Ulrich Rach

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Ulrich Rach (* 1947 in Hof an der Saale) ist seit 1981 Redakteur der Nürnberger Nachrichten. Er ist Schriftsteller, Lyriker, Mundartdichter, Liedermacher und Kabarettist.

Ulrich Rach

Inhaltsverzeichnis

Zum Leben und Wirken

Ulrich Rach absolvierte ab 1970 seine journalistische Ausbildung bei der „Frankenpost“ in Hof. Während seiner Zeit bei der Bundeswehr war er von 1972 bis 1973 für die Bundeswehr-Illustrierte „Der Grenzwald“, Regensburg, tätig.

Im Anschluß an den Wehrdienst war er von 1974 bis 1975 Leiter der Lokalredaktion des „Marktredwitzer Tagblattes“, einem Kopfblatt der Frankenpost. Von 1975 bis 1976 war er Leiter der Abteilung Produkt-PR bei der Rosenthal AG in Selb.

1976 bis 1981 wechselte er als stellvertretender Ressortleiter für Lokales zur Fränkischen Landeszeitung in Ansbach. Seit 1981 ist er bei den Nürnberger Nachrichten Ressortleiter für „Regionales“, heute als „Metropolregion Nürnberg“ bezeichnet.

Nebenher ist Rach seit 1998 Lehrbeauftragter für Printjournalismus an der Fachhochschule Ansbach.

Seit 1971 betätigt sich Rach auch als Liedermacher, Lyriker und Kabarettist auf fränkisch bzw. „fränggisch“ . Seinen ersten Bühnenauftritt hatte er 1972. Ulrich Rach: „Der Franke als solcher dudd sich arch schwer, ercherdwos Gscheids über die Wurzeln seiner Schbrach (oder Schbroch oder Schbrooch) zu erfahren. Des is scho deshalb so, weil die Ursprünge des Fränggischn während des Zeitenlaufs ercherdswo und ercherdswann im Nebel zwischen Rhön, Fichtlgebirch und Altmühltal verschwunden sind.“ (Ulrich Rach: Ja da schau her: A himmlischer Dialeggd. In: Nürnberger Nachrichten vom 7. Dezember 2007) Ulrich Rach stellt in einer Hör-Serie der Nürnberger Nachrichten „Ja da schau her: Der Franke als solcher zum Hören“ alle Glossen, die den Franken zum Gegenstand haben, auch als Audio-Datei zur Verfügung.

Rachs Auftritte als fränkischer Kabarettist und Liedermacher und seine Mundartbücher bescherten ihm einige Auszeichnungen. Der Überschuss aus dem Verkauf seiner Mundartbücher „Der Franke als solcher“, die auf seinen Glossen in den „Nürnberger Nachrichten“ beruhen, kommt dem Ausbau eines Krankenhauses der Dominikanerinnen in Thika, Kenia zugute.

Auszeichnungen

  • 1972 Preisträger des Liedermacher-Wettbewerbs im Bayerischen Rundfunk
  • 1990 Publizistikpreis der Bayerischen Bezirke
  • 2002 Frankenwürfel [1]
  • 2006 Ehrenpreis Fränkische Mundartmeisterschaft

Publikationen

  • Liewer Karri! Gschichdli und Gwaaf aus Ansbach und Umgebung. Mit Karikaturen von Gottlieb Hauf. Ansbach: Ansbacher Verlagsgesellschaft, 1982, 127 S., ISBN 3-883880-30-0
  • Die Erde dürstet, Herr, nach Dir. Prosa und Lyrik für alle, die suchen, alle, die hoffen und alle, die lieben. Illustrationen von Willi Probst. Treuchtlingen: Walter E. Keller, 1987, 67 S., ISBN 3-924828-14-8
  • ... doch flieg ich wie ein Vogel. Meditationen, Gedichte, Kurzerzählungen. Mit 42 Bildern von Künstlern der Gruppe 8. Treuchtlingen: Walter E. Keller, 1989, 95 S., ISBN 3-924828-28-8
  • Der Markgraf im Hemde. Ein Ansbacher Schelmenstreich. Illustriert von Thomas Scheidl. Ansbach: WIFA Druck und Verlag GmbH, 1997, 31 S.
  • Ganz nebenbei - und voll daneben. Ausgesuchte Glossen aus den „Nürnberger Nachrichten“. Mit Zeichnungen von Thomas Scheidl. Treuchtlingen: Walter E. Keller, 1998, 115 S., ISBN 3-924828-93-8 (Reihe weiße Taschen-Bücher)
  • Im „Fei“ liegt die Vielfalt. Oder: Schwärmerisches über ein beliebtes Bindewort. In: Nürnberger Nachrichten vom 31. Dezember 2003, Region
  • Der Franke als solcher. Treuchtlingen; Berlin: Wek-Verlag (Walter E. Keller)
    • Teil 1: Ein schelmischer Blick in den Spiegel. Treuchtlingen, Berlin: Verlag Walter E.Keller, 2005, 30 S., ISBN 3-934145-30-2
    • Teil 2: A Seidla Fränkisches. Eine humoristisch-satirische Betrachtung fränkischen Lebens, fränkischer Art und fränkischer Sprache. 2006, 32 S., ISBN 978-3-934145-42-9
  • Peter Abspacher, Horst M. Auer, Ulrich Rach: Ins Land der Franken fahren. Nürnberg: Verlag Nürnberger Presse, 2006, 78 S.
  • Die Kultur der Nachricht. Von der Kurzmeldung zur Reportage: Grundlagen journalistischen Schreibens; ein Leitfaden. Treuchtlingen; Berlin: wek-Verlag (Walter E. Keller), 2007, 75 S., ISBN 978-3-934145-56-6 (Reihe weiße Taschen-Bücher)

Aus der Serie „Die Glosse zum Hören: Ja da schau her“ (Auswahl)

  • Ja da schau her: Wir sind Präsident! Von der neuen Würde und Bürde [Ministerpräsident Günther Beckstein]. In: Nürnberger Nachrichten vom 3. Oktober 2007 - NN
  • Ja da schau her: Die Glosse zum Hören: Hefdlasmacher & Co. Wie ein Handwerker leichtfertig missbraucht wird. In: Nürnberger Nachrichten vom 19. Oktober 2007 - NN

Nürnberger Nachrichten (Auswahl)

  • Der Vertrauensmann der Schwerbehinderten tut sich schwer. Gesetz greift nicht. Eine Fülle von Aufgaben und wenig Freiraum – Beispiel Gymnasien. In: Nürnberger Nachrichten vom 31. Mai 1994, S. 13

Siehe auch

Weblinks