Schwaig bei Nürnberg

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Schwaig bei Nürnberg
Ortstyp Gemeinde
Landkreis Nürnberger Land
Regierungsbezirk Mittelfranken
Bundesland Bayern
Höhe 307–331 m über NN
Fläche 5,89 km²
Einwohner 8.185 (30. Juni 2007)
Gemeindeschlüssel 09574156
KFZ-Kennzeichen LAU
Anschrift der Verwaltung Gartenstraße 1
90571 Schwaig bei Nürnberg
Telefon 0911 50099-0
Website http://www.schwaig.de
Bürgermeister Ruth Thurner (FWG)
Wappen Schwaig bei Nürnberg.png
Schloss Malmsbach in Schwaig bei Nürnberg

Schwaig bei Nürnberg ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land unmittelbar vor den Toren der fränkischen Großstadt Nürnberg.

Inhaltsverzeichnis

Die Goldene Straße

Der Schwaiger Ortsteil Behringersdorf liegt unmittelbar an der „Goldenen Straße“ von Nürnberg nach Prag. Die Verbindung von Nürnberg nach Prag sollte nach Kaiser Karls IV. Wunsch durch eine Straße hergestellt werden, die nur böhmisches Gebiet berührte. Daher wurde die Streckenführung genau festgelegt: Nürnberg - Behringersdorf - Lauf an der Pegnitz - Hersbruck - Sulzbach-Rosenberg - Hirschau - Kohlberg - Weiden - Neustadt an der Waldnaab - Bärnau - Tachau - Haid - Mies - Pilsen - Karlstein - Prag. Um den Reisenden Sicherheit zu bieten, wurde entsprechender Geleitschutz eingesetzt. Diese alte historische Handelsstraße brachte Wohlstand sowohl in die an der Straße gelegenen Dörfer und Städte als auch in deren Umgebung. Auf der „Goldenen Straße“ reiste Kaiser Karl IV. während seiner 32 Regierungsjahre etwa 70 mal durch Neuböhmen nach Nürnberg, Würzburg und Frankfurt.

Nachbarstädte und -gemeinden an der Pegnitz

Schwaig liegt im Osten Nürnbergs an der Pegnitz an der östlichen Stadtgrenze von Nürnberg-Laufamholz, nur getrennt durch die Bundesautobahn 3, die die westliche und südliche Grenze der Gemeinde Schwaig bildet. Schwaig mit dem Ortsteil Malmsbach liegt „links der Pegnitz“. Der Ortsteil Behringersdorf (nördlich des Kernortes Schwaig) liegt „rechts der Pegnitz“ und grenzt ebenfalls an die Bundesautobahn 3. Die Pegnitz fließt von der fränkischen Schweiz nach Westen Richtung Nürnberg und Fürth. Im Norden wird Schwaig/Behringersdorf durch den Sebalder Reichswald begrenzt. Im Osten grenzt der Ortsteil Behringersdorf an die Gemeinde Rückersdorf und Schwaig unmittelbar an die Stadt Röthenbach an der Pegnitz.

Ortsteile

Schwaig ist der Kernort. Dort liegt das Schwaiger Schloss. Das Hauptgebäude stammt im Kern aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts und wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts erneuert.

Malmsbach, direkt neben der Autobahn, besitzt ein ehemaliges Wasserschloss. Es ist im Grundbestand mittelalterlich, besteht aber nur noch aus dem restaurierten Torgebäude und den anliegenden Gebäuden an der Westseite sowie beachtlichen Teilen der Grabenmauer.

Behringersdorf liegt nördlich des Kernortes und ist vom Nürnberger Stadtteil Erlenstegen nur durch die Bundesautobahn 3 mit der Anschlussstelle Behringersdorf und den Sebalder Reichswald getrennt. Der Ortsteil mit etwa 3.500 Einwohnern besitzt eine sehenswerte evangelische Pfarrkirche (Maria-Magdalena-Kirche) von 1439 und das ehemalige Tucher-Schloss (1720-30) aus der Barockzeit.


Geschichte

Der Führerkult führte zur Umbenennung der Laufer Straße in Adolf-Hitler-Straße und der Nürnberger Straße in Julius-Streicher-Straße. (Quelle: Behringersdorf, Malmsbach, Schwaig - Bilder aus dem Leben einer Gemeinde im Nürnberger Land - einst und jetzt. Schwaig, 2005, Seite 20 f.). Die beiden Straßen erhielten nach 1945 wieder ihren ursprünglichen Namen vom Gemeinderat.

In der Zeit 1933/1945 hat auch Schwaig Opfer dieses Regimes zu beklagen:

  1. Ernst Reizenstein (* 27. Juni 1866 in Mühlhausen (Mittelfranken);[1] † 6. Juli 1942 in Fürth, Suizid), Kaufmann und Hopfen-Großhändler in Behringersdorf. Am 6. Juli 2009 Enthüllung einer Gedenktafel durch den Geschichts- und Kulturkreis Schwaig-Behringersdorf.
  2. Anna Wahlrab (1900-1945), Inhaberin eines Gemischtwarenladens in Behringersdorf; 1945 in Nürnberg von einem Sondergericht zum Tod durch Erschießen „verurteilt“.[2]

Schwaig heute

Schwaig gehört heute zum „Speckgürtel“ wohlhabender Gemeinden rings um Nürnberg. So wurde aus Schwaig ein Gewerbe- und Industriestandort in der Metropolregion Nürnberg. Dennoch arbeiten viele Schwaiger in der Kernstadt Nürnberg und profitieren von deren Infrastruktur, aber zahlen ihre Lohn- und Einkommensteuern in ihrer Wohnsitzgemeinde.

Schwaig ist ein idealer Ausgangspunkt für Rad- und Wandertouren durch den Lorenzer und Sebalder Reichswald und für Ausflüge in die Fränkische Schweiz.

Politik

Wappen

  • Das alte Behringersdorfer Wappen - im Netz

Die brennenden Äste (Schürstäbe) stammen aus dem Wappen der Nürnberger Familie Schürstab, die in der Behringersdorfer Ortsgeschichte eine führende Rolle spielte. Die Schürstabstraße erinnert heute noch daran.

  • Das Schwaiger Wappen von 1967

Am 26. Mai 1967 bat die Gemeinde Schwaig das Staatsarchiv Nürnberg um Beratung bei der Annahme eines Gemeindewappens. Das Ergebnis war: rechts das Wappen der Adelsfamilie von Grundherr als Hinweis auf deren frühere Grundherrschaft: auf rotem Untergrund einen aus dem Schildrand wachsenden silbernen Löwen mit goldener Krone, und links zwei schwarze Bienen auf gelbem Untergrund als Erinnerung an das Zeidelwesen (Die Gaststätte „Zum Bienenstöcklein“, die Bienengartenstraße und der Zeidlerweg erinnern an die Zeidlerei).

  • Das neue Schwaiger Wappen

Das „neue“ Schwaiger Wappen spiegelt ein Stück Politik und Geschichte der Gemeinde wider. Dies Wappen entstand, nachdem die beiden Gemeinden Behringersdorf und Schwaig 1976 zusammengelegt wurden. Die beiden Bienen stammen aus dem Schwaiger Wappen von 1967 und symbolisieren das Imker- bzw. Zeidlergewerbe, das von der Stadt Nürnberg kontrolliert wurde. Die brennenden Äste (Schürstäbe) sind dem Wappen von Behringersdorf entnommen.

Parteien

  • CSU Ortsverband Schwaig-Behringersdorf
  • Freie und Parteilose Wahlgemeinschaft FWG – PWG Schwaig – Behringersdorf e.V.
  • SPD-Ortsverein Schwaig
  • Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Unteres Pegnitztal - Schwaig
  • FDP, Vorsitzender Hans Redenbacher, Händelstr. 105, 90571 Schwaig, Tel. 0911 505027

Partei-Gruppierungen

  • Frauenunion „Unteres Pegnitztal“
  • Junge Union Schwaig-Behringersdorf

Der Gemeinderat

Der Gemeinderat setzt sich zusammen aus dem Ersten Bürgermeister und 20 Gemeinderäten.

Sitzverteilung nach der Gemeinderatswahl Schwaig vom 2. März 2008: CSU 7 Sitze, Freie Wählergemeinschaft 6 Sitze, SPD 4 Sitze, Die Grünen 2 Sitze, FDP 1 Sitz.

Die Gemeinderäte sind für 6 Jahre gewählt (2. März 2008 bis 1. März 2014). Ämterverteilung: 1. Bürgermeisterin Ruth Thurner (FWG), 2. Bürgermeister Ralf-Michael Dörr (CSU), Fraktionsvorsitzende: Günter Nießer (CSU), Brigitte Zepf (SPD), Walter Neumann (FWG) und Manfred Becker (Grüne).

Kirchengemeinden

Evangelische Kirchen

  • Maria-Magdalena-Kirche, Evangelisch-Lutherisches Pfarramt Behringersdorf - Pfarrer Friedrich Baader
  • Thomaskirche, Evangelisch-Lutherisches Pfarramt Schwaig, Pfarrerin Marlies Küffner und Pfarrerin Petra Seegets

Die evangelischen Kirchengemeinden gehören zum Prodekanat Nürnberg-Ost.

  • Gottime - Die neue Art von Kirche in Schwaig , ein Gottesdienst für Kirchenferne, Suchende und Kirchendistanzierte, aber auch für all diejenigen, die mit dem „traditionellen“ Gottesdienst ihre Schwierigkeiten haben.
  • Kirchenchor: Einen seiner Höhepunkte erlebte der Kirchenchor mit der Aufführung des Musicals „Das Haus der lebendigen Steine“.

In der „Nacht der Musik“ treffen sich alle Musiker der Thomasgemeinde, sodass man in der Thomaskirche den Reichtum der Kirchenmusikgruppen kennenlernen kann.

  • Landeskirchliche Gemeinschaft Hensoltshöhe – EC, Sandbergstr. 7, Behringersdorf

Katholische Kirchen

  • St. Josef, Behringersdorf
  • St. Paul, Schwaig

Katholische Pfarrei Heiliger Apostel Paulus, Schwaig, und St. Josef, Behringersdorf - im Netz, Pfarrer Joachim Lindner, Pfarradministrator der Pfarrei Schwaig und Seelsorger der Filialkirchengemeinde Behringersdorf

  • Ungarische Mission, Tuchergartenstr. 2a, 90571 Schwaig

Die katholischen Pfarrgemeinden gehören zum Dekanat Nürnberg des Erzbistums Bamberg.

1966 fand der erste ökumenische Gottesdienst in Schwaig mit dem katholischen Pfarrer Josef Ismaier statt.

Bildung und Kultur

Schulen und Bildungseinrichtungen

  • Gemeindebibliothek Schwaig: Schlossplatz 4 in Schwaig und Norisstr. 1 in Behringersdorf - im Netz

Die Gemeindebibliothek hat sich zu einem gesellschaftlichen Treffpunkt entwickelt. Hier kann man bei Veranstaltungen, z.B. bei Vorträgen oder auch bei Bücherbasaren usw. auch mit prominenten Schwaiger Persönlichkeiten sprechen.

  • Grundschule Behringersdorf (Klassen 1 bis 4) - im Netz
  • Volksschule Schwaig bei Nürnberg (Grundschule und Teilhauptschule I mit den Klassen 1 bis 6) - im Netz
  • Staatliche Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung, Nürnberg-Schwaig - im Netz
  • Volkshochschule Unteres Pegnitztal - im Netz
  • Schule für Umgangsformen - im Netz
  • Internet-Café der Stadtbibliothek Röthenbach an der Pegnitz - im Netz

Kultur / Musik

Das „Schwaiger Kultur-Programm“ reicht von klassischer Musik über Kirchenmusik, Unterhaltung, Kabarett, Theater, Lesungen und Kinderveranstaltungen bis hin zu moderner Musik. Zahlreiche Aktivitäten bieten auch die Kirchen und Vereine. Der Geschichts- und Kulturkreis bietet Vorträge über die Geschichte der Gemeinde und ihrer Umgebung. Der Gemeindesaal, die Gemeindebücherei, die Kirchenräume und der Konzertsaal im Schwaiger Schloß geben der jeweiligen Veranstaltung einen passenden Rahmen.

  • Heimat- und Volkstrachtenverein Behringersdorf 1906
  • Musikgruppe Làn-Mara
  • Posaunenchor Schwaig
  • Verein für deutsche Rechtschreibung und Sprachpflege

Wirtschaft und Infrastruktur

Industrielle Unternehmen findet man konzentriert im Osten Mittelfrankens hauptsächlich im Städteverbund Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach, darunter auch in Schwaig bei Nürnberg als Teil der Metropolregion Nürnberg.

Schwaig entwickelte sich von einem kleinen Bauerndorf zu einem Gewerbe- und Industriestandort. Zu den Pionierbetrieben in Schwaig gehört das noch während der „industriellen Revolution“ 1899 in Behringersdorf gegründete Kalksandsteinwerk Zapf. Vornehmlich im Süden des Ortsteils Schwaig entstand entlang der Autobahn ein ausgedehntes Gewerbe- und Industriegebiet. Dort war die Eisen-Großhandelsfirma Waldemar Zeitelhack (1953-2000) mit bis zu 500 Beschäftigten der größte Betrieb.

Ansässige Unternehmen (Auswahl)

  • AVW Apparate-Vakuum-Wärmetechnik GmbH
  • Richard Bäumler Baugesellschaft mbH & Co. Hoch- und Tiefbau KG
  • Brunner & Schmidt Datentechnik GmbH
  • H.u.E. Büschel GmbH, Feinschneidtechnik und Werkzeugbau
  • CITO-System GmbH (Rillen, Stanzen, Offsetdruck)
  • Demag Plastics Group Germany, Demag Ergotech GmbH: Die Demag Plastics Group stellt Spritzgießmaschinen zur Kunststoffverarbeitung her
  • DÖRR Massivhaus und Immobilien GmbH
  • Gerhard Haimerl e.K. Herstellung von Hebezeugen und Baubedarf
  • Kurt Hüttinger GmbH: Planung und Fertigung von technischen Modellen, Vorführungen und Funktionsschaubildern.
  • Michael John Media (John-Verlag)
  • Norbert John Stahlhandel GmbH (seit 1984), Stahl, Edelstahl, Metalle, Sonderstähle
  • Lambda.sys Laserbeschriftung GmbH
  • Löhnert Elektronik GmbH - Software-Hersteller
  • puls GmbH Marktforschung und Markenstrategie
  • Retterspitz GmbH: Pharmazeutisches Unternehmen
  • Wachter AG Nahrungsmittelwerke
  • Wiedemann Verlags GmbH
  • Zapfwerke GmbH & Co. KG: Herstellung von Kalksandsteinen und Fertiggaragen (örtlich die „Backsteinfabrik“ genannt)

Deutsche Post AG - Postfilialen

  • La Posta

Boutique & Geschenke, Helga Beck
Nürnberger Str. 20
90571 Schwaig bei Nürnberg
Tel. 0911 95338767

  • Auto-Weidinger GmbH

Norisstr. 18
90571 Schwaig-Behringersdorf
Tel. 0911 5074186

Computer-Dienstleistungen

  • PC-Serviceleistungen Buhl
  • Hahn IT-Systeme & Services
  • Computerschulungen Dr. Schwarzer

Gesundheitswesen

  • Intensiv-Pflegeklinik Schwaig
  • PhysioWohl, Privatpraxis für Physiotherapie und Wohlbefinden

Bauernmarkt

  • Bauernmarkt am Schwaiger Schloss: ab 31. Mai 2008 jeden Samstag von 8-13 Uhr

auch in Bioqualität von Demeter und Bioland

Medien

  • Mitteilungsblatt für die Gemeinde Schwaig - Informationen für die Bürger. Bekanntmachungen und Hinweise aus dem Rathaus, Wiedemann Verlags GmbH - 90571 Schwaig, erscheint monatlich - im Netz
  • Kirchenbote der Evangelisch-Lutherischen Thomasgemeinde Schwaig - im Netz
  • Pegnitz-Zeitung (Nordbayerische Zeitung für Lauf Stadt und Land) - PZ in Gemeinschaft mit den Nürnberger Nachrichten
  • Nürnberger Zeitung (Fränkischer Kurier) - Wikipedia
  • Sechsundsechzig
  • Pegnitztal, Aktuelle Informationen, Bekanntmachungen und Hinweise für: Laufamholz, Schwaig, Behringersdorf, Rückersdorf, Röthenbach, Lauf, Ottensoos. 1x monatlich kostenlos. Nürnberg: Verlag Studio 84 Hopfner, Studio84Hopfner@arcor.de
  • Die Region im Blick, 2monatliches Unterhaltungsmagazin für Röthenbach, Rückersdorf, Schwaig und Behringersdorf - im Netz
  • Pegnitztaler Wochenblatt, Lauf, Röthenbach, Leinburg, Hersbruck, Schnaittach, Schwaig
  • Der MarktSpiegel
  • Frankenreport

Verkehr

Bundesautobahn

Schwaig ist von der Bundesautobahn 3 über die Anschlussstelle Nürnberg-Mögeldorf erreichbar, Behringersdorf über die Anschlussstelle Nürnberg-Behringersdorf.

Hauptverkehrsstraßen

Durch Behringersdorf, also nördlich der Pegnitz, führt entlang der Bahnlinie die B 14 von Nürnberg nach Rückersdorf, Lauf. Durch Schwaig, also südlich der Pegnitz, führt als Staatsstraße St. 2241 die Nürnberger und Röthenbacher Straße. Die Pegnitz wird überquert durch die A 3 und die Behringersdorfer Straße als Kreisstraße LAU 15.

Bahnverkehr

Zwei parallel auf beiden Flussufern der Pegnitz durch Schwaig und Behringersdorf und oft in Sichtweite verlaufende Bahnlinien sind selten. Behringersdorf ist Haltepunkt an der Bahnlinie Nürnberg - Lauf (rechts der Pegnitz) - Prag bzw. Bayreuth - Hof.

S-Bahn

Schwaig ist Haltepunkt an der S-Bahnlinie S1 Nürnberg - Lauf (links der Pegnitz). Als Ministerpräsident Franz Josef Strauß bei der Eröffnungsfahrt der S-Bahn am 26. September 1987 mit Gefolge am Schwaiger Bahnhof ausstieg, sangen Schüler das S-Bahn-Lied:

S-Bahnlied

1. Zwanzg Minudn mibm Auto brauchst nei in die Stadt -

na hast no kann Barkblatz, suchst straßauf und straßab.


Refrain: S-Bahn, hurra, etz is sie da!

Steig ein, sei gscheit, spar Geld und Zeit.


2. Däi Zeit kannst der sporn, sie is eh fir die Katz;

drum stell doch dei Auto afm Bark-änd-Raid-Blatz!


3. Nacherd steigst in die S-Boh, rauschd ab wäi der Blitz,

stäihst ziä Minudn später am Bahnhuf Nermberch, des is ka Witz!


4. Frühers trabten die Schwacher zwa Stund in die Stadt ...

wenn die des derlebt hädn, die wärn vielleicht blatt!


5. Drum seid gescheit, Leut, fahrt S-Bahn, ihr sport Zeit und Geld,

halt’ sauber die Luft und tut wohl der Umwelt.


Melodie: Schnaderhüpferl, Text: Maria Guthmann, 1987

(Quelle: Bildband Schwaig, S. 13)

Sport

In Schwaig gibt es ein Sportzentrum und das Hallen- und Freibad „Pegnitzaue“. Die Herren-Volleyballmannschaft des SV Schwaig spielt in der 2. Volleyball-Bundesliga (Süd). Die 1. Fußball-Mannschaft des SV Schwaig stieg 2006 mit Trainer Manfred Drexler, einem früheren Profi-Fußballer des 1. FC Nürnberg, in die Bezirksliga Nord auf.

Soziales

  • Behindertenbeauftragte der Gemeinde Schwaig: Irmingard Fritsch, Diplom-Pädagogin, Master of Social Management (MSM), Gemeinderätin, Mustleitenstr.6, 90571 Schwaig, Tel. 0911 / 500 95 31, Fax 0911 / 500 95 52, E-Mail: ifritsch@web.de - im Netz

Seniorenwegweiser

Persönlichkeiten

Ehemalige Bürgermeister

  • 1919-1929 Ludwig Lins, Ludwig-Lins-Straße
  • 1946-1960 Konrad Höpfel, SPD
  • 1960-1976 Hans Kohl, Architekt BDA, FWG, 1980 Ehrenbürger
  • 1976-2000 Karlheinz Vogel, FWG, 2000 Ehrenbürger
  • 2000-2006 Fritz Körber (* 1939), SPD, Bezirksrat, Vertreter des Bezirkstagspräsidenten (SPD)

Die Bürgermeister von Behringersdorf fehlen. Behringersdorf wurde erst 1976 mit Schwaig vereinigt.

Ehrenbürger

Folgenden Personen wurde das Ehrenbürgerrecht verliehen vom Gemeinderat Behringersdorf

  • 20. März 1933: Adolf Hitler, Reichskanzler
  • 11. Mai 1933: Julius Streicher, Frankenführer
  • 1980 Hans Kohl, FWG, Altbürgermeister (1960-1976)
  • 2000 Karlheinz Vogel, FWG, Altbürgermeister (1976-2000)

Weitere Persönlickeiten

  • Bernd Bartels (* 1944 in Breslau), Maler und Bildhauer
  • Lucie Beyer, verh. Kurlbaum (* 17. Juni 1914, † 29. Februar 2008), von 1953 bis 1969 Mitglied des Deutschen Bundestages (SPD), später Gemeinderätin in Schwaig
  • Helga Briemle, Dipl.-Ing., Landschaftsarchitektin, Autorin, Freiraumplanerin, Landschaftsgestalterin für naturorientierte Gärten und öffentliche Freiflächen. Trägerin der Medaille für Umwelt und Gesundheit 2004 des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
  • Herbert Coerper, 1. Vorsitzender der Nürnberger Symphoniker bzw. Vorsitzender des fränkischen Landesorchesters e.V., Stellvertretender Vorsitzender der Freunde und Förderer der Nürnberger Symphoniker e.V., Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
  • Heinz-Klaus Ecker (* 1942 in Kiel), Kammersänger, der am Nürnberger Opernhaus in Wagner-Opern die Hauptrollen sang, 2006 Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
  • Friedrich Karl von Eggeling (* 1924), Oberforstrat, Naturschützer, Fachbuchautor und Schriftsteller
  • Prof. Dr. Joachim Franke, emeritierter Inhaber des Lehrstuhls für Psychologie an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät und ehemaliger Prorektor der Universität Erlangen-Nürnberg -
  • Dr. Robert Fritzsch (* 1928), ehemaliger Direktor der Stadtbibliothek Nürnberg und Autor
  • Evelin Gremmel (* 1980), staatlich geprüfte Bühnendarstellerin, Sängerin, Tänzerin und Musicaldarstellerin
  • Amandus Kupfer (1879-1952), ein Schüler Carl Huters, Gründer des Carl-Huter-Verlages für Psycho-Physiognomik, Schwaig
  • Robert Licha (* 28. Februar 1921 in Röthenbach an der Pegnitz † 4. Mai 2005 in Schwaig bei Nürnberg), Lyrischer Tenor und Buffo, zunächst Trompeter des Stuttgarter Staatsorchesters, dann von 1948 bis 1986 Kammersänger am Nürnberger Opernhaus, Gastspiele in Brüssel, Genf, Paris und Wien, in den 70er Jahren im Ensemble der Meistersinger-Aufführungen in Bayreuth.
  • Ludwig Lins, Bürgermeister von Schwaig von 1919 bis 1929, nach ihm wurde die Ludwig-Lins-Straße benannt.
  • Stefan Neumann (* 1968 in Nürnberg), freischaffender Künstler und Maler
  • Gustav Roeder (* 1924), ehemaliger Chefredakteur der Nürnberger Zeitung
  • Erich Schäfer (1900-1984), Behringersdorf, Professor und Lehrstuhlinhaber für Betriebswirtschaftslehre und Industriebetriebslehre an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät Nürnberg der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
  • Oswald Scheuermann (* 1933), Autor mehrerer Bücher über das Turiner Grabtuch
  • Jules Stauber (* 3. April 1920, † 19. Mai 2008), Autor, Cartoonist, Illustrator -
  • Dr. Hauke Stroszeck (* 1940 in Schwaig), Germanist, Literaturwissenschaftler und Kunsthistoriker, Dozent an der Technischen Hochschule Aachen (RWTH Aachen), Mundartautor, bekannt unter dem Pseudonym „Lothar Kleinlein
  • Waldemar Zeitelhack, Stahlkaufmann, Eisen-Großhandelsfirma, Rennpferdezüchter, 1977/78 unter Lothar Schmechtig Vizepräsident, dann 1978/79 Präsident des 1. FC Nürnberg

Literatur

  • Ewald Glückert: Völkerverbindend: die Goldene Straße von Nürnberg nach Prag. In: Die fränkische Alb. Zeitschrift für Wandern, Heimatpflege und Naturschutz 80 (2000), S. 81-91

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Vgl. Ernst Reizenstein. In: Mühlhausen (Kreis Erlangen-Höchstadt) Jüdische Geschichte / Synagoge - Alemannia Judaica In einer Anmerkung darin heißt es: „Die Angaben bei Yad Vashem sind wenig hilfreich, da es mehrere Mühlhausen (insbesondere Mühlhausen in Thüringen) mit ehemaligen jüdischen Gemeinden gibt, zwischen denen oft nicht klar genug differenziert werden kann.“ Tatsächlich ist in der List of Nuremberg's Victims of Shoah als Geburtsort Ernst Reizensteins angegeben: Mühlhausen i. Th. (Preußen, Provinz Sachsen). Laut Auskunft von Gerhard Jochem vom Stadtarchiv Nürnberg vom 8. Juli 2009 steht auf der Meldekarte Ernst Reizensteins (C 21/X Nr. 7) und in den Grab- und Sterbekarteien immer nur „Mühlhausen“ (ohne Zusatz). Da aber andere jüdische Träger dieses Familiennamens in Nürnberg vor 1945 aus der heute zum Landkreis Erlangen-Höchstadt gehörenden Gemeinde Mühlhausen stammten, könne mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass auch Ernst Reizenstein dort geboren sei.
  2. „… eines schimpflichen Todes“. Das Standgericht fällte drei Todesurteile. In: Fränkische Tageszeitung vom 14. April 1945. In: Geschichts- und Kulturkreis Schwaig-Behringersdorf e.V. (Hrsg.): Behringersdorf, Malmsbach, Schwaig - Bilder aus dem Leben einer Gemeinde im Nürnberger Land - einst und jetzt. Schwaig: Geschichts- und Kulturkreis Schwaig-Behringersdorf, 2005, 230 S., ISBN 3-00-016895-8; hier: S. 25

Karte

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