Wanderung von Weißenohe zur Lillachquelle

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Die Lillachquelle zählt zu den schönsten Wanderzielen nördlich von Nürnberg. Man braucht für die Anreise kein Auto, man nimmt die Gräfenbergbahn ab Nordostbahnhof bis Weißenohe.

Die markanten Sinterterrassen unterhalb der Quelle machen die Lillach zu einem Naturschauspiel.
© Clemens Helldörfer/NZ

Inhaltsverzeichnis

Artikel in der NZ

  • Originaltext! Dieser Text stammt aus der Nürnberger Zeitung, ist urheberrechtlich geschützt und deshalb nicht editierbar. Das Anlegen weiterer Abschnitte ist aber durchaus erwünscht!

Heute besuchen wir Lurchi und seine Freunde

Von Kerstin Brandt und Magnus Zawodsky
Die Sommerferien sind da und mit ihnen die Frage: Was unternehmen wir heute?
Die Antwort liegt vor der Haustür: Hinaus in die Natur! Wir fahren nach Weißenohe, wandern entlang der Lillach bis zu ihrer Quelle und besuchen den Feuersalamander Lurchi samt seinen Freunden.
Mit der Gräfenbergbahn ab Nordostbahnhof gestaltet sich schon die knapp vierzigminütige Anreise als stimmungsvolle Panoramafahrt. Ein Tagesticket des VGN bringt zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder und einen Hund oder ein Fahrrad oder Kinderwagen für 11,60 € bequem hin und zurück.
Wer sich mit Essen und Getränken ausstattet und dann die an der Lillachquelle aufgestellten Picknicktische nutzt, kommt leicht um alle weiteren Ausgaben herum. Für den Fall eines spontanen Aufbruchs gibt es etliche Gelegenheiten zur Einkehr, und wer nicht gerade mit sehr kleinen Kindern oder mit einem äußerst eigenwilligen Hund unterwegs ist, schafft die rund sieben Kilometer lange Strecke locker an einem Vor- oder Nachmittag. Abwechslung, wenn nicht gar Aufregung ist in Form von herrlich weiter Aussicht, seltenen Tieren, wildem Wasser und vor allem steigungsreicher Wegführung geboten.
Husch husch, die launische Forelle
In Weißenohe angekommen wenden wir uns in Fahrtrichtung rechts und überqueren die Bundesstraße an der Ampelanlage. Gleich darauf haben wir Gelegenheit, zuerst unsere Wegstrecke auf der aufgestellten Wanderkarte und alsdann die Forellen in der Kalkach zu begutachten. Erst sieht man sie gar nicht, weil sie ganz ruhig im Wasser „stehen“. Kaum aber hat man sie im Blick, scheinen sie das zu spüren und huschen blitzartig aus dem Blickfeld – ja ja, die „launische“ Forelle!
Weiter geht es bis zu einer Art Verkehrsinsel, von dort nach rechts in die Weiherstraße und anschließend links in den Wiesenweg, vorbei an einer Pferdekoppel. Wir orientieren uns an kleinen Holztafeln mit der Aufschrift „Sinterstufen“. Diese weisen uns am Neuwiesenweg links den Weg über die Lillach, wonach wir gleich wieder rechts in die Dorfhauser Straße einbiegen.
Der Weg führt nun langsam aufwärts. An heißen Tagen kann man schon etwas ins Schwitzen kommen. Die Abkühlung an dem mit einem „Wurzelsalamander“ geschmückten Brunnen links am Weg ist uns sehr willkommen. Noch ein kleines Stück weiter hinauf kann man auf der gleichen Seite Damwild beobachten. Als nächstes passieren wir das Gasthaus „Zum Lillachtal“ das neben Sitzgelegenheiten vor der Tür auch einen Kinderspielplatz hat. Kurz danach kommen wir am auf der rechten Seite liegenden Spritzenhaus und erneut an einem kleinen Brunnen („Kein Trinkwasser!“) vorbei.
Von hier aus führt der Weg als Rundgang zur Lillachquelle und zurück. Gerade bei Hitze ist es empfehlenswert, sich zuerst nach links zu wenden (Gelbstrich, Holzschild Sinterstufen), denn auf diesem Weg werden die folgenden Steigungen größtenteils im Baumschatten und teilweise mit Stufen überwunden.
An einem Hühnerschlag, der uns auf diese idyllische Unterkunft direkt neidisch machen könnte, biegt der Weg nach rechts und führt vorbei an Wiesen, Fischteichen und einer friedlich grasenden Schafherde zur ersten von fünf Schautafeln. Sie informieren über die Besonderheiten des über 10.000 Jahre alten Naturdenkmals Lillach, über das Leben im Kalktuffbach, die Wasseramsel, den Feuersalamander und die Quelljungfer, eine seltene Libellenart. Wenn wir einen Salamander sehen wollen, müssen wir das „Glück“ haben, dass es auf einmal ordentlich regnet. Nur dann trauen sich die gelbgefleckten Gesellen aus ihren Verstecken.
Weiter laufen wir längs des Baches hinauf, mit Ausblicken auf kleine und größere Wasserfälle sowie Sammelbecken. An einer Lichtung steht ein Picknicktisch, wir überqueren eine kleine Holzbrücke, dann führen uns mit einem Holzgeländer gesicherte Stufen den Berg hinauf. Wir kommen an einen breiteren Weg, wenden uns nach rechts und gehen leicht abwärts, bis links ein schmalerer Weg mit Gelbstrich entlang kleiner Felsen zur Quelle führt. Die Lillachquelle ist nicht eingefasst und ein bisschen unspektakulär – das Wasser fließt einfach so aus dem Berg heraus und überflutet flach den Weg, immerhin führt ein Holzsteg darüber.
Die Strecke zurück wird ab hier vom Grünstrich begleitet und führt anfangs als schmaler Waldweg relativ steil bergauf. Wenn die Steigung überwunden ist, führt der Weg noch ein Stück geradeaus und mündet dann in einen breiten gepflasterten Forstweg, der uns stetig abfallend mit herrlicher Aussicht auf das Tal nach Weißenohe bringt. Jetzt ein Klosterbier!

Literatur


Weblinks

  • Lillachquelle auf der OSM-Karte - openstreetmap.org Hinweis: Einfach weiter rein- oder rauszoomen durch + und - auf der linken Seite.

Wanderkarte

(Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)

Rund sieben Kilometer ist die Wanderstrecke lang – mit vielen Steigungen.
©: Info-Grafik/NZ