Schloss Schwarzenberg

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Das Schloss Schwarzenberg in Scheinfeld (Ortsteil Klosterdorf) ist ein Renaissanceschloss im fränkischen Steigerwald. Es ist das Stammschloss des Schwarzenberger Adelsgeschlechts.

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Schloss Schwazenberg

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der genaue Ursprung der ehemaligen Burganlage Schwarzenberg ist unbekannt. Die erste indirekte urkundliche Erwähnung geht jedoch auf das Jahr 1150 zurück.

Frühe Geschichte

1150 Erstmalige Erwähnung der Burganlage Schwarzenberg, die sich zu dieser Zeit im Besitz des Grafen zu Castell befindet. Es ist jedoch nicht sicher nachgewiesen, ob es sich bei der Burg tatsächlich um Schwarzenberg handelt und nicht um Schwarzenburg (Waldmünchen).

1215 – 1235 Eine edelfreie Familie ist im Besitz der Burg.

1258 Die erste ausdrückliche Erwähnung der Burg taucht in einer Erbteilungsurkunde der Grafschaft Castell auf. Es ist von Weinbergen „sub castro Svarzenberch“ sowie einem vor der Burg liegendem Gut die Rede.

1405 – 1425 Ritter Erkinger von Seinsheim (1362 – 1437), der als Ahnherr der Familie Schwarzenberg gilt, kaufte die Burganlage. Vorher befand sie sich im Besitz von fünf Eigentümern aus den Adelslinien von Hohenlohe und Vestenberg.

1518 – 1525 Johann der Starke (1463 – 1528), ein Enkel von Erkinger von Seinsheim, ließ die Wehranlagen der Burg erneuern, wodurch sie den Bauernaufstand von 1525 unbeschadet überstehen konnte. Nur eine Kanonenkugel blieb in der Burgmauer stecken. Dieses Geschoss wurde nachträglich in die Mauer einbetoniert und ist noch heute zu sehen.

1607 Die mittelalterliche Burganlage, vor allem der Südflügel, wurde durch ein Feuer zerstört. Laut Überlieferung soll der Brand noch im knapp 45 km weit entfernten Würzburg zu sehen gewesen sein.

1608 – 1618 Graf Wolfgang Jacob von Schwarzenberg zu Hohenlandsberg gab den Auftrag die durch den Brand stark beschädigte Burg wieder aufzubauen. Der Augsburger Stadtbaumeisters Elias Holl entwarf die Baupläne, mit denen die Burg als Renaissanceschloss wieder aufgebaut wurde. Die Nürnberger Baumeister Jakob Wolff, Vater und Sohn, führten die entsprechenden Bauarbeiten durch. Zwischen 1610 – 1616 wurde zudem die Schlosskapelle der Heiligen Drei Könige erbaut (eingeweiht am 23. und 24. Oktober 1616).

1646 Nach dem Tod von Graf Georg Ludwig von Schwarzenberg zu Hohenlandsberg, fiel der Adelssitz zurück an die so genannte niederländische (künftig fürstliche) Linie des Hauses Schwarzenberg.

Abbildung der Schlossanlage aus dem Jahr 1656 Topographia Franconiae

1654 - 1656 Nach Ende des dreißigjährigen Kriegs wurde die Innenausstattung des Schlosses erneuert, sowie umfangreiche Sanierungs- und Baumaßnahmen durchgeführt, um die Spuren der Besetzung durch die Schweden während des Kriegs zu bereinigen.

1670 – 1674 Der alte Bergfried wurde abgerissen und durch den „Schwarzen Turm“ ersetzt. Dieser stellt den letzten und höchsten Teil des Schlosses dar. Beim „Schwarzen Turm“ handelt es sich um einen Wehrturm, in den sich die Schlossbewohner im Fall einer Bedrohung zurückziehen konnten. Bis heute hält sich hartnäckig das Gerücht, dass es einen Tunnel vom „Schwarzen Turm“ zur Stadtpfarrkirche von Scheinfeld gibt der im Notfall eine Flucht ermöglicht hat. Ein entsprechender Zugang wurde jedoch nie gefunden. Anlass für die Erbauung des Turms war die Erhebung des Hauses Schwarzenberg in den Reichsfürstenstand. Diese Ehre erhielt die Adelslinie aufgrund ihrer politischen, wirtschaftlichen und militärischen Verdienste im dreißigjährigen Krieg. Bis 1806 blieb das Schloss Regierungs- und Verwaltungssitz der reichsunmittelbaren fürstlichen Grafschaft Schwarzenberg, wobei sich der Schwerpunkt der Herrschaft des Hauses Schwarzenberg während des 17. Jahrhunderts nach Wien und Böhmen verlagerte.

Zweiter Weltkrieg

Ab 1940 nutzten die Nationalsozialisten Schloss Schwarzenberg als Gauschulungszentrum. Gegen Kriegsende wurden dort deutsche Flüchtlinge untergebracht.

1945 wurde das Schloss von Amerikanern besetzt, die auf dem Vorstoß nach Nürnberg waren. Anschließend nutzten sie es als Lazarett. Bis 1949 wurden ca. 1000 Flüchtlinge aus dem Baltikum im Schloss einquartiert, das von der UNO als Behilfsquartier genutzt wurde.

Zeit nach dem zweiten Weltkrieg

1955 – 1971 Ein privates, staatlich genehmigtes Mädchengymnasium mit Internat ist im Schloss beheimatet. Gründerin und Direktorin war Baronesse Irmgard Freiin Loeffelholz von Colberg. Die bekanntesten Schülerinnen waren die beiden Töchter des Großindustriellen Sachs aus Schweinfurt ("ZF Sachs AG" früher: "Fichtel & Sachs"). Des Weiteren gab es in Schwarzenberg eine Modewerkschule. 1965 wurde die, ebenfalls im Schloss einquartierte, staatlich genehmigte Realschule gegründet. 1971 wird der Status der Realschule von „staatlich genehmigt“ zu „staatlich anerkannt“ erhoben.

1973 Der Betrieb der Modewerkschule und des Mädchengymnasiums wird endgültig eingestellt. Grund für die Schließung des Gymnasiums war, dass die Stadt Scheinfeld mittlerweile selbst eine Oberschule hat.

1986 Das Dokumentationszentrum zur Förderung der unabhängigen tschechoslowakischen Literatur wird im Schloss untergebracht. Karl zu Schwarzenberg stellte für diesen Zweck Räume im Schloss zur Verfügung. Zusätzlich entstand ein kleiner Verlag, der dem Druck von Untergrundliteratur dienen soll.

1988 Zur Realschule kommt eine staatlich genehmigte Fachoberschule Ausbildungsrichtung Wirtschaft, Verwaltung & Recht hinzu. (1994 um die Ausbildungsrichtung Technik erweitert). Wegen überdurchschnittlicher Leistungen erhielt sie bereits 1990 den Status „staatliche anerkannt“.

Heute

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Haupteinang Schloss Schwarzenberg während der Sanierungsarbeiten (November 2012)

Heute (Stand Januar 2013) ist Schloss Schwarzenberg eine private, staatlich anerkannte Real- und Fachoberschule mit angegliedertem Internat. Träger dieser Schulen ist seit 1968 die Mathilde-Zimmer-Stiftung (Berlin).

Es sind momentan ca. 470 Schüler in der Real- und Fachoberschule angemeldet. Das Schloss und die zur Schlossanlage gehörenden Gebäude werden momentan generalsaniert. Die Kosten dafür belaufen sich auf ca. 9,5 Millionen Euro brutto. Die Baumaßnahmen sollen mit Hilfe von Fördermitteln des Freistaats Bayern umgesetzt werden.

Die Sanierungsarbeiten umfassen unter Anderem das Erneuern der Dächer und Restaurationsarbeiten an der Fassade. Zusätzlich wird das Fundament stabilisiert. Das Schloss wurde an einem steilen Abhang erbaut, weshalb das Fundament im Laufe der Zeit immer weiter nachgibt.

Gebäude

Kernschloss

Das Kernschloss ist das zentrale Gebäude der Schlossanlage. Dazu gehört auch der Schwarze Turm, der Küchenturm und der Schwanenturm. Die Adelsfamilie bewohnte ehemals das Kernschloss, welches heute nahezu komplett für schulische Zwecke genutzt wird. Die beiden prunkvollsten Räume im Kernschloss sind der Ahnen- und der Wappensaal, beide im 2.OG des Südflügels. Ihre Decken sind mit Gemälden bzw. mit Wappen von Adelsfamilien verziert. Auch hier befinden sich heute Klassenzimmer. In den teils noch reich verzierten Sälen sind Klassenzimmer für die Schüler der Real- und Fachoberschule eingerichtet. Um vom Kernschloss zur Schlosskapelle zu gelangen, ohne das Gebäude zu verlassen, gibt es einen Durchgang der für die Adelsfamilie angelegt wurde und direkt zu speziellen Logenplätzen in der Kapelle führt. Unter der Kapelle befindet sich zudem eine Gruft für Angehörige der Adelsfamilie. In dieser Begräbnisstätte wurde unter anderem auch ein Kindersarg gefunden. Bei dem darin bestatteten unbekannten Leichnam handelt es sich vermutlich um einen Nachkömmling der Adelsfamilie. Zwischen dem Kernschloss und der Schlosskapelle (am Fuß des Durchgangs der Adelsfamilie) befindet sich an der Kapelle eine kleine vergitterte Öffnung durch die man in die Gruft sehen kann. Je nach Lichtverhältnissen lässt sich dort ein steinerner Sarg erkennen. Unter dem Nordflügel des Kernschlosses verläuft ein Wehrgang. Durch Schießscharten in Richtung des Nordhangs konnten von dort aus Angreifer bekämpft werden. Im Wehrgang sind noch kleine Verankerungen zu erkennen an denen mit einer Kette Musketen befestigt wurden. Da der Gang relativ eng ist, waren diese Verankerungen notwendig um den Rückstoß der Waffen besser kontrollieren zu können. Im Rahmen von Schlossführungen kann dieser Wehrgang, sowie das restliche Schlossgelände besichtigt werden.

<flvplayertwo width="442" height="250"> Schloss_Schwarzenberg_Ahnensaal_Impressionen.mp4</flvplayertwo> Impressionen aus dem Ahnensaal

Beamtenbau

Der Beamtenbau ist aufgeteilt in den großen und kleinen Beamtenbau.

Großer Beamtenbau: Erbaut im späten 18.Jahrhundert liegt der große Beamtenbau gegenüber dem Brauereitrakt vor dem Kernschloss.

Kleiner Beamtenbau: Eingefasst in der südlichen Schlossmauer mit Ausblick auf den Fußweg nach Scheinfeld (Kniebrecher). Er ist älter als der große Beamtenbau und entsprechend seinem Namen, wesentlich kleiner und schmäler.

Sowohl der große als auch der kleine Beamtenbau dienten als Behausung für die Angestellten des Schlosses und sind zum Teil auch heute noch bewohnt.

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Brauereitrakt im Umbau.

Brauereitrakt

Der langgezogene Brauereitrakt kam 1646 zur Schlossanlage hinzu. Daran angeschlossen sind eine Darre und eine Scheune. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten sollen hier Klassenzimmer eingerichtet werden, da im Kernschloss nicht mehr genügend Kapazitäten vorhanden sind um die Schüler der Real- und Fachoberschule unterzubringen. Der Brauereitrakt von Schloss Schwarzenberg zählt zu den größten noch existierenden barocken Brauereigebäuden Bayerns. Allerdings ist die Brauerei schon seit längerer Zeit außer Betrieb.

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Schwarzer Turm

Türme

Der höchste Turm des Schlosses ist der Schwarze Turm. Dabei handelt es sich um einen Wehrturm in den sich die Schlossbewohner im Angriffsfall zurückziehen konnten. Der rote Hungerturm diente dazu Bauern zu züchtigen die ihre Steuern nicht zahlten. Sie wurden als Strafe für eine gewisse Zeit ohne Nahrung in den Hungerturm gesperrt. Der Stückturm am südwestlichen Ende der Schlossanlage, war ehemals mit Kanonen bestückt, die zum Schutz der Burg/des Schlosses eingesetzt wurden. Im Innenhof des Kernschlosses befindet sich der Schwanenturm. Er fungiert als Treppenhaus für den Südflügel. Des weiteren gibt es noch den Glockenturm, den Küchenturm, sowie den Kirchturm der Schlosskapelle.



Grünanlagen

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Schlosspark

Im Schlosshof vor dem Haupteingang befindet sich ein weitläufiger Garten, der sich bis zum Haupttor erstreckt. Neben einigen Blumenbetten und ziervollen Hecken gehören auch zwei Mammutbäume zur Bepflanzung. Die Mammutbäume wurden 1898 zum 50. Thronjubiläum von Kaiser Franz-Josef I. gepflanzt. Die beiden Exemplare neben dem Haupteingang des Schlosses sind jeweils ca. 40 m hoch. Ursprünglich kommen diese Bäume aus Kalifornien, wo sie eine Höhe von bis zu 100 m und ein Alter von über 4000 Jahren erreichen. Des Weiteren beheimatet der Schlosspark noch folgende Pflanzen: Tulpenbaum, Hänge- oder Traueresche, Trompetenbaum, Gurkenmagnolie und einen Gingkobaum.

Familie Schwarzenberg

Familienursprung

Die Adelslinie Schwarzenberg nahm ihren Anfang im Geschlecht der Seinsheimer, welches in dem 917 hingerichteten Alemannen-Fürst Erkinger seinen Urahn sieht.

Erkinger (VI.) (* 1362; † 1437) aus dem Seinsheimer-Geschlecht erwarb zwischen 1405 – 1425 Burg Schwarzenberg und gilt damit als Begründer des Schwarzenberger Adelsgeschlechts.

Er war der erste Freiherr zu Schwarzenberg.

Karl zu Schwarzenberg

Karl zu Schwarzenberg (amtlicher Name: Karel Schwarzenberg) oder Karl Johannes Nepomuk Josef Norbert Friedrich Antonius Wratislaw Mena Fürst zu Schwarzenberg (familiengeschichtlicher Name) (*10.Dezember 1937 in Prag) ist seit 1979 Oberhaupt der Schwarzenberg Familie. 12.Fürst zu Schwarzenberg (2.Majorität), sowie Herzog von Krumau. Er ist zudem tschechischer Außenminister (2007 – 2009 und erneut seit Juli 2010) und war 2009 Präsident des Rats der Europäischen Union. Er kam 1939 als Sohn von Karl Schwarzenberg VI. und Antoine Prinzessin zu Fürstenberg zur Welt. Er ist das zweite von vier Kindern. Der Aufstieg zum Oberhaupt der Familie Schwarzenberg wäre ihm kaum möglich gewesen, jedoch wurde er 1960 von seinem entfernten Verwandten Heinrich Schwarzenberg, dem jüngeren Bruder des damaligen Familienoberhauptes der Schwarzenberger Primogenitur Joseph (III.), adoptiert. Nach dem Tod von Joseph (III.)(11.Fürst zu Schwarzenberg) im Jahr 1979, war Karl zu Schwarzenberg nun neues Oberhaupt des Hauses Schwarzenberg.

Karl zu Schwarzenberg ist Forstwirt und Hotelier. Er besitzt die Schweizer und tschechische Staatsbürgerschaft und hat Wohnsitze in Tschechien, Österreich, Deutschland und der Schweiz. Das wohl bekannteste Anwesen in seinem Besitz ist das Palais Schwarzenberg in Wien. Schloss Schwarzenberg in Scheinfeld, Mittelfranken ist das Stammschloss der Familie Schwarzenberg. 1989 erhielt er zusammen mit Lech Wałęsa den Europäischen Menschenrechtspreis.

Schule und Landschulheim

Realschule

Schloss Schwarzenberg beherbergt seit 1965 eine private Realschule. Die Schulzweige der Realschule setzten sich wie folgt zusammen:

R6 Zweig viertes Prüfungsfach Besonderheiten
I Naturwissenschaften Physik 7.Klasse Informationstechnologie
II Wirtschaft Betriebswirtschaftslehre "BWR" 7.Klasse Informationstechnologie
III a Sprache Französisch 7. + 8. Klasse Informationstechnologie
III b Künstlerisch - musisch Kunsterziehung 7. + 8. Klasse Informationstechnologie


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Schild am Haupttor

Neben dem regulären Schulunterricht, bietet die Schule eine Ganztagsbetreuung für die Schüler der fünften bis zehnten Klasse an. Montags bis Donnerstag von 13:15 Uhr bis 16:45 Uhr werden verschiedene Kurse, sowie Hausaufgabenbetreuung angeboten. Die Schüler erhalten außerdem ein Mittagsmenü, das von der Internatsküche zubereitet wird. (Kosten für das Mittagsmenü auf der Seite der Realschule Schloss Schwarzenberg einsehbar) Zu den angebotenen Kursen gehören unter anderem Kooperationen mit ortsansässigen Vereinen, Hilfsorganisationen, Versicherungen sowie einer Tanzschule und einem Fitnessstudio. Das aktuelle Kursangebot ist auf der Seite der Realschule Schloss Schwarzenberg einsehbar. Außerdem bietet die Schule Exkursionen, Schüleraustausche und Bewerbungsseminare (9.Klasse) an.

Fachoberschule

Die Fachoberschule kam Beginn der 1990er zur bereits bestehenden Realschule hinzu. Sie bildet in den Fachrichtungen Technik und Wirtschaft & Verwaltung aus. Nach zwei Schuljahren erhalten die Absolventen die Fachhochschulreife, welche Sie zum Studium an allen Fachhochschulen ermächtigt. Ausgenommen von künstlerischen Studiengängen für die ein entsprechender Eignungsnachweis erbracht werden muss. Die elfte Jahrgangsstufe umfasst ein Fachpraktikum von 18 Wochen Länge, sowie normalen Schulunterricht. Schule und Praktikum wechseln in drei bis sechswöchigem Rhythmus. In der zwölften Jahrgangsstufe findet regulärer Unterricht statt.

Landschulheim

Zu der Zeit, in der Schloss Schwarzenberg ein Mädchengymnasium beherbergte, waren die Internatsschülerinnen direkt im Schloss untergebracht.

1968 wurde das heutige Internat errichtet. Es liegt oberhalb der Stadt Scheinfeld am westlichen Rand des Steigerwalds. Das Schloss ist ca. 3 Minuten Fußweg entfernt.

Das Internat besteht aus sechs Häusern, die entweder von einer Jungen- oder Mädchengruppe bewohnt werden. Die Gruppen bestehen in der Regel aus ungefähr 14 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen zehn und zwanzig Jahren.

Das Internatsgelände bietet eine große Rasenfläche/Fußballplatz, sowie eine Aschenbahn, ein Tennisfeld, Basketballfeld und einen Weitsprungsandkasten. Im Sommer findet auf dem Internatsgelände der Sportunterricht statt. Direkt neben dem Areal des Internats befindet sich der Küchensee.

Die genauen Internatskosten sind auf der Seite der Realschule Schloss Schwarzenberg zu finden.

Personal

Stand Januar 2013:

Leitung Realschule Arno Kaesberg
1. Stellvertreter Wolfgang Bermuth
Leitung Fachoberschule Uwe Harms
Sekretariat Byrgit Bauerfeind
Verwaltung Silke Neft


Insgesamt hat die Real-/Fachoberschule mit Internat ca. 50 Mitarbeiter.

Ehemalige Direktoren:

1951 - 1969 Baronesse von Loeffelholz (Leiterin des Mädchengymnasiums)
1969 - 1972 Hans Lang
1972 - 1979 Dr. Josef Fischer
1979 - 2004 Werner Hoffmann
2004 - 2006 PD Dr. phil. habil. Thomas Hubertus Kellner
2006 – 2008 Wolfgang Bermuth (stellv.)
2008 – Heute Arno Kaesberg

Kloster Schwarzenberg

Das Bildungshaus Kloster Schwarzenberg ist ein 1702 gegründetes Franziskaner Kloster, das ca. fünf Minuten Fußweg von Schloss Schwarzenberg entfernt liegt. Im Kloster werden neben Erwachsenenbildung, pastoralen Diensten und Wallfahrtsseelsorge auch Schulgottesdienste für die Schüler der Real- und Fachoberschule gefeiert.

Veranstaltungen

Passionsspiele

Schloss Schwarzenberg ist Schauplatz der „Passionsspiele“, aufgeführt von der Passionsspielgemeinschaft Scheinfeld. Die Passionsspiele zeigen den Leidensweg Jesu. Die Veranstaltung findet im 4 Jahres Rhythmus statt (seit 1998). Zu den Schauplätzen gehört das Schloss, sowie das Kloster Schwarzenberg. Es handelt sich um ein Freilichtspiel für das sich, laut Passionsspielgemeinschaft, das mittelalterliche Schloss ideal eignet.

Konzerte

In unregelmäßigen Abständen finden Konzerte im Schloss statt, bei denen z.B. die Schulband oder externe Künstler auftreten.

Lage

Schloss Schwarzenberg liegt in Scheinfeld (Klosterdorf) im Landkreis Neustadt-Aisch/Bad Windsheim (Mittelfranken). <googlemap lat="49.674182" lon="10.474949" zoom="15"> 49.672254, 10.475565, Schloss Schwarzenberg </googlemap>

Weblinks

Literatur

  • Die Akte Seinsheim–Schwarzenberg von Wolfgang Wüst: eine fränkische Adelsherrschaft vor dem Reichskammergericht, in: Jahrbuch für Fränkische Landesforschung 62 (2002) S. 203-230. ISSN 0446-3943
  • Karl von Schwarzenberg von Barbara Tóth. Die Biographie. Carl Ueberreuter, Wien 2005, ISBN 3-8000-7119-3.