Wiss

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<player align="right" width="300" thumb= AudioButton.jpg>Wiss.mp3 | So klingt's auf Fränkisch</player> Wenn ein Kind pinkelt, macht es einen Wiss. Wird bei Erwachsenen nur im scherzhaften Ton verwendet, oder auch beim Fußball. Schießt ein Stürmer dem Torwart den Ball durch die Beine, dann ist das ein Tor "durch den Wiss".

Durch den Wiss spielen

Nicht gerade glücklich sah Nationaltorwart Jens Lehmann bei der Fußball-Europameisterschaft im Spiel der Deutschen gegen die Türkei aus, als ihn der türkische Stürmer Ugur Boral „tunnelte“: Ugur schob den Ball, der von der Latte abprallte und ihm vor die Füße fiel, dem Torhüter „durch die Hosenträger“, wie es im Fußballer-Jargon so schön heißt. Also zwischen den Beinen hindurch ins Tor. Oder wie man an fränkischen Sportplätzen sagen würde: Ugur schob Lehmann den Ball durch den . Dabei ist dieses „durch den Wiss Schieben“ keineswegs darauf beschränkt, den Torhüter vorzuführen. Schon Bambini-Kicker probieren es immer wieder gerne aus, Gegenspieler zu tunneln. Manche ausgebufften Profis legen es auch darauf an, Gegenspieler zu provozieren, indem sie diese durch „Tunnel-Bälle“ lächerlich machen. Inwieweit der „Fußball-Wiss“ mit dem Terminus „Wiss“ als Synonym für das kleine Geschäft von Jungs und Männer zu tun hat, war auch dem allwissenden Internet nicht zu entlocken. Naheliegend wäre es ja, nachdem es bei beiden mit dem Innenbereich der männlichen Beine zu tun hat. Inwieweit der Spruch des „durch den Wiss Spielens“ auch auf den Frauenfußball anwendbar ist, bleibt allerdings der Fantasie jedes einzelnen Fußballfans überlassen.