenuhren, gestaltete diese Zeitmesser ohne jegliche Vorlage und nutzte lediglich seine Fertigkeit als Schlossermeister und astronomischen Kenntnisse.

Architektonisches

  • Burg Brattenstein


Regelmäßige Veranstaltungen

  • Festspiele im Burghof

Vereine

Vereine von A-Z

  • BRK Sanitätskolonne
  • CSU-Ortsverband
  • Europa-Union
  • Fallschirmspringer Club Oberhausen
  • FFW Aufstetten
  • FFW Röttingen
  • FFW Strüth
  • Gewerbeverein
  • Jugendgruppe Aufstetten
  • Junge Union
  • Katholischer Frauenbund
  • KLJB
  • Kulturverein Röttingen e.V.
  • Modellsportclub
  • Musikkapelle Aufstetten
  • Seniorenkreis Frohsinn
  • SG Fortuna
  • Showtanzgruppe "Jazz-Dancers"
  • Sportanglerclub
  • Stadtkapelle Röttingen
  • Tennisclub Rot-Weiß
  • TSV Röttingen
  • VdK
  • Verkehrsverein Röttingen e.V.
  • Weinbauverein
  • Winzertanzgruppe


Personen

Söhne und Töchter des Ortes

weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen

Literatur

  • J.K.Bundschuh, Lexikon von Franken, Ulm 1801, Band 4, Spalte 577f

Weblinks