SpVgg Greuther Fürth

Aus Franken-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Spielvereinigung Greuther Fürth ist der größte Sportverein in Fürth, der vor allem durch seine Fußballabteilung überregionale Bekanntheit erlangt hat.

SpVgg Greuther Fürth e.V.
Vereinstyp Sportverein
Sitz Fürth
Bezirk Mittelfranken
Gründungsjahr 1903
Vorstand Helmut Hack
Mitgliederzahl etwa 2.550
Anschrift Geschäftsstelle im Sportzentrum Kleeblatt, Kronacher Straße 140, 90765 Fürth
Telefon 0911 971919-0
Telefax 0911 971919-15
Website http://www.greuther-fuerth.de
Wappen
Wappen Fürth.gif



Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die größten Erfolge des am 23.September 1903 gegründeten Klubs mit den Vereinsfarben weiß-grün sind die drei deutschen Meistertitel in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Damals wie heute trägt die Mannschaft ein grünes dreiblättriges Kleeblatt auf der Brust, weshalb der Verein im Volksmund auch als das „Kleeblatt“ bekannt ist.

Am 1. Juli 1996 schloss sich die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg Fürth an und der Verein erhielt seinen aktuellen Namen SpVgg Greuther Fürth. Die Väter dieser fränkischen Fußball-Ehe waren der damalige Vestenbergsgreuther Präsident Helmut Hack und Fürths Präsident Edgar Burkart. Seit dem offiziellen Zusammenschluss fungiert der als gewiefter Geschäftsmann bekannte Hack als Präsident und Vorsitzender der Geschäftsführung.

Eine weitreichende Änderung zur finanziellen Sicherheit des Hauptvereins war die Ausgliederung des Lizenzspielerbereichs am 19. Mai 2003 in die sogenannte SpVgg Greuther Fürth GmbH & Co. KGaA. Zudem ging am 1. Juli 2003 der in unmittelbarer Nachbarschaft gelegene Verein TuSpo Fürth in der SpVgg Greuther Fürth auf. Grund dafür waren finanzielle Schwierigkeiten, die der Tuspo nur mit Hilfe der SpVgg lösen konnte.

Nach dem Beitritt des als Pokalschreck bekannt gewordenen Vestenbergsgreuth 1997 glückte dem Verein der Aufstieg in die 2. Bundesliga, in der er bis 2012 spielte und mehrfach kurz vor dem Sprung in die Bundesliga stand. Die SpVgg Greuther Fürth war durch die ununterbrochene Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga seit 1997 der dienstälteste Klub im Fußball-Unterhaus und wurde nach sechs fünften Plätzen innerhalb von sieben Jahren schon als „Zweitliga-Dino“ bezeichnet. Mit den damit aufgebrachten Gerüchten, der Verein oder die Mannschaft wollten in Wirklichkeit gar nicht aufsteigen, ging der Verein souverän und augenzwinkernd um, indem man die Spielzeiten als „unAufsteigbar-Tour“ umbenannte.

Mit dem neuen Trainer Bruno Labbadia, der zur Spielzeit 2007/08 Nachfolger von Benno Möhlmann wurde, hat sich auch das Gesicht der SpVgg radikal verändert. Insgesamt 14 Neuzugänge heuerten beim „Kleeblatt“ an. Zum 100-jährigen Vereinsjubiläum im Jahr 2003 wurde das Wappen des Vereins erneut verändert. Die auffälligste Neuerung sind drei Sterne, die die gewonnenen Meisterschaften der Fürther symbolisieren. Auf den offiziellen Trikots der SpVgg findet diese Änderung allerdings keinen Niederschlag, beschloss der Zusammenschluss aller 36 deutschen Profiklubs (DFL) doch, Sterne für gewonnene Meisterschaften erst ab der Einführung der Bundesliga im Jahr 1963 zuzulassen. Allerdings ist seit der Saison 2007/2008 wieder das grüne Kleeblatt auf die Trikots des Traditionsklubs zurückgekehrt.


Die Aufstiegssaison 2011/12

In der Saison 2011/2012 erreichte die SpVgg erstmals nach gewonnenem Derby gegen den 1. FC Nürnberg das Halbfinale des DFB-Pokals und schied im eigenen Stadion unglücklich nach dem 0:1 gegen Borussia Dortmund in der letzten Minute der Verlängerung aus.

Mike Büskens und Co-Trainer Mirko Reichel bei der Aufstiegsfeier im April 2012 vor dem Fürther Rathaus.

Ebenfalls erstmals in der Vereinsgeschichte schaffte die Spielvereinigung mit ihrem Trainer Mike Büskens nach einer hervorragenden Saison 2011/12 den Aufstieg in die erste Fußballbundesliga. Bereits drei Spieltage vor Ende der Saison wies sie einen praktisch uneinholbaren Vorsprung an Punkten und Toren auf. Am Ende der Saison waren die Fürther mit 70 Punkten Zweitligameister.

Die Bundesliga-Saison 2012/2013

Leider konnte sich die SpVgg nicht in der ersten Bundesliga etablieren. Sie belegte den 18. und letzten Rang und stieg wieder in die 2. Bundesliga ab. Allerdings konnte sie gegen ihren Lokalrivalen 1. FC Nürnberg punkten: im Hinspiel holte sie mit 0:0 einen Punkt, in der Rückrunde besiegte sie den „Club“ mit 1:0. Als wenig schmeichelhafter Rekord bleibt die vorher noch von keiner anderen Bundesligamannschaft erreichte Heimschwäche bestehen: In der gesamten Saison wurde im Ronhof kein einziger Sieg erzielt. Nach dem unvermeidlichen Abstieg erfolgte ein radikaler Umbau der Mannschaft für die nächste Saison in der zweiten Liga.

Vorübergehende Pläne für ein neues Stadion

Der altehrwürdige Ronhof ist seit 1910 die Heimat des Kleeblatts, nachdem vorher am Schießanger und an der Vacher Straße gespielt wurde. Das Stadion, das nach mehreren Umbauten über eine Kapazität von 15.500 Zuschauern verfügt, trug von 1997 bis 2010 den Namen "Playmobil-Stadion" und anschließend "Trolli-Arena". Im März des Aufstiegsjahres 2012 verkündete der Verein, dass man am Europakanal in der Südstadt von Fürth einen Neubau für rund 20.000 Zuschauer errichten wolle. Die Finanzierung soll durch den Unternehmer Thomas Sommer erfolgen, als Fertigstellungstermin wurde das Jahr 2014 genannt. Nach mehreren Verzögerungen und Unstimmigkeiten bei den Planungen, zu denen auch die Fragen nach Ausgleichsflächen für eine Kiebitz-Brutkolonie und Proteste von Anwohnern aus benachbarten Nürnberger Stadtteilen gehörten, wurde der Neubau-Plan schließlich wieder fallengelassen. Stattdessen wird bis auf weiteres auf das erweiterte und neu gestaltete Stadion im Ronhof gesetzt.

Erfolge und Titel

  • Deutscher Meister 1914, 1926, 1929
  • Meister der 2. Bundesliga 2012
  • Süddeutscher Meister 1914, 1923, 1931, 1950
  • Süddeutscher Pokalsieger 1918, 1923, 1925, 1926, 1927
  • Bayerischer Meister 1912, 1913, 1914, 1917, 1935
  • Nordbayerischer Meister 1922, 1923, 1928, 1930, 1931
  • Mittelfränkischer Pokalsieger 1996, 1997, 2002 (2. Mannschaft)
  • Deutscher Hallenpokalsieger 2000
  • Intertoto-Cup-Sieger: 1969

Derbybilanz

Zum Ende der Saison 2012/13 waren 256 Derbys mit dem 1. FCN absolviert - mit folgendem Ergebnis:

  • 137 Siege für den Club
  • 47 Unentschieden
  • 72 Siege für das Kleeblatt

Trainer seit 1996

  • 1. Juli 1996 bis 15. Oktober 1997: Armin Veh
  • 15. Oktober 1997 bis 22. Oktober 2000: Benno Möhlmann
  • 22. Oktober 2000 bis 20. November 2000: Paul Hesselbach
  • 20. November 2000 bis 19. August 2001: Uwe Erkenbrecher
  • 20. August 2001 bis 26. Oktober 2001 Paul Hesselbach
  • 30. Oktober 2001 bis 5. November 2003: Eugen Hach
  • November/Dezember 2003: Werner Dreßel
  • 30. Dezember 2003 bis 17. Februar 2004: Thomas Kost
  • 17. Februar 2004 bis 30. Juni 2007: Benno Möhlmann
  • 1. Juli 2007 bis 26. Mai 2008: Bruno Labbadia
  • 27. Mai 2008 bis 20. Dezember 2009: Benno Möhlmann
  • 28. Dezember 2009 bis 20. Februar 2013: Mike Büskens
  • ab 12. März 2013: Frank Kramer

Nationalspieler

(In Klammern die Zahl der Länderspiele im Fürther Trikot):

  • Willy Ascherl (1)
  • Karl Auer (3)
  • Karl Burger (11)
  • Herbert „Ertl“ Erhardt (49)
  • Hans Fiederer (6)
  • Leo Fiederer (1)
  • Georg Frank (4)
  • Andreas Franz (10)
  • Richard Gottinger (1)
  • Hans Hagen (12)
  • Julius Hirsch (3)
  • Georg Kießling (2)
  • Georg Knöpfle (3)
  • Hans Lang (2)
  • Ludwig Leinberger (24)
  • Theodor Lohrmann (3)
  • Karl Mai (18)
  • Josef Müller (10)
  • Horst Schade (2)
  • Hans Schmidt (1)
  • Leonhard „Loni“ Seiderer (8)
  • Georg Wellhöfer (1)


Neuigkeiten, Artikel und Infos zum Kader

Literatur

  • Spielvereinigung. In: Adolf Schwammberger: Fürth von A bis Z. Ein Geschichtslexikon. Fürth: Selbstverlag der Stadt Fürth, 1968, S. 342 f.
  • Jürgen Schmidt, Barbara Ohm: Let`s go Greuther Fürth. Ein Traditionsverein kehrt zurück. Fotos: Mark Johnston. Fürth: Ulrich-Druck, 1997, 96 Seiten, ISBN 978-3-924983-18-5

Artikel in der NZ

  • Philipp Roser und Dieter Bracke: Heinz Kreißels schlimme Erinnerungen. Altstars von Club und «Kleeblatt» blicken zurück. In: Nürnberger Zeitung vom 5. Mai 2009 - NZ
  • Stefan Jablonka: Schalker „Eurofighter“ folgt Möhlmann nach. Fürth: Hacks Bauchentscheidung für Büskens. In: Nürnberger Zeitung Nr. 299 vom 28. Dezember 2009, S. 27 - NZ

Siehe auch

Weblinks