Tourenclub Nürnberg

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Der Tourenclub Nürnberg ist ein 1912 gegründeter Radsportverein. Zu größerer Berühmtheit gelangte der rührige Verein, als 1994 der Frauenradsport in Nürnberg besonders unterstützt wurde. Ilse Lehner, die langjährige Frauenwartin des Bayerischen Radsportverbandes und Herbert Oppelt, der damalige erste Vorsitzende des Tourenclubs Nürnberg, präsentierten 1994 das erste Nürnberger Bundesliga-Team für Frauen.

Erfolge: Die damals 18-jährige Regina Schleicher, Tochter des sportlichen Leiters Hans Schleicher, holte noch im gleichen Jahr den ersten Meistertitel der Frauen nach Nürnberg. Konstante Erfolge in der Bundesliga errang die Mannschaft, nachdem sie in den folgenden Jahren mit der jungen Allgäuerin Kerstin Scheitle und der Hamburgerin Susanne Plambeck verstärkt wurde. Ein weiterer wichtiger Abschnitt begann 1997, als es Herbert Oppelt gelang, die amtierende Straßen-Weltmeisterin Barbara Heeb für sein Team zu gewinnen. Sie brachte fünf weitere Schweizer Fahrerinnen und den Milchhersteller „Emmi“ als Co-Sponsor mit. Innerhalb von zwei Jahren erkämpfte sich das Mix-Team „Nürnberger-Emmi“ einen Spitzenplatz im internationalen Frauenradsport. Nachdem sich der Schweizer Co-Sponsor trotz der vielen großen Erfolge verabschiedete, stieg ab dem Jahr 2000 die Nürnberger Versicherungsgruppe als alleiniger Hauptsponsor ein.

Internationale Ausrichtung: Finanziell gut abgesichert, konnte ab 2002 als Equipe Nürnberger Versicherung auftretende Mannschaft internationale Spitzenfahrerinnen wie Jacinda Coleman (Neuseeland), Jenny Algelid (Schweden) und Margret Hemsley (Australien) ins Boot holen. Damit wurde auch der vollständige Wechsel in die Profi-Szene vollzogen. Die neu hinzu gekommenen Top-Fahrerinnen Judith Arndt, Petra Roßner, Trixi Worrack und Oenone Wood prägten in den folgenden Jahren die Nürnberger Equipe, die zum erfolgreichsten deutschen Frauenteam avancieren sollte. Trainiert werden die Nürnberger Mädels von dem ehemaligen Profiradrennfahrer Jens Zemke. Als Manager zieht noch immer Gründungsvater Herbert Oppelt zusammen mit seinem Sohn Alexander im Hintergrund die Fäden.

Titelsammlung: Mit olympischem Silber, WM-Gold, Weltcup-Siegen und deutschen Meistertiteln stürmten die Mädels der Equipe in den folgenden Jahren an die Spitze der Weltranglisten. Die Saison 2007 stand bei der Equipe im Zeichen eines Generationswechsels und Neuaufbaus. Man setzte dabei vor allem auf hoffnungsvolle junge Talente. Erstmals gab 2007 es neben dem Profi-Team auch ein „Fohlenteam“ der Nürnberger Equipe.