Volkach

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Volkach am Main
Ortstyp Stadt
Bundesland Bayern
Regierungsbezirk Unterfranken
Landkreis Kitzingen
Höhe 203 m ü. NN
Fläche 60,19 km²
Einwohner 9.100
Bevölkerungsdichte 152 Einwohner/km²
Kfz-Kennzeichen KT, früher GEO
Gemeindekennzahl 09675174
Anschrift Marktplatz 1

97332 Volkach

Telefon 09381 401-0
Telefax
E-Mail
Webseite http://www.volkach.de
1. Bürgermeister Peter Kornell, FWG
Volkach eingebettet in seinen Weinbergen
Blick auf den Volkacher Marktplatz
Rosenkranz-Madonna von Tilman Riemenschneider, "Maria im Weingarten"

Volkach ist eine Stadt im Landkreis Kitzingen in Unterfranken. Mit Nordheim am Main und Sommerach bildet sie die Verwaltungsgemeinschaft Volkach.


Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Stadt liegt auf der östlichen Seite des Maindreiecks direkt an der Mainschleife.

Geschichte

Volkach wird im Jahre 906 als "Folchaa inferior" erstmals urkundlich erwähnt und 1258 erstmals als Stadt bezeichnet. 1520 Übergang der Stadt in den Besitz der Fürstbischöfe von Würzburg. Seit 1814 gehört Volkach zu Bayern. Bei der Gebietsreform 1972 werden 10 Ortschaften eingemeindet, Volkach wird mit der Auflösung des Altlandkreises Gerolzhofen in den Landkreis Kitzingen eingegliedert.

Chronologie

  • 906 Der fränkische König schenkt die Siedlung dem Kloster Fulda
  • 11. Jahrhundert: Die Grafen zu Castell erhalten die Vogteirechte
  • 1158 Volkach wird als Pfarrei urkundlich erwähnt
  • 1258 Volkach wird als Stadt urkundlich erwähnt
  • 1328 Das Hochstift Würzburg erwirbt Teile der Stadt Volkach
  • 1398 Volkach erhält das Münzrecht
  • 1406 Volkach erhält das Marktrecht
  • 1432 Volkach erhält die Blutgerichtsbarkeit
  • 1504 Niklas Brobst verfasst das „Saalbuch“, eine Sammlung der Rechtsgebräuche in Volkach mit zahlreichen Abbildungen
  • 1520 Volkach ganz im Besitz des Hochstifts Würzburg
  • 1524-1525 Bauernkrieg
  • 1590 Neue Stadtgerichtsordnung durch Julius Echter von Mespelbrunn
  • 1598 Volkach erhält eine Lateinschule
  • 1631 im 30-jährigen Krieg besetzen Schwedische Truppen Volkach
  • 1719 das Schelfenhaus wird durch den Ratsherrn J. G. A. Schelf erbaut.
  • 1804 Ein großer Brand vernichtet 120 Anwesen
  • 1814 Volkach kommt zum Königreich Bayern
  • 1840 Erste Poststation wird errichtet
  • 1892 Erste Mainbrücke wird eingeweiht
  • 1909 Volkach erhält einen Eisenbahnanschluss
  • 1962 Raub der Madonna im Rosenkranz von Tilman Riemenschneider, die sich in der Wallfahrtskirche Maria im Weingarten auf dem Volkacher Kirchberg befindet
  • 1963 Rückkehr der Rosenkranzmadonna nach spektakulärer Rettungsaktion
  • 1972 Durch die Gebietsreform werden zehn Ortschaften eingemeindet und Volkach kommt vom Landkreis Gerolzhofen zum Landkreis Kitzingen
  • 1986 Volkach wird Garnison der Bundeswehr
  • 2003 Die Mainschleifenbahn ist seit September reaktiviert. Sie pendelt von Mai bis Oktober zwischen Volkach/Astheim und Seligenstadt.

Politik

Volkach und seine Ortsteile

Volkach Astheim Dimbach Eichfeld Elgersheim Escherndorf Fahr
Gaibach Hallburg Köhler Krautheim Maria im Weingarten Obervolkach Öttershausen
Rimbach Stettenmühle Strehlhof Vogelsburg Wenzelsmühle Ziegelhütte  


Sehenswürdigkeiten

  • Renaissance-Rathaus (erbaut 1544) mit doppelläufiger Freitreppe
  • Marktbrunnen Brunnen, 1480 erbaut, um 1720 erneuert, „Maria Immaculata“ als Brunnenfigur
  • Stadtkirche St. Bartholomäus
1413–1512 entstandene Stadtkirche St. Bartholomäus mit Renaissance-Taufstein von 1559, Barockaltären und Rokoko-Stuck.
Die im 14. und 15. Jahrhundert erbaute Wallfahrtskirche Maria im Weingarten beherbergt mit der 1521–1524 entstandenen Maria im Rosenkranz eines der bedeutendsten Holzbildwerke Tilman Riemenschneiders.
  • Barockscheune (Museum)
  • Gänseplatz: ab 1804 als Viehtränke genutzt. Im Umfeld des Platzes befinden sich typische Häckerbürgerhäuser aus Muschelkalkstein.

Ausflugsziele

Veranstaltungen

  • Die Weinfeste in Unterfranken sind weithin bekannt, jedoch für Autofahrer denkbar ungeeignet. Das Volkacher Weinfest findet jährlich Mitte August statt; die genauen Termine sind z.B. auf der Webseite der Stadt Volkach verzeichnet.

Verkehrsanbindung

Söhne und Töchter der Stadt

  • Johann Anton Dereser (* 3. Februar 1757 in Fahr; † 16. Juni 1827 in Breslau), Professor der Exegese und biblischen Sprachen in Bonn, Straßburg u. a.
  • Leo Kirch, Medienunternehmer, (* 21.10.1926 in Würzburg; † 14. Juli 2011 in München) wuchs im heutigen Ortsteil Fahr auf
  • August von Rothmund (* 1. August 1831 in Volkach; † 27. Oktober 1906), Augenarzt

Weblinks

Karte

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