Sailauf

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Sailauf
Ortstyp Gemeinde
Landkreis Aschaffenburg
Regierungsbezirk Unterfranken
Bundesland Bayern
Höhe 200 m über NN
Fläche 14 km²
Einwohner 3.780
Gemeindeschlüssel 09671150
KFZ-Kennzeichen AB
Anschrift der Verwaltung Rathausstraße 9
63877 Sailauf
Telefon 06093 9733-0
Website http://www.sailauf.de
Bürgermeister Michael Dümig (SPD)
Wappen Sailauf.png
Die Wendelinuskirche

Sailauf ist eine Gemeinde im Landkreis Aschaffenburg, Regierungsbezirk Unterfranken.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Sailauf liegt im westlichen Spessart, ca. 12 km nordöstlich von Aschaffenburg.

Nachbargemeinden

Ortsteile

  • Eichenberg
  • Sailauf
  • Weiberhof

Geschichte

  • 1080: Erste urkundliche Erwähnung: Die St. Vitus-Kirche von Sailauf ist auf einer Forstkarte als Mutterkirche für das obere Aschafftal dargestellt.
  • 1189: Erste urkundliche Erwähnung des Herrenhofes Sigiloufe (= Sickerlauf >Sailauf) als Lehen des Erzbistum Mainz an die Edelfreien von Kälberau.
  • 13. Jahrhundert : Sailauf gelangt vorübergehend in den Besitz der Grafen von Rieneck. Diese errichten auf dem nahe gelegenen Gräfenberg die Burg „Landesere“.
  • 1265: Der Mainzer Kurfürst Werner von Eppstein errichtet das Jagdschloss „castrum vivarium“, das spätere Weyberhof) wo er oft verweilt und 1284 auch stirbt.
  • 1349: Pest in Europa. Der Vorspessart ist beinahe menschenleer. Es kommen Siedler aus dem Steigerwald.
  • 1551: Zur Abwehr der Türkengefahr wird von Sailaufer Bauern eine Türkensteuer (!) erhoben.
  • 1552: Im Markgräflerkrieg wird das Schloss Weyberhof zerstört.
  • 1618 - 1648: Im Dreißigjährigen Krieg werden Sailauf und Eichenberg bis auf wenige Bewohner ausgerottet.
  • 1814: Aschaffenburg und Umgebung kommen zu Bayern.

Sehenswürdigkeiten

  • Kirche und Friedhof in Sailauf: Die jetzige spätbarocke Anlage geht auf das Jahr 1789 zurück und ist vermutlich die 4. Kirche an dieser Stelle.
  • Rathaus in Sailauf: um 1800 errichtet, zeitweise Bäckerei und Laden. 1938 als Rathaus eingerichtet.
  • Rottenberger Kapelle: 1785 erbaut. Nach einer Sage soll die erste Kapelle von den Rottenberger Bürgern, die eine Pestseuche überlebten, gebaut worden sein. Die Größe des Bauwerkes wurde so gewählt, dass alle Überlebenden in dem Kirchlein Platz fanden.
  • Trichterförmige Löcher am "Roten Rain": Überbleibsel aus dem 17. Jahrhundert, als nahe der heutigen Engländerstraße durch den Erzbischof von Mainz Kupferbergbau betrieben wurde. Insgesamt 150 Schächte-"Pingen" - so heißen die Stollenreste - wurden am Roten Rain ausgemacht und vermessen.
  • Dorfkirche Eichenberg, St. Wendelin: Im Jahre 1950 wurde sie aus massivem Stein erbaut.
  • Weyberhof: Das heutige "Schlosshotel Weyberhof", zwischen B 26 und der Bahnlinie Aschaffenburg-Würzburg gelegen, geht zurück auf das erste von 4 Jagdschlössern, die von den Mainzer Kurfürsten im Spessart errichtet wurden. Es wurde im 13. Jahrhundert von Fürstbischof Werner von Eppstein erbaut, der dort auch 1284 verstarb. 1552 niedergebrannt, wurde es im Jahre 1557 wurde es unter Kurfürst Daniel Brendel von Homburg neu errichtet.

Wirtschaft

Verkehr

  • Bahn: Der nächste Haltepunkt ist in Hösbach. Fernzüge sind über Aschaffenburg erreichbar.
  • Straße: Sailauf ist wenige km von der Autobahnausfahrt Hösbach an der A 3 (Würzburg-Frankfurt) entfernt.

Bildung

Neben Grund- und Hauptschule gibt es in Sailauf eine Volkshochschule, eine Musikschule und eine Bücherei.

Weblinks

Karte

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