Schloss zu Wingersdorf
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Das Schloss zu Wingersdorf, ursprünglich Kloster Michaelsbergischer Besitz, kam im 18. Jahrhundert in Besitz des Tobias Göbhardt, der sich ein schlossähnliche Anlage erriichten ließ. Um 1800 in Besitz der Adelsfamilie Winkler von Mohrenfels. Wingersdorf liegt in der Gemeinde Frensdorf.
Geschichte
Die Geschichte dieses Hofes, der auch unter den Namen „Wingersdorfer Schlösschen“ bekannt ist, reicht bis 1109 zurück, die Grundherrn mit den Besitzern bis zum Jahr 1352. Doch die Glanzzeit dieses Hofes beginnt mit dem Verkauf an den Bamberger Buchhändler Tobias Göbhardt am 26. Oktober 1778 um 2.800 fl. Göbhardt, der sich sein Geld – seit 1764 - als Buchhändler und Nachdrucker verdient und wegen letzteren sogar auf der Leipziger Messe berühmt-berüchtigt ist. bekleidet er ab 1770 öffentlichte Ämter, wie z.B. Polizei-Gerichtsassessor, wird Stadtrat usw. Dieser baut sich 1778/79 auf dem Areal des Gutshofes ein das ganze Tal dominierendes Gebäude.
Über den Architekten, den Baumeister und die ausführenden Handwerker ist in Aufzeichnungen nichts zu finden. Plastischer Schmuck entbehrte das Gebäude.
Ob nun in dieser Zeit noch Festivitäten „barocken Ausmaßes“ vorgenommen wurden ist nicht überliefert. Doch sei erwähnt, dass Göbhardts Bruder Ludwig, Kloster-Vorstand des Kloster Brombach war, dass 1790 Herr von Greiner, Graizer-Erzpriester im Schlösschen wohnte, da er eine Audienz beim Fürstbischof Franz Ludwig von Erthal in Bamberg hatte.
Nach seinen Tod verbleibt das Schlösschen noch bis 1799 im Besittz der Familie Göbhardt, die dieses dann an zwei Familienmitglieder von Winkler veräußerten, Nach häufigen Besitzerwechsel gelangte das Göbhardtsche Landhaus ins Eigentum der Familie Burkard.
Sylvester 1995/1996 schug eine Feuerwerksrakete in das leerstehende Schlösschen ein. Der durch den Einschlag der Feuerwerksrakete entstandene Brand ruinierte eigentlich „nur“ den Dachstuhl, das Feuerlöschwasser hinterließ seine Spuren; die Umfassungsmauern waren bis dahin noch nicht in Mitleidenschaft gezogen. Diese wurden da abgebrochen, wo im ersten Stock das Stroh lagerte, man wollte die Gefahr des Wiederaufflammens des Feuers nicht begünstigen. So brach man die Außenmauern ab und entfernte das Stroh.
In dem Besitzer fand sich kein Mäzen zur Rettung der Brandruine und er erhielt vom Gemeinderat Frensdorf die Zustimmung zum Abbruch dieses barocken Gebäudes im Jahr 2002.
Literatur
Norbert Haas, Tobias Göbhardt und sein Besitztum zu Wingersdorf
