Wanderung rund um den Heidenberg
Aus Franken-Wiki
Den "sagenhaften" Wanderweg rund um den Heidenberg bei Kammerstein sollte jeder historisch interessierte Wanderer einmal ausprobiert haben. Wie Sie dort hin kommen und was Sie rund um diesen sogenannten "Sagenweg" erwartet, haben wir unter der Rubrik Wandertipps in der Nürnberger Zeitung veröffentlicht.
- Originaltext! Dieser Text stammt aus der Nürnberger Zeitung, ist urheberrechtlich geschützt und deshalb nicht editierbar. Das Anlegen weiterer Abschnitte ist aber durchaus erwünscht!
- Unsere Wanderung rund um den Heidenberg - der von einem Fernmeldeturm überragt wird - berührt auch einige Stationen des so genannten „Sagenweges“. Deshalb soll kurz auf die Stationen 13 und 14 eingegangen werden.
- Bei Station 13 erweckt ein „spätmittelalterliches Steinkreuz“ unsere Aufmerksamkeit. Eine Tafel gibt Auskunft darüber, dass hier ein Fuhrmann zu Tode kam. Er hatte vergessen, vor dem abschüssigen, lehmigen Weg einen Bremsschuh unter das Wagenrad zu schieben. Die Pferde strauchelten unter der Last des rutschenden Wagens und der Fuhrmann geriet unter die Räder und wurde getötet. Zum Gedenken wurde dieses Steinkreuz errichtet, auf dessen Vorderseite undeutlich ein Hemmschuh als Warnung für die Fuhrleute eingeritzt wurde.
- Station 14 berichtet von der Sage einer Marketenderin, die in dieser Gegend sesshaft geworden ist. Sie wurde von den umliegenden Bauernhöfen verköstigt und wohnte im Sommer – dem Diogenes gleich – in einer leeren Tonne auf dem Hirschenbuck. Nachts musste sie mit einem Prügel auf das Fass trommeln, damit sich die Hirsche, die es hier in Massen gab, nicht auf die Felder wagten. Für diese Tätigkeit bekam sie den Namen „Hirschenmirl“.
- Wir starten zur etwa 13 Kilometer langen Rundwanderung in Kammerstein, unweit von Schwabach gelegen.
- Beim Bushäuschen an der Straßenkurve gehen wir in die Heidenbergstraße hinein und folgen dieser bis in den nahen Ortskern von Neppersreuth. Wiederum bei einem Bushäuschen schwenken wir nach links in die Ringstraße und halten uns an das Richtungszeichen Blaukreuz des Fränkischen Albvereins für die nächsten Kilometer.
- Wir steuern dem Waldrand zu und haben den Fernsehsendemast auf dem Heidenberg im Blickfeld. Dann setzen wir unseren Weg einige Zeit in den Wald mit typischer Kiefernmonokultur fort. An einer Weggabel, dort wo das Reitverbotschild steht, wandern wir den Weg im Talgrund entlang.
- Nach kurzer Zeit treffen wir auf eine Straße, die wir vorsichtig überqueren. Auf der anderen Seite setzt sich der Weg nun unmarkiert unweit des Aurachtales im Wald fort. Wir laufen immer geradeaus, streifen später rechter Hand einen Klärteich und die letzten Meter nach Gauchsdorf legen wir auf der Straße zurück.
- Im Ortskern steuern wir zur Aurachbrücke hinunter und biegen kurz vor der Brücke links ab. Unser Augenmerk gilt nun einige Zeit der Blaustrich-Markierung, welche die Wanderer zum Ortsende leitet.
- Kurz nach dem Ortsschild geht es links ab, wo wir einen Schotterweg unter die Füße nehmen. Weiter verläuft dieser Weg geradeaus über freie Feldfluren und strebt dem Waldrand entgegen. Dort biegen wir scharf links ab und laufen am Waldrand entlang, in Kürze Kühedorf erreichend.
- In Kühedorf können wir für unser leibliches Wohl sorgen, bevor wir die Wanderung fortsetzen. Weiter der Blaustrich-Markierung des Fränkischen Albvereins folgend, verlassen wir Kühedorf beim Feuerwehrhaus und treten in den Wald ein.
- Nach kurzem Wandern treffen wir auf die Station 12, des so genannten „Sagenweges“, wo man rechts vorbeigeht. In Kürze streifen wir linker Hand Station 13, des bei der Einleitung erwähnten mittelalterlichen Sühnekreuzes. Bei der Station 14 wechseln wir die Richtung, schwenken nach links und setzen mit der Gelbstrich-Markierung die Wanderung fort.
- Nach wenigen Kilometern stoßen wir auf eine schmale Straße, wo uns die Markierung nach links lotst und wir das idyllisch gelegene Ungerthal erreichen. Ungerthal soll sich von Ungarnthal ableiten, da im zehnten Jahrhundert hier viele Ungarneinfälle zu verzeichnen waren.
- Wir verlassen den beschaulichen Weiler mit der Gelbstrich-Markierung und wandern anfangs linker Hand an einer Weiherkette entlang. Nach kurzweiliger Wanderung verengt sich der Weg zu einen Hohlweg, welcher später mit einer Holzsteiganlage überwunden wird. Dann treffen wir auf eine breite Forststraße, wo uns das Wegezeichen Gelbstrich-Markierung diemal nach rechts die Richtung weist.
- Nun wandern wir immer geradeaus und stoßen dann wieder direkt auf unseren Ausgangspunkt Kammerstein, wo wir die Runde beenden.
Alfred Bachmann
