Maroldsweisach

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Maroldsweisach
Ortstyp Markt
Landkreis Haßberge
Regierungsbezirk Unterfranken
Bundesland Bayern
Höhe 334 m über NN
Fläche 71 km²
Einwohner 3.600
Gemeindeschlüssel 09674171
KFZ-Kennzeichen HAS
Anschrift der Verwaltung Hauptstraße 24
96126 Maroldsweisach
Telefon 09532 9222-0
Website http://www.maroldsweisach.de
Bürgermeister Wilhelm Schneider (CSU)

Maroldsweisach ist eine Marktgemeinde im unterfränkischen Landkreis Haßberge.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Maroldsweisach liegt am äußeren Rande des Naturparkes Haßberge am Fuß des Zeilbergs.

Nachbarorte

Geschichte

Der Ort wird erstmals 1118 urkundlich erwähnt, als der Bamberger Domherr Qudalrich sein Landgut Wisaha dem Kloster Michelsberg zu Bamberg übereignete. Nach dem Aussterben seines Geschlechts wechselten die Dorfherren in rascher Folge, ehe die Herren von Stein zum Altenstein ihr Erbe antraten. Ihnen folgte in der Mitte des 18. Jahrhunderts das Geschlecht derer von Horneck von Weinheim.

Der Ort machte in den 1970er-Jahren Schlagzeilen, als die Nachbargemeinde Ermershausen gegen den Willen der Bürger nach Maroldsweisach eingemeindet wurde und die Akten per Zwangsvollstreckung aus dem Maroldsweisacher Rathaus abgeholt werden mussten. Nach jahrelangen Auseinandersetzungen und Gerichtsverfahren wurde die Eingemeindung rückgängig gemacht.

Während der deutschen Teilung hatte Maroldsweisach durch die Nähe zur DDR-Grenze erhebliche Standortnachteile.

Maroldsweisach ist mehrheitlich evangelisch. Bis 1938 gab es eine jüdische Gemeinde, der im 18. Jahrhundert bis zu 25% der Einwohner angehörten. Eine ehemalige Synagoge ist jetzt ein Privathaus. Ein jüdischer Friedhof ist erhalten.[1]

Sehenswürdigkeiten

  • Rokokoschloss
  • Stein-Erlebnispfad um den Zeilberg
  • Ruine Altenstein mit Museum

Wirtschaft

Verkehr

  • Bahn: Eine Lokalbahn von Bamberg nach Maroldsweisach ist ab Ebern stillgelegt und wird mittlerweile als Radweg genutzt. Der nächste Fernbahnhof ist Bamberg.
  • Straße: Das Fernstraßennetz ist über die B 279 und die B 303 erreichbar.

Sonstiges

2008 machte Maroldsweisach wieder Schlagzeilen, als im Trinkwasser zu viel Uran nachgewiesen wurde. Damit wurde die Frage des Anschlusses an eine Fernwasserleitung wieder akut.[2]

Söhne und Töchter von Maroldsweisach

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Jewish Studies: Maroldsweisach
  2. Nürnberger Nachrichten, 6. August 2008: Gefahr lange verdrängt

Karte

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