Wendelin Kusche

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Leben und Werk

Wendelin Kusche (* 1926 in Nimptsch, Schlesien; † 4. Juni 2003 in Bivio Montorgiali, Italien) war ein deutscher Künstler und Kunstdozent an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Er lebte und lehrte überwiegend im fränkischen Raum.

Seine künstlerische Ausbildung begann er 1946 in München an der Akademie der Bildenden Künste bei Joseph Oberberger und Joseph Fuhr, wo er Zeichnung und Malerei studierte.In den Jahren nach seinem Studium arbeitete er als freier Künstler. 1957 absolvierte Kusche eine einjährige Ausbildung zum Werklehrer, ebenfalls in München, um beruflich flexibler zu sein.

1960 siedelte Kusche nach Franken um, wo die Auftragslage günstig war. Er arbeitete 1962–72 als Dozent an der Volkshochschule Erlangen als Dozent für Zeichnen und Malen, war 1970-73 Fachlehrer für Zeichnen und Malen am Gymnasium Ebermannstadt sowie Fachlehrer für Zeichnen, Malen und Werken am Staatsinstitut für die Ausbildung von Fachlehrern in Nürnberg. Im Wintersemester 1972/73 wurde Kusche „als Lehrkraft im Angestelltenverhältnis im Teilgebiet Werken des Faches Kunsterziehung einschließlich der Didaktik des Unterrichts im Zeichnen und Werken“ an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg angestellt, 1978 vom Werklehrer zum Kunsterzieher befördert und behielt diese Stellung bis zu seiner Pensionierung am 30. April 1991. Er übersiedelte mit seiner Ehefrau, Sonja Gabriel-Kusche, nach Bivio Montorgiali in der Toskana/Italien, wo er am 4. Juni 2003 verstarb.

Für seine Werke ließ er sich besonders von seinen zahlreichen Reisen anregen. Er besuchte Italien, Südfrankreich, Basel und Zürich, Paris, Moskau und London, Istanbul, Frankreich, Schweden, Spanien, Thailand, Sri Lanka. Dadurch entstanden zahlreiche Ansichten ferner Länder, aber auch Motive fränkischer Landschaften und Städte in Öl oder Wasserfarben. Kusches Oevre ist thematisch und technisch vielfältig. Er malte zahlreiche Motive aus seiner zweiten Heimat Italien, er schuf Mosaike und Wandbilder in öffentlichen Räumen, fertigte Porträts Erlanger Professoren und gestaltete etliche Plakate zum Schlossgartenfest. Besonderen Reiz besitzen seine Aquarelle fränkischer wie italienischer Motive, in deren aufgelockerter Farbgebung die klassische Moderne nachwirkt.


Ausstellungen

In Deutschland

  • Regelmäßige Teilnahme an der „Winterausstellung Fränkischer Künstler“ des Kunstvereins Erlangen im Wassersaal der Orangerie sowie Ausstellungen in der Kunststube Erlangen 1963 und 1968
  • Mehrere Ausstellungen in Nürnberg: 1952, 1956, 1960, 1965, 1978, 1981, 1989
  • Im fränkischen Raum: Bamberg 1965, Bayreuth 1975, Wunsiedel 1979
  • In der Bundesrepublik: Bonn 1974 und Baden-Baden 1988

Internationale Ausstellungen

  • 1963: Stockholm, Gruppenausstellung mit anderen Erlanger Künstlern
  • 1971: Kapstadt, Südafrika
  • 1974: Le Perreux-sur-Marne, Frankreich: Für seinen Beitrag zur Ausstellung „La Palette du Val-de-Marne“ erhält er die Goldene Medaille der Stadt
  • 1984: Paris, Frankreich
  • 1988: Grosseto, Italien

Retrospektive

19.6.-18.7.2012: Wendelin Kusche - Die Moderne in Franken. Ausstellung in der renovierten Orangerie in Erlangen.

Literatur

Christina Hofmann-Randall: Biographie Wendelin Kusches, in: Dickel, Hans (Hrsg.): Wendelin Kusche – Die Moderne in Franken, Erlangen 2012.

Weblinks

Einzelnachweise und Anmerkungen