Wanderungen: Regensberg-Walberla
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Das Walberla nördlich von Erlangen dürfte allen Wanderfreunden aus dem mittelfränkischen Großraum hinlänglich bekannt sein, etwas weniger das Dorf Regensberg das auf der Hochfläche nordwestlich von Gräfenberg gelegen ist. Wie man dort hinkommt und welche Sehenswürdigkeiten den Wanderer dort erwarten, haben wir unter "Wandertipps" in der
Nürnberger Zeitung
veröffentlicht.
- Originaltext! Dieser Text stammt aus der Nürnberger Zeitung, ist urheberrechtlich geschützt und deshalb nicht editierbar. Das Anlegen weiterer Abschnitte ist aber durchaus erwünscht!
Es gibt viele schöne Orte in Franken, an denen man sich wünscht, die Zeit anhalten zu können: einfach so sitzen bleiben, schauen und den Anblick genießen. Ein solcher Ort ist Regensberg, auf einer Hochfläche nordwestlich von Gräfenberg gelegen. Dort hat man eine grandiose Sicht, besonders das Massiv der Ehrenbürg (Walberla) erfreut unsere Augen.
- Regensberg weist ein Kirchenjuwel auf. Einem Ausguckposten gleich schaut das Kirchlein in die Landschaft. Es besitzt einen Vierzehn-Nothelfer-Altar aus dem 16. Jahrhundert. Er wurde nach dem bekannten Bibelspruch: „Ich bin der Weinstock, ihr seid der Rebzweig“ geschnitzt. Die Heiligen stehen auf den Ästen eines Weinstockes und Gottvater selbst krönt den Stamm. In der Mitte des Stammes befindet sich das Jesuskind.
- Das idyllisch gelegene Bergkirchlein St. Margareta wird urkundlich zum ersten Mal 1376 genannt. Damals stifteten Jakob Nold von Seckendorf zu Regensberg, Burkard Nold und seine Gemahlin Notburga das Gehalt für einen Priester aus dem Kloster Neunkirchen und eine ewige Messe für die Kapelle St. Margareta zu Regensberg.
- Die altehrwürdige Kapelle birgt Schätze von hohem Kunstwert. Eine wertvolle Madonna wurde nach der Restaurierung hinter dem Hochaltar hervorgeholt und ist jetzt an der rechten Seite zu bewundern. Eine mittelalterliche Altarnische wird noch vom Hochaltar verdeckt. Der barocke Hochaltar mit prachtvollem Aufbau stand früher in der Karmeliterkirche zu Bamberg. Von der Kapelle in Regensberg beginnen jeweils die Wallfahrten nach Marienweiher und Gößweinstein.
Die nachfolgend beschriebene Rundwanderung führt uns zu den vierzehn Nothelfern – und ist rein zufällig auch vierzehn Kilometer lang. Wir starten in Ermreuth.
- Zuerst suchen wir die Herrnbergstraße und laufen in diese hinein, der Rotpunkt-Markierung folgend. Nach kurzer Zeit biegen wir nach rechts ab und folgen dem Schild Sportplatz. Nach kurzer Zeit erreichen wir den Sportplatz und biegen dort links auf einen Schotterweg ab, dem Rotpunkt folgend. Leicht bergauf gehend, erreichen wir den Wald, durch den uns stetig weiterhin die Rotpunkt-Markierung führt.
- Später müssen wir Obacht geben, denn die Markierung lotst uns scharfwinklig nach links vom Weg ab, auf einen Wiesenweg am Waldrand entlang. Wir haben die Ortschaft Walkersbrunn im Blick, queren die Wiesen nach rechts und überschreiten auf einem Brücklein ein Flüsslein, nämlich die Schwabach. Wir streben Walkersbrunn zu. Dann treffen wir auf die Hauptstraße, wo wir uns vom Rotpunkt verabschieden und nach links abbiegen.
Auf der linken Straßenseite marschieren wir durch den Ort, bis wir die Obsthalle an der linken Straßenseite erreichen. Dort schwenken wir nach rechts ab auf das Anliegersträßlein und nehmen diese Richtung Rangen unter die Füße. Auf den letzten Metern kurz vor dem Ort Rangen wird unser Kreislauf etwas gefordert. Doch für diese Anstrengung entschädigt uns der Anblick blühender Kirschbäume.
- Wir durchschreiten den Ort Rangen und biegen am Ortsende beim Trafohäuschen links in einen Feldweg ab. Unser neues Richtungszeichen, das Blaukreuz, begleitet uns auf der Hochfläche nun bis Regensberg. Nachdem wir Regensberg erreicht haben, lassen wir uns von der Landschaft verzaubern und haben uns dann einen Einkehrschwung verdient.
- Nach einer Stärkung und dem Kunstgenuss im Kirchlein treten wir den Rückweg an. Zunächst spazieren wir die Ortsstraße zurück bis zum kleinen Parkplatz hoch, wo wir nach rechts abbiegen. Dann laufen wir auf der Verbindungsstraße runter zur Hauptstraße. Wir gehen vorsichtig auf die andere Straßenseite zum Parkplatz und halten Ausschau nach der Gelbpunkt-Markierung. Die leitet uns ein kurzes Stück an der Straßenkurve entlang und führt danach rechts ab in den Wald bergab Richtung Pommer. Später streifen wir rechter Hand den Bremen- und Neusleshof und erreichen dann Pommer.
- An der Straßenkurve beim Feuerwehrturm biegen wir auf der Straße nach rechts ab. Kurz darauf beim Fachwerkhaus nach links schwenken! Wir orientieren uns weiter an dem Gelbpunkt, der uns auf einen Feldweg lotst. Die Markierung fest im Blick (manchmal ist sie auch schlecht zu sehen) streben wir der Hochfläche zu. Dort erreichen wir nach kurzem Marsch auf der rechten Seite ein Holzkreuz mit einer Bank. Sie lässt uns einen schönen Tiefblick in den Ermreuther Talkessel genießen. Gleich beim Holzkreuz scharf links ab in den Weg mit dem Sackgassenschild wandern wir bergab.
- Einige Meter später gabelt sich der Weg, wir nehmen den rechten Weg unter die Füße, welcher mit senkrechtem Grünstrich schlecht markiert ist. Nach kurzer Zeit gelangen wir wieder ins Ortszentrum von Ermreuth, wo wir unsere Wanderung beenden.
Alfred Bachmann
Das Franken-Wiki freut sich über Anmerkungen zu dieser Wanderung, die gerne auf der Diskussionsseite eingefügt werden können.
Wanderkarte
(Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)
