Wanderung Behringersmühle

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Stolz thront Burg Rabeneck zwischen Doos und Pulvermühle über der Wiesent.


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„Wanderung rund um Behringersmühle: Hier führt die Natur Regie“

Von Alfred Bachmann

Von Behringersmühle über Doos, vorbei an der Burg Rabeneck, Pulvermühle, Schönhof, Eichenbirkig, der "Weißen Marter", Moschendorf, und dem Forsthaus Schweigelberg führt die im folgenden beschriebene rund 16 Kilometer lange Rundwanderung. Auf dem Parkplatz am Ortsrand von Behringersmühle kann das Auto während des Ausflugs bequem abgestellt werden.


Ab diesem Parkplatz führt uns das Wegezeichen Gelbstrich zur Straße, die an der Wisent entlang führt. Zuerst passieren wir einen Wiesenweg, der sich zu einem schmalen Pfad verengt. Über Wurzeln und Steine folgen wir dem idyllischen Pfad durch herrlichen Laubwald, linker Hand von der sprudelnden Wiesent begleitet. Rechts der Wiesent geht es weiter das Tal hinauf, wo wir später an der Schottersmühle vorbeikommen. Nach wenigen Kilometern wird links die Sicht auf das Felsen-Naturdenkmal »Riesenburg« auf der gegenüberliegenden Talseite frei. Kurz darauf erreichen wir Doos, wo sich die Aufseß mit der Wiesent vereinigt.

Wir folgen weiter rechts der Wiesent dem Richtungszeichen Gelbstrich. Herrliche Felspartien, mit denen das Schatzkästlein Fränkische Schweiz reichlich gesegnet ist, säumen den Weg. Die Natur führt weiterhin Regie und unsere Augen erfassen Burg Rabeneck auf einem Felsen. Sie wurde im zwölften Jahrhundert angelegt.

Rabeneck gilt als eine der schönsten Burgen der Fränkischen Schweiz. Viele Burgen sind von Legenden umrankt, so auch diese. Eine Legende berichtet von der Entstehung eines Fischereirechtes: Ein Burgfräulein spielte mit ihrem Handschuh, ein Windstoß erfasste denselben und wirbelte ihn aus dem Burgfenster. Er fiel in die Wiesent und schwamm davon. Das Burgfräulein gelobte, falls der Handschuh wieder gefunden würde, den Abschnitt, den er entlang geschwommen ist, als Fischwasser freizugeben. Der Handschuh wurde in Behringersmühle aus der Wiesent gefischt. So galt nun freies Fischereirecht von Rabeneck bis Behringersmühle. Dieses Privileg hielt sich bis in die sechziger Jahre des neunzehnten Jahrhunderts.

Nachdem wir Rabeneck hinter uns gelassen haben, kommen wir am alten Gasthof Rabeneck vorbei. An dessen Hauswand zeugen noch einige Kanonenkugeln von den kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Schweden. Das Tal wird breiter, und wir queren die Fahrstraße, die nach Schönhof hochführt. Nun laufen wir auf dem Kaspar-Bezold-Weg weiter bis zur Pulvermühle.

Bei einer wohlverdienten Rast in dem Gasthof können wir unsere Wanderakkus wieder aufladen. Nach der Rast richten wir unser Augenmerk auf den Wegweiser zur »Weißen Marter«. Die Markierung Gelbkreuz weist uns zurück nach Behringersmühle die Richtung.

Das Wiesenttal verlassen wir nach links und begeben uns in einen kleinen Talgrund. Nach wenigen Metern schwenken wir nach rechts ab und mühen uns in einem Waldstück den Berg hoch. Etwas außer Puste erreichen wir die Hochfläche und gelangen in Kürze zu den Orten Schönhof und Eichenbirkig. Wir laufen durch diese beiden Ortschaften und wandern dann auf einem Feldweg dem Waldrand zu. Bergabwärts aus dem Wald kommend, treffen wir auf ein Fahrsträßchen. Dort biegen wir rechts ab und gehen wenige Meter auf der Straße bis zum Wegweiser »Weiße Marter«. Diesem folgen wir und steuern bergauf der Hochfläche zu.

Nach wenigen Kilometern erreichen wir die wuchtige barocke Gedenksäule zu Ehren der heiligen Dreifaltigkeit. die im Volksmund »Weiße Marter« genannt wird. Ein frommer Mann aus Kronach machte, von schwerer Krankheit genesen, eine Wallfahrt nach Gößweinstein und ließ die Säule hier errichten.

Wir verlassen dieses Glanzlicht der Fränkischen Schweiz und wandern durch Feldflure mit dem Richtungszeichen Gelbkreuz nach Moschendorf. Gleich nach Ortsende zweigen wir von der Straße rechts ab in einen Feldweg. Dieser leitet uns direkt zum lauschig gelegenen Forsthaus Schweigelberg, das zu einer Rast unter Bäumen einlädt. Danach marschieren wir auf einem breiten Forstweg weiter.

Beim Verlassen des Waldes wird uns ein berauschender Blick auf die Burg Gößweinstein geboten. Nun steuern wir auf einem Wiesenweg einen Wasserhochbehälter rechter Hand an. Von dort geht es auf einem Waldweg hinunter nach Behringersmühle, wo wir unsere Wanderung beenden.

Quelle: NZ vom 20.05.2006


Das Franken-Wiki freut sich über Anmerkungen, Berichte und Fotos zu dieser Wanderung, die gerne auf dieser Unterseite eingefügt werden können.


Wanderkarten

(Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)


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