Staatstheater Nürnberg

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Das Staatstheater Nürnberg, das aus den Städtischen Bühnen Nürnberg hervorging, ist eine Drei-Sparten-Bühne, bestehend aus Oper (einschließlich Ballett), Schauspiel und Philharmonischem Orchester.

Oper: "Dom Sebastien"
© Uwe Niklas/NZ
Tanz: "Scottish Performance Night" mit der Compagnie David Hughes Dance
Schauspiel: "Die Präsidentinnen"
© Harald Sippel/NZ
Die Nürnberger Philharmoniker in ihrem Probenraum im Staatstheater.
© Hagen Gerullis/NZ


Inhaltsverzeichnis

Geschichte des Staatstheaters

Das Nürnberger Opernhaus wurde nach den Plänen des Berliner Architekten Heinrich Seeling als "Neues Stadttheater am Ring" am 1. September 1905 eröffnet. Nach Beschädigungen durch Bombenangriffe im Jahr 1945 wurde es wieder instandgesetzt und zunächst von der US-Army beschlagnahmt, bis es 1951 wieder als Opernhaus genutzt werden durfte. Von 1989 bis 1998 erfolgte eine Generalsanierung.

Ein 1951 ursprünglich als Filmtheater für amerikanischen Soldaten neben dem Opernhaus errichtetes Gebäude wurde zum Schauspielhaus umgebaut und am 9.9.1959 eröffnet. 1962 kamen im Untergeschoss des Schauspielhauses die Kammerspiele hinzu.

Von 2000 bis 2008 wurde die Experimentierbühne "BlueBox", ein zeltförmiger Bau aus Holz und Aluminium, als kleinste Spielstätte auf dem Platz vor dem Theater genutzt. Im Zuge der 2008 beginnenden Umbaumaßnahmen integrierte man die BlueBox als Studiobühne in das Schauspielhaus.

2005 wurden die "Städtischen Bühnen" zum Staatstheater umgeformt: Seit 1. Januar 2005 wird es gemeinsam von Stadt und Freistaat Bayern als Stiftung betrieben. Der Titel „Staatstheater“ durfte jedoch bereits ab 16. September 2003 geführt werden.

Mit einem Kostenaufwand von 38 Millionen Euro wurde das Schauspielhaus von 2008 bis 2010 grundlegend renoviert und mit modernster Bühnentechnik ausgestattet. Währenddessen lief der Spielbetrieb in Ausweichspielstätten weiter. Am 18.10.2010 wurde das Schauspielhaus mit seinen drei Spielstätten Schauspielhaus, Kammerspiele und BlueBox wiedereröffnet.

Das dem Staatstheaters zugehörige Orchester ist die Staatsphilharmonie Nürnberg, die bis 2011 unter dem Namen "Philharmonisches Orchester der Stadt Nürnberg" gespielt hatte. Die Philharmoniker geben darüber hinaus auch eigene Konzerte.

Die Leitung des Staatstheaters liegt beim Staatsintendanten Peter Theiler (seit der Spielzeit 2008/2009) und dem Geschäftführenden Direktor Christian Ruppert (ab 8/2011).

Ensemble

  1. Kategorie:Schauspiel-Ensemble

Literatur

  • E. Weber: Zur Einweihung des neuen Stadttheaters in Nürnberg am 1. September 1905. Mit: „Im neuen Hause“. Festspiel zur Einweihung des neuen Stadtheaters in Nürnberg, verfasst von F. von Jäger. Nürnberg: Tümmels Verlag, 1905, 47 S.
  • Friedrich Bröger [Red.]: Schauspielhaus am Richard-Wagner-Platz. Städtische Bühnen Nürnberg-Fürth; Geleitheft zum Festakt der Eröffnung des Schauspielhauses 1959. Nürnberg: Städtische Bühnen Nürnberg-Fürth, ALVA, 1959, 68 S.
  • Gisela Schultheiß, Ernst-Friedrich Schultheiß: Vom Stadttheater zum Opernhaus. 500 Jahre Musiktheater in Nürnberg. Geleitwort von Oberbürgermeister Dr. Peter Schönlein. Nürnberg: Verlag A. Hofmann, 1990, 234 S., ISBN 3-87191-151-8
  • Jens Voskamp u.a.: Staatstheater Nürnberg 1905 - 2005; Opernhaus, Staatsoper; vom Neuen Stadttheater am Ring zum Staatstheater. Hrsg.: Staatstheater Nürnberg. Nürnberg: Müller, 2005, 195 S., ISBN 3-924773-12-2
  • Thomas Heinold: Nürnbergs Ex-Staatsintendant Wulf Konold ist tot. Sein Herz schlug für das Theater. In: Nürnberger Zeitung Nr. 144 vom 26. Juni 2010, S. 6 - NZ

Siehe auch

Weblinks