Weißer Turm

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Der Weiße Turm am Ludwigsplatz in Nürnberg.

Der Weiße Turm ist ein Torturm der vorletzten Stadtbefestigung Nürnbergs.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der in der Lorenzer Altstadt, am Ludwigsplatz gelegene Turm ist Bestandteil des Inneren Spittlertores. Er beherbergt wie der Laufer Schlagturm eine Schlaguhr, die als Bestandteil eines flächendeckenden Netzes von Schlaguhren die Nürnberger Uhr verkündete. Es handelt sich um einen Backstein/Sandsteinquaderbau mit spitzbogiger Tordurchfahrt und Ausweichnischen. Er ist vermutlich um 1250 entstanden. Zusammen mit dem Laufer Schlagturm, dem Tiergärtnertorturm und dem Schuldturm ist er der letzte erhaltene Turm seiner Epoche in Nürnberg. Die nach dem Übergang der Reichsstadt an Bayern gefassten Abrisspläne wurden aufgrund des Widerstandes der Nürnberger Bürger nicht ausgeführt. Während er früher in die Stadtmauer eingebaut war, steht er heute frei auf dem Platz.

Seinen Namen erhielt er von dem weißen Putz, mit dem man früher sein Backsteinmauerwerk kaschiert hat, der aber während der Renovierungsarbeiten in der Nachkriegszeit entfernt wurde. Wieder instandgesetzt ist auch seine Barbakane, die Tordurchfahrt des Turms beherbergt heute den Zugang zur U-Bahnstation gleichen Namens.

Böse Zungen behaupten, die Fassade sei nicht mehr weiß, weil sie von den Nürnberger Jungfrauen gereinigt werden solle.

Vor dem Weißen Turm befindet sich der 1984 errichtete Brunnen mit dem Ehekarussell.

Literatur

  • Kurt Müller: Verhinderte Abrißpläne. Laufer Schlagturm, Männerschuldturm und Weißer Turm sollten im 19. Jahrhundert der Spitzhacke zum Opfer fallen, in: MVGN 78, 1991, S. 175-96 - MVGN


Weblinks

Karte

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