WBG

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Die Wohnungsbaugesellschaft WBG gilt als eines der führenden Immobilienunternehmen in der Metropolregion Nürnberg. Als Muttergesellschaft der heutigen WBG Nürnberg Gruppe kaufte die WBG 1994 die NAG (Nürnberger Aufbaugesellschaft), die FWG (Fränkische Wohnungsbaugesellschaft) und die Immobiliendienstleisterin Norima. Der Wohnungsbestand der Unternehmensgruppe umfasste im Jahr 2006 etwa 18.230 eigene Einheiten, 1.830 verwaltete Wohnungen sowie rund 6.000 sonstige Mieteinheiten. Die WBG hatte die Planungsträgerschaft für Langwasser und bemüht sich derzeit um eine Vollendung der beiden letzten Nachbarschaften "S" und "T" dieses Stadtteils.


Vorläufer der WBG war der Nürnberger Wohnungsbauverein, der am 22. März 1918 zur Behebung der Wohnungsnot im Stadtgebiet gegründet wurde. Zu den Gründungsmitgliedern zählten neben der Stadt Nürnberg auch der Handelsvorstand, die Handwerkskammer Mittelfranken, der Nürnberger Arbeitgeberverband für das Baugewerbe, die Nürnberger Bauinnung sowie die Nürnberger Schraubenfabrik. Im April 1918 entschloss sich der Stadtrat zur Gründung Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Nürnberg mbH, deren Organisationsform sowohl betriebswirtschaftlich als auch rechtlich für geeigneter gehalten wurde, der Wohnungsnot entgegegenzutreten. Der Nürnberger Wohnungsbauverein löste sich folgerichtig am 26. Mai 1922 auf und übereignete sein Vermögen der Wohnungsbaugesellschaft. Dieser Zeitraum markiert den Beginn einer aktiven städtischen Wohnungsbaupolitik in Nürnberg.


Bis zum Jahr 1942 entstanden 6829 Wohneinheiten: unter anderem in den Jahren 1926–29 rund 1300 Wohnungen in Gibitzenhof, 1926–32 rund 1100 Einheiten in St. Johannis, 1928–29 etwa 1200 Einheiten am Nordbahnhof sowie in den Jahren 1930–37 weitere 1950 Wohnungen am Nordostbahnhof. Rund 60 Prozent davon wurden im Zweiten Weltkrieg ganz oder teilweise zerstört. Bis 1955 gelang es, diese Einheiten wiederherzustellen und zudem weitere 1134 neue Wohnungen zu bauen.


1956 schrieb die WBG einen städtebaulichen Ideenwettbewerbs für die Bebauung des Stadtteils Langwasser aus, den die Architekten Franz Reichel und Hermann Scherzer zusammen mit dem Landschaftsarchitekten Hermann Thiele gewannen. Zwischen 1957 und 1960 kaufte das Unternehmen rund 421 Hektar des Langwasser-Areals in drei Teilverträgen für umgerechnet rund 10,4 Millionen Euro. Seit 1957 entstanden in Langwasser (Stand: 2007) knapp 9200 Mietwohnungen, insgesamt 3630 Eigentumswohnungen und etwa 1850 Eigenheime.


Im Jahr 1971 begann die WBG mit der städtebaulichen Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen im Bleiweißviertel. Zwischen 1995 und 2000 wurden insgesamt sieben Geschäftsstellen im Stadtgebiet etabliert. Im Jahr 2000 gründete das Unternehmen die WBG 2000-Stiftung. Ein Jahr später begann die energetische Modernisierung von gut 1000 Bestands-Mietwohnungen im Stadtteil St. Johannis. 2003 wurde am Jean-Paul-Platz ein so genanntes Drei-Liter-Haus eingeweiht und das Projekt "Olga" (selbstbestimmtes Wohnen im Alter) auf den Weg gebracht. Die damalige Bundesministerin Renate Schmidt weihte "Olga" 2004 ein; im selben Jahr stellte die WBG ein Vier-Liter-Haus an der Ingolstädter Straße fertig und beendete das Modernisierungsprojekt in Johannis.


Eine Zäsur in der Firmengeschichte bildet der Verkauf eines Großteils der WBG an die hundertprozentige Stadt-Tochter Städtische Werke Nürnberg (StWN) im Jahr 2004. Mit diesem "Umhängen" der Wohnungsbau-Tochter gelang es dem Stadtrat, die bis zum Letzten ausgereizten Verschuldungsmöglichkeiten der Stadt Nürnberg noch einmal zu erweitern. Im Gefolge des WBG-Teilverkaufs wurd das Unternehmen 2005 in WBG Nürnberg GmbH Immobilienunternehmen umbenannt.

Anschrift und Kontakt

  • Unternehmenszentrale:

Glogauer Straße 70
90473 Nürnberg


  • Geschäftszeiten:
Montag-Donnerstag: 7 - 18.30 Uhr
Freitag: 7 - 14.30 Uhr


Weblinks

Homepage der WBG Nürnberg GmbH