Uehlfeld

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Markt Uehlfeld
Ortstyp Markt
Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
Regierungsbezirk Mittelfranken
Bundesland Bayern
Höhe 278 m über NN
Fläche 31,23 km²
Einwohner 2.892 (30.06.2012)
Gemeindeschlüssel 09575167
KFZ-Kennzeichen NEA
Anschrift der Verwaltung Rosenhofstraße 6
91486 Uehlfeld
Telefon 09163
Website http://www.uehlfeld.de
Bürgermeister Werner Stöcker (CSU, Freie Wähler)
128pxWappen Uehlfeld.png

Der Markt Uehlfeld ist eine Gemeinde mit 13 amtlich benannten Ortsteilen. Die Gemeinde liegt im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim. Im Aischtal zwischen Neustadt an der Aisch und Höchstadt an der Aisch gelegen, liegt Uehlfeld, der Größte aller Ortsteile und gleichzeitig das Zentrum der Gemeinde. Uehlfeld liegt direkt an der Grenze zum Landkreis Erlangen-Höchstadt. Zusammen mit dem Markt Dachsbach und der Gemeinde Gerhardshofen bildet der Markt Uehlfeld die Verwaltungsgemeinschaft Uehlfeld.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Ort Uehlfeld wird das erste Mal 1123 urkundlich erwähnt unter dem damaligen Namen Oulentevelt. Der Name wurde im 12. Jahrhundert mehrmals geändert. So hieß der Ort danach Ulletenvelt (1127), Uelevelt (1154), Ulfeldium (1158), Ulefelt (1181) bis zum heutigen Uehlfeld. Im Mittelalter gehörte der Ort zum Gebiet der Nürnberger Zollern (linkes Feld des Wappens). Das rechte Feld des Wappen gehört den Truchsessen von Wetzhausen, die als Lehensträger der Markgrafen von Ansbach-Bayreuth bis zum Ende des 16. Jahrhunderts die Geschicke des Marktes lenkten.

Die Menschen erfuhren in der Geschichte ihres Ortes viele Katastrophen durch Brände, Kriege und Plünderungen. Der Ort wurde während des Bauernkrieges (1524-1525)und des Markgrafenkriegs 1552 zerstört. Im 30-jährigen Krieg (1618-1648) wurde der Ort geplündert und niedergebrannt. Der letzte Großbrand war im Jahr 1888. Im Jahr 2013 erinnerte der Bürgermeister an den 125. Jahrestag der Katastrophe.

Nach den Schrecken des 30-jährigen Kriegs war der Ort von über 600 Einwohnern auf 31 dezimiert worden. Eine der bekanntesten Persönlichkeiten ist der Pfarrer Veit-vom-Berg, der nach Kriegsende in Uehlfeld den Pfarrstuhl der evangelischen Kirche übernahm. Im 19. Jahrhundert lebten viele jüdische Händler mit ihren Familien in Uehlfeld. Es wurde reger Handel getrieben und Industriebetriebe entstanden. Die Juden bauten eine Schule, eine Synagoge und einen Friedhof.

Sehenswürdigkeiten

Die Ruine des Wasserschlosses von Uehlfeld ist das einzige Relikt aus dem 12. Jahrhundert. Das Wohnstallhaus mit Rundturm wird im Jahr 1189 urkundlich erwähnt.

Das Torhaus steht am östlichen Ortsausgang. Das 1787 errichtete Gebäude diente als ein Wachposten am Ortseingang. Die Fahrspur aus Richtung Höchstadt an der Aisch kommend führt einseitig durch das 2013 vollständig sanierte Gebäude.

Das andere Torhaus von Uehlfeld stand bis in die 1960er-Jahre am heutigen kleinen Finanzplatz. Es wurde nach größeren Beschädigungen abgerissen und musste dem Verkehr der Bundesstraße weichen. Beide Torhäuser wurden von zahlreichen Familien bis vor 50 Jahren bewohnt. Es lebten durchgehend 20-30 Menschen auf engstem Raum in einem Torhaus.

Neues Torhaus
Torhaus
St.-Jakobus-Kirche
Die heutige evangelisch-lutherische St.-Jakobus-Kirche stammt aus dem Jahr 1400.

Es gab am gleichen Ort immer eine Kirche in Uehlfeld. Die früheren Gotteshäuser wurden durch Brände und Kriege zerstört und geplündert.

Ein beliebtes Postkartenmotiv des Ortes ist die so genannte "Villa". Das in der Bahnhofstraße gelegene Fachwerkgebäude wurde in der Gründerzeit um 1900 errichtet.

Mühle mit Anbau im Hochwasser
Die Mühle am Ortsausgang Richtung Voggendorf stammt aus dem Jahre 1822. Nachdem der Mai 2013 einer der regenreichsten Monate der Wetteraufzeichnungen war, wurde die Mühle bis zu einem Meter überschwemmt. Hochwasser durch die Ausbreitung des Flusses Aisch ist normal. Selbst bei hohem Pegelstand wie 2013 sind die Ausmaße des Wassers nicht gefährlich für die Menschen. Es sind zwar teilweise wichtige Straßenverbindungen zeitweise gesperrt, aber Geschädigte des Hochwassers wohnen alle in unmittelbarer Flussnähe. Das Hochwasser im Aischtal hat die letzten Jahrzehnte nie derartige Schäden wie in anderen Teilen Deutschlands verursacht noch ist es damit vergleichbar. Die Verbundenheit der Gemeinde zum Wasser zeigt sich an den zahlreichen Brunnen in allen Teilen des Ortes.
Tulpenbrunnen

Der Aischgrund, als „Land der 1.000 Teiche“ bekannt, ist ein Naherholungsgebiet. Auch die Ortsteile von Uehlfeld bieten mit den Weiherketten in Egelsbach, Gottesgab und Rohensaas viel Natur. Mehrere ausgeschilderte Rad- und Wanderwege laden zum Radwandern ein.

Wirtschaft

Die Marktgemeinde Uehlfeld selbst ist das Zentrum und gleichzeitig der Dreh- und Angelpunkt seiner 13 Ortsteile. Mit den zwei Nachbargemeinden Dachsbach und Gerhardshofen wohnen derzeit über 7.500 Einwohner in der Verwaltungsgemeinschaft Uehlfeld.

Die Grundversorgung wird durch einen Supermarkt, Getränkemarkt, Bäckereien, Metzgereien, Banken, Bekleidungsgeschäfte sichergestellt. Die zwei traditionellen Gasthäuser Zwanzger und Prechtel stellen beide ihr eigenes Bier her und bieten fränkische Küche. Daneben gibt es noch eine Pizzeria und ein griechisches Restaurant im Sportheim.

Im Gewerbegebiet von Uehlfeld haben sich diverse Firmen aus der Lebensmittelbranche, Kunststoffproduzenten und der Industrieanlagenproduktion angesiedelt. Der Haushalt des Markt Uehlfelds ist seit Jahren ausgeglichen. Die Gemeinde ist schuldenfrei und investiert in neue Projekte vor Ort.

Weblinks

Karte

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