Winterwanderung von Ochenbruck nach Altdorf
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Unter dem Schnee liegt Geschichte
Von Alfred Bachmann
Unsere Winterwanderung beginnt am Bahnhof von Ochenbruck und endet in Altdorf – das sind rund 12 Kilometer. Ochenbruck ist mit der VGN-Linie R5 erreichbar. Am Bahnhof Ochenbruck gehen wir durch die Bahnunterführung und ein schöner Fußweg leitet uns direkt nach Rummelsberg. Rummelsberg ist eine Ansiedlung der Inneren Mission und entstand aus einem Hof der Familie Rummel, der 1903 von der Inneren Mission gekauft wurde.
Wir stoßen an eine Querstraße, biegen dort links ab und nach wenigen Minuten wieder rechts. Noch sind wir auf der Straße unterwegs. Bald erreichen wir rechter Hand das Laurentiushaus. Gleich nach dem Haus schwenken wir rechts ab und folgen dem Schild „Fröschauer Weiher“ geradewegs zum Wald. Ein Steig führt uns bergab und wir kommen direkt ans Ufer des Weihers, wo wir nach links unseren Weg fortsetzen. Nun heißt es Acht geben, denn schon nach wenigen Metern biegen wir rechts ab und folgen dem Weglein zwischen den zwei Weihern. Wir erreichen die Straße Ochenbruck-Burgthann, die wir vorsichtig überqueren. Auf der anderen Seite setzen wir die Wanderung auf einem Wiesenweg – markiert mit Nr. 2 – fort.
Nach kurzer Zeit stoßen wir an die Schwarzach, die wir auf einem Brücklein überqueren. In wenigen Minuten erreichen wir einen breiteren Querweg, auf dem wir nach links schwenken müssen. Auf unserem weiteren Weg lassen wir uns von der Blaukreuz-Markierung des Fränkischen Albvereins bis nach Altdorf lotsen. Nach einiger Zeit streifen wir rechter Hand einen Wasserbehälter. Dort stand im Mittelalter die Affalterbacher Kapelle, geweiht war sie „Unserer lieben Frau“, wohin auch Wallfahrten stattfanden. Affalterbach lag hart an der Grenze des Nürnberger Hoheitsgebiets und war ein Streitobjekt zwischen Nürnberg und dem Markgrafen von Ansbach. Wegen des Kirchweihschutzes kam es zwischen Nürnberg und Kasimir von Ansbach 1502 zum Krieg. Die Nürnberger wurden geschlagen und die Schlacht ging unter dem Namen „Blutkirchweih“ in die Geschichte ein. Damals bildete die Schwarzach die Grenze zwischen dem Nürnberger Land und Ansbach.
Nach wenigen Kilometern erspähen wir links vor uns den Ort Pattenhofen. Wir gehen nicht über die Brücke, sondern setzen nach rechts an den Schwarzachauen unseren Weg fort. In Kürze verlassen wir den befestigten Weg links und marschieren weiter auf einem Wiesenweg, der Schwarzach folgend. Dann erreichen wir Burgthann, von rechts oben begrüßt uns die Burg. Sie wurde 1190 von dem kaiserlichen Ministerialen Heinrich von Thann erbaut. 1381 wurde Eppelein von Gailingen hier gefangen gehalten. 1552 wurde die Burg von den Nürnbergern niedergebrannt, aber heute noch steht der runde Turm.
Wir folgen weiter der Blaukreuz-Markierung im Ort über die Schwarzachbrücke bis zur Hauptstraße. Bei der Ampel überqueren wir die Straße und mühen uns im Ortsteil Reinholdshöhe bergauf. Weiter stapfen wir durch den Wald, bis wir zur Sophienquelle kommen. Die Quellfassung wurde 1720 von dem Nürnberger Patrizier Paul Paumgartner zu Ehren seiner Frau Sophie errichtet.
In wenigen Minuten erreichen wir das heute noch bewohnte Schloss Grünsberg. Rechts vom Schloss steigen wir vorsichtig zum Talgrund hinab. Später erspähen wir rechter Hand am Waldrand eine Soldatengedenkstätte, bevor wir nach Lochmannshof gelangen. Dort gehen wir steil die Straße hoch bis ans Ende des Straßenzaunes, dann – die Straße verlassend – rechts ab in den Wald hinein.
Auf einem Saumweg folgen wir der Schlucht und durchqueren sie auch. Auf der anderen Seite verlassen wir sie und nähern uns auf einem Wiesenweg der Autobahnbrücke. Nach Unterquerung derselben steigen wir auf einem Schotterweg hoch zum Ortsrand von Altdorf. Ein kurzer Fußmarsch durch die Altstadt von Altdorf bringt uns zum S-Bahnhof, wo wir unsere Wanderung beenden.
Quelle: NZ vom 16.01.2010
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Wanderkarte
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