Renate Schmidt

Aus Franken-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Renate Schmidt

Renate Schmidt (* 12. Dezember 1943 in Hanau am Main als Renate Pokorny) war Bundestagsabgeordnete (u.a. Mitglied des Bildungsausschusses), Bundestagsvizepräsidentin und Bundesfamilienministerin a.D.

Inhaltsverzeichnis

Politischer Werdegang

Nach ehrenamtlicher Tätigkeit für die Gewerkschaft HBV kandidierte Renate Schmidt 1980 erstmals für den Bundestag und gewann auf Anhieb das Direktmandat im Wahlkreis Nürnberg-Nord. Im Bundestag stieg sie rasch auf und wurde später Bundestagsvizepräsidentin.

1994 wurde sie Spitzenkandidatin für den bayerischen Landtag. Bei der Wahl 1994 nahm sie dem damaligen Innenminister Günther Beckstein das Direktmandat ab und war bis 2002 Oppositionsführerin im bayerischen Landtag. Danach wurde sie Bundesfamilienministerin unter der Regierung von Gerhard Schröder. Von 2005 bis 2009 war sie wieder Bundestagsabgeordnete, zog sich jedoch 2009 aus der Politik zurück.

Renate Schmidt gehört mit Helen Jungkunz, Oscar Schneider, Peter Schönlein und Godehard Schramm zu jenen prominenten Nürnbergern, die die Aktion „Keine Sprachschlamperei. Nein zu Denglisch“ der Senioren-Initiative Nürnberg (SIN) unterstützen,[1] die zusammen mit dem Verein Deutsche Sprache – Region Franken auch das „Sprachbündnis Franken“ initiierte.[2]

Privates

Renate Schmidt musste wegen der Geburt ihres ersten Kindes das Gymnasium vor dem Abitur verlassen. Sie heiratete den Vater und ergriff danach den Beruf der Systemanalytikerin.

Ihr Mann, Gerhard Schmidt, starb 1984. 1998 heiratete sie den Künstler Hasso von Henniges. Sie hat drei Kinder aus erster Ehe und mittlerweile vier Enkelkinder.

Renate Schmidt dachte laut darüber nach, nach Ende ihrer politischen Tätigkeit die Gaststätte „Karl-Bröger-Eck“ im Nürnberger SPD-Haus zu übernehmen, setzte es jedoch nicht in die Tat um.

Literatur

  • Hans-Peter Kastenhuber: Renate Schmidt wird 65. Für den Wahlkreis Erlangen noch bis 2009 im Bundestag. In: Nürnberger Nachrichten vom 12. Dezember 2008 - NN

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Keine Sprachschlamperei. Nein zu Denglisch. In: sechs+sechzig, Magazin für selbstbewusste ältere Menschen. Ausgabe Nr. 1, 2003
  2. Renate Schmidt: „Ich werde auf jeden Fall für unsere Sprache streiten. Die deutsche Sprache ist viel zu schön, als dass sie mit Anglizismen immer mehr verwässert werden darf. Viele reden schon von „neudeutsch“, wenn sie Anglizismen meinen. Neudeutsch ist langsam gleichbedeutend mit der Akzeptanz von Anglizismen geworden. Das ist ein falscher Weg und sehr problematisch. Die deutsche Sprache muss nicht ergänzt oder internationalisiert werden. Internationalisierung und Globalisierung sind natürlich Entwicklungen, die wir nicht aufhalten können und wollen. Wir wollen aber dabei nicht unsere Sprache verwässern lassen und damit einen wichtigen Teil unserer nationalen Eigenheit preisgeben. Europa und eine Welt die zusammenwächst, lebt doch von diesen Unterschieden und dieser Vielfalt. Klar ist, dass es eine einheitliche Sprache neben den nationalen Sprachen geben muss. Englisch scheint mir dafür geeignet zu sein. Aber das darf nicht dazu führen, dass unsere Sprache mit Anglizismen aufgeweicht oder gar in Teilen zurückgedrängt wird.“ In: Sprachbündnis Franken: Nein zu Denglisch, Eine Aktion der Senioren-Initiative Nürnberg (SIN)