Sitzungssaal 600 Nürnberg

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Geschichte

Sitzungssaal 600
Staatsminister Ludwig Spaenle im Sitzungssaal 600 (8.10.2010)

Das Justizgebäude in Nürnberg ist der Weltöffentlichkeit durch den Hauptkriegsverbrecherprozess bekannt geworden. Der Prozess startete mit einer vorbereitenden Sitzung am 18. Oktober 1945 in Berlin. Im Nürnberger Saal 600 fand der Prozess gegen 21 Angeklagte statt, welche beschuldigt wurden, Kriegsverbrechen begangen zu haben.

Der erste öffentliche Sitzungstag fand in Nürnberg am 20. November 1945 statt. Der Prozess endete mit dem Urteil vom 1. Oktober 1946.

Ursprünglich hoffte man, dass mit dem Ende der Kriegsverbrecherprozesse das Justizgebäude wieder zurückgegeben werden könnte. Tatsächlich wurden jedoch nicht weniger als 12 amerikanische Militärgerichtsverfahren im Justizgebäude im Anschluss an den Hauptkriegsverbrecherprozess durchgeführt. Das letzte Verfahren endete mit dem Urteil im Wilhelmstraßen-Prozess vom 11. bis 14. April 1949.

Der Sitzungssaal 600 sah damals anders aus als heute. Die an der Rückwand des Saales befindliche Wand war entfernt, das Treppenhaus, welches zum Schwurgerichtssaal führt, überbaut, um die Fülle von Zuhörern, Dolmetschern, Fernseheinrichtungen usw. unterzubringen. Der Richtertisch war um 90° zur Fensterseite versetzt; nur die Bank für die Angeklagten befand sich an der gleichen Stelle wie heute. Als die Justizverwaltung das Gebäude wieder übernahm, ergab sich für sie die Notwendigkeit, den Saal ihren Bedürfnissen entsprechend wieder dem früheren Zustand anzugleichen.

Karte

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