Wetter in Franken
Aus Franken-Wiki
Der tägliche Franken-Wetterbericht aus unserer Wetterstation am Fuße des Walberlas.
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Prognose für den 15. März 2010
Es waren durchaus bange Blicke, die wir am Wochenende auf die Entwicklung der Wettermodelle1 geworfen haben. Schließlich gingen bereits die ersten Drohmails in unserer Wetterstation am Walberla ein. "Wehe, wenn das mit dem Frühling wieder nicht stimmt!" Zunächst also mal die Entwarnung für uns: Auch wenn der Blick aus dem Fenster noch alles andere nahelegt. Der Frühling ist nicht mehr aufzuhalten. Heute und morgen ziehen noch einmal größere Wolkenfelder über Franken hinweg, die etwas Schnee und vor allem Regen bringen werden. Bereits morgen Nachmittag allerdings wird der Himmel aufklaren. Am Mittwoch dürften die Temperaturen überall in Franken die Zehn-Grad-Marke erreichen. Am Donnerstag und Freitag sind bis zu 15 Grad möglich, im Süden sogar Werte darüber. Dabei bleibt es überall trocken und zumeist freundlich, bei nur leichtem Wind.
Zu verdanken haben wir diese schönen Aussichten zwei wetterbestimmenden Faktoren. Zum einen wäre da das Hochdruckgebiet „Isidor“, das derzeit über England verweilt und sich ab morgen (so die Hoffnung der Wettermodelle) in Richtung Osten aufmachen wird. Damit betätigt sich „Isidor“ quasi als Türöffner für milde Luftmassen, die von den Kanaren aus (dort soll es bereits morgen über 20 Grad warm werden) über die iberische Halbinsel und Frankreich zu uns strömen können.
Allerdings wird nicht ganz Deutschland den aufkommenden Frühling gleichermaßen genießen können. Es steht nämlich erneut ein deutliches Süd-Nord-Gefälle ins Haus. Währen im Südwesten und auch im Alpenvorland (unter Föhneinfluss) in der zweiten Wochenhälfte durchaus 20 Grad Celsius drin sind, bleibt Norddeutschland weiter unter dem Einfluss eines gewaltigen Tiefdruckgebiets über Nordosteuropa. Hier erreichen die Temperaturen also maximal 10 Grad, dabei bleibt es trüb und regnet oft.
Wir in Franken, die wir ja quasi in der Mitte liegen, dürfen uns zumindest bis zum Freitag zum Süden zählen. Für das Wochenende und die kommende Woche liefern die Wettermodelle jedoch für unsere Breitengrade noch keine besonders vertrauenswürdigen Daten. Während der Süden bei leichtem Temperaturrückgang und gelegentlichen Schauern nämlich noch einmal glimpflich davon kommen dürfte, könnte dem Norden ein neuerlicher Wintereinbruch bevorstehen. Wozu wir dann gehören, ist bislang noch recht ungewiss. Mit einem Blick auf unser Mailpostfach behaupten wir jetzt aber einfach mal: Der Frühling ist nicht mehr zu verjagen!
1Wettermodelle sind von Supercomputern numerisch errechnete Wettervorhersagen, die einem geschlossenen Gleichungssystem entspringen. Man kann mit ihnen Vorhersagen für die Entwicklung von verschiedensten meteorologischen Elementen wie Luftdruck, Temperatur, Luftströmung, Niederschlag etc. machen. Da man der Berechnung des Wetters allerdings die Chaostheorie zugrunde legen muss, können kleinste Veränderungen in den Ausgangsdaten zu enormen Veränderungen in den Prognoseergebnissen führen, die umso weiter auseinanderklaffen, umso länger der Prognosezeitraum ist. Da man einzugebenden natürlichen Ausgangsdaten (Temperatur, Luftdruck, Wind etc.) jedoch nie absolut exakt erfassen können wird, bleiben Wettermodelle ungenau. Um die fehlerhaften Ausgangsdaten so weit wie möglich zu reduzieren, nutzt man sogenannte Ensemble-Verläufe, bei denen man von vornherein neben dem Hauptlauf, bei dem tatsächlich gemessenen Werte verwendet werden, weitere Läufe durchgeführt werden, bei der man leicht veränderte Daten und eine etwas gröbere Auflösung verwendet. Eine gute Prognose ergeben letztlich die Wettermodelle und Ensemble-Verläufe in Kombination mit dem Wissen und der Erfahrung des Meteorologen, der sie auswertet und entscheidet, wem oder was er nun glauben schenkt.
Die beiden relevantesten Wettermodelle, die Prognosen für Mitteleuropa bieten, sind das amerikanische GFS-Modell, das seine Daten kostenlos öffentlich zur Verfügung stellt und deshalb vor allem bei Hobbymeteorologen und kleineren Diensten beliebt ist (auch die Prognose im Franken-Wiki beruft sich zumeist auf Daten aus dem GFS-Modell), und das britische ECMWF-Modell, das leider nur Teile der Daten zur freien Verfügung stellt. Der Deutsche Wetterdienst betreibt sein eigenes Modell namens GME.
Das aktuelle Wetterbild
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Wetter-Links
- Wetterstationen in Franken
- Wetterochs - der fränkische Kachelmann und seine Wettermail
- Das Freizeitportal Frankenjura.com
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- Das GFS-Wettermodell bei Wetterzentrale.de
- Amtliche Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes
- Hochwassernachrichtendienst des Bayerischen Landesamts für Umwelt
- Das Franken-Wiki-Wetterlexikon
- Das Wetterlexikon des Deutschen Wetterdienstes mit Begriffserklärungen und Informationen rund ums Thema Wetter
- Das Wetterlexikon von wetteronline.de

