Turm der Sinne

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Der Turm der Sinne (geschrieben: turmdersinne) ist ein interaktives Hands-on-Museum in einem historischen Nürnberger Stadtmauerturm mit einem innovativen naturwissenschaftlich orientierten Konzept rund um das Thema Wahrnehmung.

Ausstellung im Turm der Sinne
©: NZ

Inhaltsverzeichnis

Adressen

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Das Museum turmdersinne befindet sich im Mohrenturm am Westtor der Stadtmauer: Spittlertorgraben, Ecke Mohrengasse.
(In der Nähe der Erlerklinik.)

Büroadresse und Postanschrift:
Spittlertorgraben 45
90429 Nürnberg

Telefon: 0911 9443281
Telefax: 0911 9443269
E-Mail: info@turmdersinne.de
Internet: www.turmdersinne.de


Öffnungszeiten

Außerhalb der Schulferien:

Di.-Fr.: 13.00-17.00 Uhr. Sa., So. und Feiertage: 11.00-17.00 Uhr (Einlass: bis ca. 16 Uhr)

Mo.- Fr., 09.30-13.00 Uhr: reserviert für Schulklassen und Gruppen nach Voranmeldung.

In den Schulferien:

täglich (auch montags): 11.00-17.00 Uhr (Einlass: bis ca. 16 Uhr)

Gruppen:

Gruppen nur nach telefonischer Anmeldung - bei frühzeitiger Anmeldung (ca. 1 Monat im Voraus) ggf. auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten.

Philosophie

Was wir wahrnehmen ist nicht immer wahr. Unser Wahrnehmungsapparat bildet die Welt nicht so ab, wie sie ist, sondern er deutet sie für uns. Im turmdersinne geht es auf sechs Stockwerken um die sinnliche Wahrnehmung von Phänomenen, was nicht nur Spaß macht, sondern auch Lust auf wissenschaftliche Hintergründe und kritisches Nachdenken darüber.

Als Versuchsobjekt unseres Selbst-Experiments lernen wir uns spielend kennen und lassen uns von den kreativen Lösungen verblüffen, die unser Gehirn in kniffligen Situationen findet.

Im turmdersinne erfahren wir, warum die Zunge nur so wenig zum Schmecken beiträgt und dass zwei Augen mehr sehen als nur zwei Abbildungen der Welt. Wir hören von folgenschweren Entscheidungen des Gehirns und magischen Tonleitern, sehen Stereo, wandernde Häuserschluchten ... ... und noch viel mehr!

Kritisch hinterfragt: Sind unsere Sinne unfehlbar? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus im alltäglichen Leben? Würden Sie auf den Gedanken kommen, in Frage zu stellen, was Sie am eigenen Leib erlebt haben und worauf Ihre festesten Überzeugungen gründen? Und dennoch: Über die bekannten optischen Täuschungen hinaus gibt es eine Vielzahl von Phänomenen, die alle unsere Sinne betreffen, sie herausfordern, zu besonderen Leistungen anregen oder eben in die Irre führen. Das Spannende dabei ist: Gerade die Fehlleistungen unseres Wahrnehmungsapparats führen uns zu erstaunlichen Erkenntnissen, zeigen uns wie unser Gehirn und die Sinne arbeiten. Da kann man schon ins Staunen kommen. Lassen Sie sich überraschen!

Geschichte

Die Idee einer solchen Erlebnis-Ausstellung entstand bereits 1995 im Umfeld des Humanistischen Verbandes Deutschlands HVD-Nürnberg, der den Mohrenturm nahe der Erlerklinik schon eine ganze Weile für Jugendarbeit nutzte. Ein Arbeitskreis aus interessierten Studenten, Lehrern und Wissenschaftlern entwickelte ein Konzept, spann ein Netz von wissenschaftlichen Beratern und Unterstützern und knüpfte erste Kontakte zu potentiellen Sponsoren.

1997 folgte die Gründung der gemeinnützigen "Turm der Sinne GmbH Erlebnisausstellungen". Gesellschafter ist bis heute der HVD-Nürnberg, Geschäftsführer wurde damals Helmut Fink, seit Juli 2002 Dr. Rainer Rosenzweig, unter ständiger Mitarbeit von Rudolf Pausenberger. Alle drei genannten Personen waren von Anfang an im Gründungs-Arbeitskreis tätig und sind noch heute für den turmdersinne aktiv - damals wie heute in ehrenamtlicher Funktion.

Von Anfang an war dem turmdersinne der Dialog zwischen Fachleuten und Öffentlichkeit wichtig. So gelang es dem Projektteam, renommierte Forscher von verschiedenen deutschen Hochschulen für den wissenschaftlichen Beirat zu gewinnen. Aus dieser Zusammenarbeit ging das erste Symposium im Jahr 1998 hervor. Seither widmen sich die Symposien einmal jährlich aktuellen Themen der Gehirnforschung.

1998 wurde das "Projekt Turm der Sinne" mit dem Innovationspreis der Region Nürnberg in der Kategorie "Kultur" ausgezeichnet. Im "Jahr der Lebenswissenschaften" 2001 verlieh das Bundesministerium für Bildung und Forschung der Wanderausstellung im Rahmen der "Science Street in Köln den 2. Dialogpreis Lebenswissen.

2002 stellte die Zukunftsstiftung der Stadtsparkasse Nürnberg für die Stadt Nürnberg zusammen mit der Firma Hüttinger Exhibition Engineering die nötigen Finanzmittel für die Erstinvestitionen zum Umbau des Turms zum Museum zur Verfügung.

Am 15. März 2003 wurde das Hands-on-Museum turmdersinne eröffnet.

Museumseitung: Susanne Wood und Claudia Muth.

Veranstaltungen im turmdersinne

Geist im Turm: Am dritten Donnerstag im Monat November, ab 19.30 Uhr, weitere Termine werden aktuell angekündigt.

Zaubern im Turm: Termine für Zaubershow Faszination Täuschung und Zauberworkshop Täuschungskunst werden aktuell angekündigt.

Spieleworkshops, Exponateworkshops und weitere Veranstaltungen im Turm nach Vereinbarung.

Aktuelle Veranstaltungen im Rahmen der internationalen Woche des Gehirns (brainWEEK), der Nürnberger blauen Nacht oder der regionalen Langen Nacht der Wissenschaften findet man aktuell unter www.turmdersinne.de.

2011: Veranstaltungsreihen "Von Sinnen" (22.3.-17.5.2011) und "Außer Sinnen" (25.5.-20.7.2011) im Nürnberger Planetarium. Aktuelle Informationen unter www.turmdersinne.de ==> Museum ==> Veranstaltungen.

Weitere Veranstaltungen

Nürnberg, 21.-22. Juni 2008:

Der neue Humanismus

Wissenschaftliches Menschenbild und säkulare Ethik

Am Wochenende der Sommersonnenwende, 21./22. Juni 2008, fand in Nürnberg eine Tagung mit dem Titel "Der neue Humanismus" statt. Zielgruppe waren - wie bei den bewährten Symposien - alle Menschen, die an den Ergebnissen und Folgen der zeitgenössischen Naturwissenschaft interessiert sind. Bei dieser Tagung wurden jedoch die weltanschaulichen Aspekte besonders betont: Wo finden Entzauberungen alter religiöser Vorstellungen statt? Wie ist die fundamentale Religionskritik durch die sog. "neuen Atheisten", wie etwa den Evolutionsbiologen Richard Dawkins, einzuordnen? Führt die nichtreligiöse Sinnsuche zu einem "neuen Humanismus", der sich rein säkular definiert und wissenschaftlich auftritt? Das Datum passt zum Thema: Der 21. Juni wurde von der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union (IHEU) vor einigen Jahren zum "Welthumanistentag" erklärt.

Veranstalter waren der turmdersinne, die Giordano Bruno Stiftung (gbs) und die Humanistische Akademie Bayern.
Informationen, Hintergrundmaterial, Vortragsfolien der Referenten und Presseresonanz unter www.welthumanistentag.de.


Nürnberg, 20.-22. Mai 2009:

Die Fruchtbarkeit der Evolution

Humanismus zwischen Zufall und Notwendigkeit

Am Vorabend des Feiertags, 21. Mai 2009, startete in Nürnberg eine dreitägige Tagung mit dem Titel "Der neue Humanismus". Neben fachwissenschaftlichen Forschungsergebnissen standen philosophische und weltanschauliche Überlegungen im Fokus der Tagung: Wie verändert die Erkenntnis der Evolution das humanistische Menschenbild? Setzt sich der säkulare Humanismus durch? Wo endet die Vereinbarkeit von Evolution und Religion? Sollten aufgeklärte Zeitgenossen "Evolution statt Himmelfahrt" feiern?

Veranstalter waren der turmdersinne, die Giordano Bruno Stiftung (gbs) und die Humanistische Akademie Bayern.
Informationen, Hintergrundmaterial, Vortragsfolien der Referenten und Presseresonanz unter www.turmdersinne.de/darwin/.

Das Symposium turmdersinne

Jedes Jahr im Herbst veranstaltet der turmdersinne im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg ein populärwissenschaftliches Symposium mit namhaften Referenten aus dem deutschsprachigen Raum. Mit über 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist das Symposium in den letzten Jahren zu einer über die Grenzen von Nürnberg hinaus beachtete Institution herangewachsen, bei der die interessierte Öffentlichkeit Gelegenheit bekommt, in den Dialog mit Wissenschaftlern einzutreten. Die bisherigen Themen der Symposien waren:

1998 : Welt der Wahrnehmung, Wahrnehmung der Welt

1999 : Wie kommt die Welt in den Kopf? Wahrnehmung und Hirnforschung

2000 : Von der Nervenzelle zum Erleben - Gehirn und Bewusstsein

2001 : Die Natur der Idee - Wahrnehmung und Intelligenz

2002 : Vom Nürnberger Trichter zum neuronalen Netz - Lernen und Gehirn

2003 : Wer denken will, muss fühlen - Gehirn und Emotion

2004 : Freier Wille - frommer Wunsch? Gehirn und Willensfreiheit.

(Die Beiträge dieses Symposiums sind als Buch im mentis Verlag erschienen.)

2005 : Von Sinnen. Traum und Trance, Rausch und Rage aus Sicht der Hirnforschung.

(Die Beiträge dieses Symposiums werden voraussichtlich im Herbst 2011 in Buchform erhältlich sein.)

2006 : Neuronen im Gespräch - Kommunikation, Sprache und Gehirn.

(Die Beiträge dieses Symposiums sind als Buch im mentis Verlag erschienen.)

2007 : Nicht wahr?! Sinneskanäle, Hirnwindungen und Grenzen der Wahrnehmung.

(Die Beiträge dieses Symposiums sind als Buch im mentis Verlag erschienen.)

2008 : Künstliche Sinne - gedoptes Gehirn. Neurotechnik und Neuroethik.

(Die Beiträge dieses Symposiums sind als Buch im mentis Verlag erschienen.)

2009 : "Geistesblitz und Neuronendonner - Intuition, Kreativität und Phantasie"

(Die Beiträge dieses Symposiums sind als Buch im mentis Verlag erschienen.)

2010 : "Mann, Frau, Gehirn - Geschlechterdifferenz und Neurowissenschaft"

(Die Beiträge dieses Symposiums werden voraussichtlich im Herbst 2011 in Buchform erhältlich sein.)

2011 : 14.-16. Oktober: "Verantwortung als Illusion? - Moral, Schuld, Strafe und das Menschenbild der Hirnforschung"


Programm, Information und Anmeldung ab Frühjahr 2011 unter www.turmdersinne.de ==> Symposium

Wanderausstellung

Eine Reihe von Exponaten zu den Themen Wahrnehmung und Sinnestäuschungen - einschließlich eines großen, begehbaren Amesraums mit der Pausenberger-Rinne - sind auch in einer Wanderausstellung entleihbar. Kontakt: Ralf Mitschke, Tel.: 0911 9443281, mobil@turmdersinne.de.

SinnesOrgan

Das SinnesOrgan ist ein vierteljährlich erscheinender Newsletter mit aktuellen Informationen zum Hands-on-Museum turmdersinne sowie zu aktuellen neuen Forschungsergebnissen rund um Wahrnehmung und Hirnforschung. Es wird an Förderer des turmdersinne verschickt.

Literatur

  • Helmut Fink, Rainer Rosenzweig (Hrsg.): Freier Wille - frommer Wunsch?. Gehirn und Willensfreiheit. Paderborn: mentis Verlag 2006, 259 S., ISBN 978-3-89785-445-1. [Mit Beiträgen von: Bernulf Kanitscheider, Matthias Kettner, Sabine Maasen, Reinhard Merkel, Wolfgang Prinz, Eberhard Schockenhoff, Holm Tetens, Bettina Walde, Wolfgang Walkowiak und Franz Wuketits.]
  • Helmut Fink, Rainer Rosenzweig (Hrsg.): Neuronen im Gespräch - Sprache und Gehirn. Paderborn: mentis Verlag 2008, 221 S., ISBN 978-3-89785-624-0. [Mit Beiträgen von: Manfred Bierwisch, Werner Deutsch & Michael Kaßecker, Julia Fischer, Angela Friederici, Stefanie Höhl & Tricia Striano, Stefan Kölsch & Tom Fritz, Matthias Schlesewsky & Ina Bornkessel-Schlesewsky, Markus Steinbach.]

Artikel in der NZ

Siehe auch

Weblinks

  • turmdersinne - online: Weitere Informationen, Bilder.